Rehmer Pfarrer freut sich über neue Nutzung durch das Diakonische Werk
Tafel zieht ins ehemalige »King’s Corner«

Bad Oeynhausen-Rehme (WB). Noch ist im ehemaligen Jugendcafé »King's Corner« an der Rehmer Kirche einiges zu tun. Wände müssen gestrichen und die Elektrik muss verlegt werden. Doch schon bald sollen Bedürftige hier einen Platz der Zusammenkunft finden.

Dienstag, 02.08.2016, 06:00 Uhr
Zuversichtlich blickt der Rehmer Pfarrer Ernst Pallmann auf die Zukunft des ehemaligen Jugendcafés »King’s Corner« als Einrichtung des Diakonischen Werkes. Die Hilfsorganisation »Die Tafel« wird in das alte Gebäude einziehen. Foto: Angelina Zander
Zuversichtlich blickt der Rehmer Pfarrer Ernst Pallmann auf die Zukunft des ehemaligen Jugendcafés »King’s Corner« als Einrichtung des Diakonischen Werkes. Die Hilfsorganisation »Die Tafel« wird in das alte Gebäude einziehen. Foto: Angelina Zander

Das Diakonische Werk im Kirchenkreis Vlotho wird als Mieter das ehemalige »King's Corner« für sein Hilfsangebot »Die Tafel« nutzen. Noch wirken die Räume kahl. Die Wände sind zum Teil schon weiß gestrichen, neue Wände wurden aufgestellt. Das ehemalige Jugendcafé bekommt einen gänzlich neuen Anstrich.

Das Diakonische Werk hat das seit Anfang diesen Jahres leer stehende Gebäude von der evangelischen Kirchengemeinde Rehme für sein Angebot gemietet. Für die Hilfsorganisation »Die Tafel« bekommt das Gebäude außerdem eine neue Struktur, wie der Rehmer Pfarrer Ernst Pallmann erklärt: »Wir wollen das Haus in drei Teile einteilen, die alle separat begehbar sind. Trotzdem gehören sie zu einer Einrichtung. Die erste Tür führt in den Eingangsbereich und direkt in den Tafelladen.« Fest stehe auch, dass im angrenzenden Raum genug Platz für Kühl- und Lagermöglichkeiten sein werde. Zu diesem ersten Bereich gehören zudem die Sanitäranlagen, die durch eine Tür vom zweiten Teil des Hauses getrennt werden können.

Bistro als Ort der Begegnung

Ebenfalls von außen begehbar ist das ehemalige Wohnzimmer des Jugendclubs. Pallmann: »Hier soll ein Bistro entstehen, das einen Ort der Begegnung und des Aufenthalts bietet.« Dieser Raum stehe sowohl dem Diakonischen Werk als auch der Gemeinde zur Verfügung. »Wenn wir eine Veranstaltung in der Kirche haben und der Raum nicht gebraucht wird, können wir diesen ideal für unsere Zwecke nutzen«, sagt der Pfarrer. Er betont besonders den Vorteil der Remise vor dem Gebäude. Alle drei Eingangstüren sind überdacht. Falls sich vor der Tafel also eine Warteschlange bilden sollte, stünden die Wartenden nicht im Regen. Dies sei ein großer Vorteil gegenüber der Essensausgabe am Alten Rehmer Weg. Diese werde mit der Eröffnung des neuen Gebäudes geschlossen.

Im dritten Teil des Gebäudes werden Büro- und Beratungsräume entstehen. Dazu sagte Kerstin Hensel, Vorstand des Diakonischen Werkes, auf Anfrage: »Mit unserer Suchtberatungsstelle, bislang im Gebäude Elisabethstraße 7a in der Innenstadt, werden wir dort hinwechseln, voraussichtlich zum 1. Oktober.« Die bisherigen Räume seien zu klein geworden.

Wiedereröffnung der »Die Tafel« für Oktober vorgesehen

Zur neuen Nutzung des »King’s Corner« erklärte sie: »Wir haben dort viel bessere Möglichkeiten, vor allem auch mehr Platz. Oft kommen die Leute schon, bevor die Ausgabe beginnt. Dort können wir gut die Möglichkeit schaffen, sich dann auszutauschen, mitein­ander ins Gespräch zu kommen, sich zu begegnen.« Sie hofft, dass eine Art Caféhaus-Atmosphäre mit Tischen und Stühlen entsteht, die Voraussetzung für die Kommunikation der Besucher sei. Dafür sei es auch schon gelungen, Spenden einzunehmen, weitere seien willkommen. Nach ihren Angaben soll der Umzug vom Alten Rehmer Weg ins neue Domizil voraussichtlich am Freitag, 23. September, erfolgen. Die Eröffnung der »Tafel« am neuen Standort sei für den 1. Oktober geplant.

Für Pfarrer Ernst Pallmann ist es ein Gewinn, dass das Haus wiederbelebt werde. Seit Ende vergangenen Jahres steht das Gebäude neben der Kirche leer. Das Jugendreferat habe zu diesem Zeitpunkt das Miet- und Nutzungsverhältnis aufgehoben und das Gebäude der Gemeinde überlassen. Das Jugendangebot sei nicht mehr angenommen worden. Das entsprechende Engagement, um es aufrecht zu erhalten, habe zuletzt gefehlt, erklärte der Rehmer Seelsorger.

Seither laufen nach Pallmanns Angaben die Planungsarbeiten der Gemeinde und des Diakonischen Werks zur neuen Nutzung.

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