Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ermöglicht Rundgang durch Villa
Zu Besuch im »White House«

Bad Oeynhausen (WB). Einen exklusiven Blick in das Innere des sogenannten White House an der Schützenstraße hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben dem WESTFALEN-BLATT ermöglicht. Bis Sommer 2014 residierte der britische Brigadegeneral für die Garnison Herford in der Villa in Kurparknähe. Nun verläuft die Suche nach einem solventen Käufer sehr vielversprechend.

Dienstag, 23.08.2016, 17:23 Uhr aktualisiert: 23.08.2016, 17:51 Uhr
Durch den Verkauf des ehemaligen »White House« hofft die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben einen Erlös in Höhe von 900 000 Euro zu erzielen. Foto: Malte Samtenschnieder
Durch den Verkauf des ehemaligen »White House« hofft die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben einen Erlös in Höhe von 900 000 Euro zu erzielen. Foto: Malte Samtenschnieder

Einen Erlös von 900 000 Euro hoffen Felix Nolte und Frank Gößling von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben mit dem Verkauf des »White House« zu erzielen. »Wir sind zuversichtlich, dass die Suche nach einem Käufer noch in diesem Jahr erfolgreich beendet werden kann«, sagte Felix Nolte im Gespräch mit dieser Zeitung.

Rundgang durch das »White House« in Bad Oeynhausen

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Im Herbst 2015 sei die Villa erstmals annonciert worden. Allerdings ohne Erfolg. »Zu dieser Zeit war die Eintragung in die Denkmalliste der Stadt noch nicht erfolgt«, erklärte der Verkäufer. Zudem sei offen gewesen, wie es auf dem benachbarten Gelände der ehemaligen Siekertalklinik weitergehe. Beides sei nun geklärt.

»Deshalb ist in diesem Sommer ein zweites Bieterverfahren eröffnet worden«, erläuterte Frank Gößling. Erste konkrete Interessenten gebe es bereits, weitere Verkaufsgespräche seien geplant. Nutzungsmöglichkeiten für die Villa, deren Außenfassade jetzt unter Denkmalschutz stehe, gebe es verschiedene. Außer »Privatwohnen« seien zum Beispiel Nutzungen als Arztpraxis oder für Büroräume denkbar. In allen Fällen empfehle er potenziellen Interessenten vor einer Kaufentscheidung eine Rücksprache mit der Stadt, betonte Frank Gößling.

Baustil des »White House« ist »sehr britisch«

Den Baustil des »White House« bezeichnete Felix Nolte als »sehr britisch«. Das gelte nicht nur für die Villa an sich, sondern auch für ihre Ausstattung und Farbgebung. Ein Indiz, das Rückschlüsse auf die Herkunft der vorherigen Bewohner zulasse, sei der Fußbodenbelag. »Es gibt durchgängig im gesamten Haus Teppichboden«, erläuterte Frank Gößling.

Typisch für eine britische Villa aus den 1950er Jahren seien auch standardmäßig in allen Räumen verbaute Waschbecken. Hinzu kämen viele mehr oder weniger sichtbare Kleinigkeiten. »So gibt es beispielsweise an den Treppen Schutzvorrichtungen, damit Kinder dort nicht unbeaufsichtigt herauf oder herunter klettern«, sagte der Immobilienexperte. Ein besonderes Accessoire finde sich zudem in der Küche. Frank Gößling: »Ein ›Sandwich Maker‹ darf in keinem britischen Haushalt fehlen.«

Einiges im »White House« ist aber auch – ganz bewusst – deutsch. So etwa die Steckdosen. »Es wäre wohl zu aufwändig gewesen, für alle Geräte Adapter zu besorgen«, mutmaßte Felix Nolte während des Rundgangs mit dieser Zeitung über die Gründe.

Der Kaufpreis von 900 000 Euro setzt sich jeweils etwa zur Hälfte aus dem Grundstücks- und dem Gebäudewert zusammen. Der Erlös aus der Veräußerung fließt in die Staatskasse. Während der Präsenz der britischen Streitkräfte war die Villa mietfrei zur Verfügung gestellt worden. Nach dem Abzug fällt sie nun an die Bundesrepublik Deutschland zurück.

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