Ausschuss für Stadtentwicklung besichtigt Bauwerk in Dehme
Spaziergang auf Tunneldach

Bad Oeynhausen(WB). Beim Ortstermin wanderten die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses auf dem Dehmer Tunnel. Hier sollen bald die Bürger auf der Blumenwiese beim Spazierengehen einen Fußweg entstehen lassen. Bei der späteren Beratung war auch der geplante Radschnellweg OWL Thema. Dieser könnte der Stadt positive Effekte für die Mindener Straße bescheren.

Samstag, 11.06.2016, 06:00 Uhr
Auf den Dehmer Tunnel haben Arnold Reeker (links), Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauen, Jan-Martin Müller (Dritter von links), Mitarbeiter der Stadt- und Verkehrsplanung, und Gabriele Schmidt (Fünfte von links), Bereichsleiterin Stadt- und Verkehrsplanung, die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung begleitet. Auf dem Tunnel sollen Spazierwege entstehen. Foto: Lydia Böhne
Auf den Dehmer Tunnel haben Arnold Reeker (links), Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauen, Jan-Martin Müller (Dritter von links), Mitarbeiter der Stadt- und Verkehrsplanung, und Gabriele Schmidt (Fünfte von links), Bereichsleiterin Stadt- und Verkehrsplanung, die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung begleitet. Auf dem Tunnel sollen Spazierwege entstehen. Foto: Lydia Böhne

Sollte der Radweg zwischen Herford und Minden umgesetzt werden, könnte damit auch der Rückbau der Mindener Straße befördert werden.

»Der Radschnellweg ist machbar«, sagte die städtische Fahrradbeauftragte Linda Noack im Ausschuss für Stadtentwicklung. Das ergebe sich aus einer Machbarkeitsstudie, welche die Stadt in Auftrag gegeben hatte. Die Studie weise aus, dass bereits dem ersten, elf Kilometer langen Bauabschnitt zwischen dem »Werre-Weser-Kuss« und Löhne ein »erheblicher Verkehrswert beigemessen« wird.

Ein Teil des Radschnellwegs würde entlang der Mindener Straße verlaufen. Vordringliches Ziel der Stadt sei es, die Straße in diesem Zusammenhang nach Fertigstellung der Nordumgehung stadtverträglich umzubauen, heißt es dazu in der Verwaltungsvorlage. »Es wäre ideal, wenn zugleich die Baulast für die Mindener Straße vom Bund auf das Land übergeht und der Umbau der stark befahrenen Mindener Straße in einer stadtverträgliche Hauptstraße mit zwei Spuren gelingt«, sagte Arnold Reeker, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauen.

Empfehlung zur Zustimmung

Aus diesem Grund empfahl er den Ausschussmitgliedern die Zustimmung zum Beschlussvorschlag der Verwaltung für den Radschnellweg. Dieser sieht vor, dass die Städte Bad Oeynhausen und Löhne konkrete Förderbedingungen mit dem Land und der Bezirksregierung klären. Mehrheitlich folgte der Ausschuss der Empfehlung.

In Bezug auf den Rückbau der Mindener Straße warf auch Dirk Büssing (CDU) einen Blick auf die Fördermittel. »Diese Frage sollten wir nicht auf die lange Bank schieben«, sagte er. Dem stimmte Wilhelm Ober-Sundermeyer (FDP) zu: »Bevor wir überhaupt planen können, müssen wir über die Kosten sprechen und über die Mittel, die zur Verfügung stehen.«

Dass »etwas an der Mindener Straße passieren muss«, verdeutlichte Rainer Müller-Held (Grüne). »Hier bietet sich eine Chance mit dem Radschnellweg, die Mindener Straße umzugestalten. Das sollten wir nicht kaputtquatschen«, sagte er.

Spazierweg auf Dehmer Tunnel

Auf dem Dach des Bauwerks ging es um die Frage, wie es für die Bürger zukünftig sinnvoll genutzt und gestaltet werden kann. »Nach der Begehung war die einhellige Meinung der Teilnehmer, dass die Bürger durch das Spazierengehen dazu beitragen sollen, dass ein Weg auf der Blumenwiese entsteht«, sagte Jan-Martin Müller, Mitarbeiter der Stadt- und Verkehrsplanung. Der Weg könnte durch ein Ausmähen vorgegeben werden.

Auch Aufenthaltsbereiche sollen entstehen. Geplant sei zudem, dass der Weg auch von Menschen mit Behinderungen gefahrlos benutzt werden kann. Zuvor seien aber noch Erdarbeiten am Technikhaus notwendig.

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