BSG drückt Sebastian Dietz für Paralympics in Rio de Janeiro die Daumen
Zweite Goldmedaille ist das Ziel

Bad Oeynhausen (WB). Wenn sich Kugelstoßer Sebastian Dietz (31) und sein Trainer Alexander Holstein (53) am 31. August auf den Weg zu den Paralympics in Rio de Janeiro machen, haben Beide Fahnen der BSG Bad Oeynhausen im Gepäck. Diese hat BSG-Geschäftsführerin Angelika Schimrigk ihnen als Glücksbringer überreicht.

Mittwoch, 24.08.2016, 15:38 Uhr aktualisiert: 24.08.2016, 15:40 Uhr
Angelika Schimrigk, Geschäftsführerin der BSG Bad Oeynhausen, wünscht Sebastian Dietz (links) und Alexander Holstein für die Teilnahme an den Paralympics in Rio de Janeiro alles Gute. Die Vereinsfahne soll beiden als Glücksbringer dienen. Foto: Malte Samtenschnieder
Angelika Schimrigk, Geschäftsführerin der BSG Bad Oeynhausen, wünscht Sebastian Dietz (links) und Alexander Holstein für die Teilnahme an den Paralympics in Rio de Janeiro alles Gute. Die Vereinsfahne soll beiden als Glücksbringer dienen. Foto: Malte Samtenschnieder

Obwohl Sebastian Dietz erst seit Mitte 2015 BSG-Mitglied ist und erst seit Anfang 2016 bei Wettkämpfen für die BSG startet, steht der Verein voll hinter ihm. »Wir wollten Sebastian nicht einfach so nach Brasilien ziehen lassen und ihm vor seiner Abreise noch einmal zeigen, dass er uns am Herzen liegt«, sagte Angelika Schimrigk. Aus diesem Grund überreichte die BSG-Geschäftsführerin dem Kugelstoßer und seinem Trainer die Vereinsfahne – jeweils mit einigen persönlichen Zeilen versehen.

Die Reise nach Rio de Janeiro beginnt am 31. August mit dem Flug von Hannover nach Frankfurt. »Dort wird Bundespräsident Joachim Gauck die deutschen Paralympics-Teilnehmer bei einem Festakt verabschieden«, sagte Alexander Holstein. Dann werde die gesamte Mannschaft gemeinsam den elfstündigen Flug von Frankfurt nach Rio de Janeiro antreten. In Brasilien haben Alexander Holstein und sein Schützling Sebastian Dietz reichlich Zeit, um sich auf den Kugelstoß-Wettkampf vorzubereiten. Der Trainer: »Die Paralympics dauern vom 7. bis 18. September. Sebastian ist aber erst am 16. September dran.«

Bislang läuft das Training nach Plan

Für Sebastian Dietz, der sich bei einem Autounfall im Jahr 2004 eine schwere Halswirbelverletzung zuzog und teilweise gelähmt ist, ist es bereits die zweite Paralympics-Teilnahme. 2012 in London holte er eine Goldmedaille beim Diskuswerfen. Nachdem diese Disziplin anschließend aus dem paralympischen Programm genommen wurde, stellte er auf Kugelstoßen um. Und das durchaus erfolgreich: 2015 sicherte er sich die Goldmedaille bei den Weltmeisterschaften in Doha (Katar), als er Weltrekordler Wladimir Swiridow aus Russland bezwang.

»Bislang läuft das Training nach Plan. Es liegt aber in den nächsten Wochen noch viel Arbeit vor uns«, sagte Sebastian Dietz. Einige Bewegungsabläufe müssten noch schneller gelingen, betonte der Kugelstoßer. Gleichzeitig habe er zwischenzeitlich Probleme, sich die nötige Lockerheit zu erhalten.

Der öffentliche Druck ist gestiegen

»Dass sich kurz vor Wettkämpfen eine gewisse Panik einstellt, bin ich ja inzwischen gewohnt«, meinte der 31-Jährige. Das sei schon bei seinem Paralympics-Debüt vor vier Jahren so gewesen. Damals habe ihn aber keiner auf dem Zettel gehabt. Nach der Goldmedaille 2012 sei das jetzt anders. »Das öffentliche Interesse und somit auch der Druck sind deutlich gestiegen«, sagte Sebastian Dietz.

Natürlich strebe er auch diesmal – beim Kugelstoßen – wieder die Goldmedaille an. »Wenn man es nicht ernst meint, muss man nicht bei den Paralympics antreten«, meinte der Leichtathlet.

Er müsse sich aber nicht nur auf die harte Konkurrenz einstellen. »Ich bin auch gespannt, in wie weit sich die Geldprobleme der Paralympics-Veranstalter auf die Wettkämpfe auswirken«, sagte Sebastian Dietz. Er gehe bereits jetzt davon aus, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Wettkampfstätten fahren zu müssen. Auch die Zuschauerresonanz sei völlig offen. Sebastian Dietz: »Wenn nur 10.000 Besucher ins Stadion kommen, wirkt das so gut wie leer.«

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