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Sa., 03.12.2016

White House soll erneut annonciert werden – offene Fragen beim Denkmalschutz Zweites Bieterverfahren nicht erfolgreich

Seit Herbst 2015 sucht die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben einen Käufer für das sogenannte White House an der Schützenstraße – bislang allerdings ohne Erfolg.

Seit Herbst 2015 sucht die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben einen Käufer für das sogenannte White House an der Schützenstraße – bislang allerdings ohne Erfolg. Foto: Malte Samtenschnieder

Von Malte Samtenschnieder

Bad Oeynhausen (WB). Die Suche nach einem Investor für das sogenannte White House an der Schützenstraße geht weiter. »Auch das zweite Bieterverfahren war nicht erfolgreich«, sagte Frank Gößling von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben im Gespräch mit dieser Zeitung. Es habe nach wie vor zu viele offene Fragen potenzieller Kaufinteressenten insbesondere zum Denkmalschutz und zur geplanten Wohnbebauung auf dem benachbarten Gelände der ehemaligen Siekertalklinik gegeben, erklärte der Verkaufssachbearbeiter.

Einen Erlös von 900 000 Euro hofft die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben mit dem Verkauf des White House zu erzielen. Bis Sommer 2014 residierte der britische Brigadegeneral für die Garnison Herford in der Villa in Kurparknähe. Während der Präsenz der britischen Streitkräfte war das Anwesen mietfrei zur Verfügung gestellt worden. Nach dem Abzug fällt es nun an die Bundesrepublik Deutschland zurück. Die Kaufpreisvorstellung von 900 000 Euro setzt sich in etwa je zur Hälfte aus dem Grundstücks- und dem Gebäudewert zusammen. Der Erlös fließt in die Staatskasse.

Unklarheiten schrecken Investoren ab

Die Suche nach einem solventen Käufer verlaufe sehr vielversprechend, hatten Frank Gößling und sein Kollege Felix Nolting von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben noch Ende August bei einem exklusiven Rundgang mit dem WESTFALEN-BLATT durch die typische britische 1950er-Jahre-Villa erklärt. Die Nutzfläche der Villa liegt bei etwa 635 Quadratmetern, verteilt auf Keller-, Erd- und Obergeschoss. In der Personalwohnung sind es etwa 80 Quadratmeter. Die Doppelgarage verfügt über vier Stellplätze. Das Grundstück hat eine Gesamtfläche von 4710 Quadratmetern.

Doch während der Verkaufsverhandlungen hätten sich zu viele Unklarheiten ergeben, die Investoren abschreckten. »Zum einen ist weiterhin offen, was genau auf dem Gelände der ehemaligen Siekertalklinik passiert«, sagte Frank Gößling. Im Zusammenhang mit der geplanten Wohnbebauung nannte der Immobilienexperte etwa das Stichwort »betreutes Wohnen«. Dort soll die »Kurpark Seniorenresidenz« mit voraussichtlich 66 Pflegeplätzen einziehen.

Jede Umbaumaßnahme muss abgestimmt werden

Auch im Hinblick auf das White House selbst müsse ein ganzer Fragenkatalog abgearbeitet werden – insbesondere in puncto Denkmalschutz. »Ein Investor muss im Prinzip jede geplante Umbaumaßnahme mit der Unteren Denkmalbehörde der Stadt abstimmen«, erläuterte Frank Gößling. Pauschale Aussagen seien nicht möglich.

Nichtsdestotrotz soll es laut Frank Gößling im Februar oder März 2017 ein drittes Bieterverfahren geben. Erstmals war die besondere Immobilie im Herbst 2015 angeboten worden, dann erneut in diesem Sommer. Der Verkäufer: »Wir werden versuchen, in Zusammenarbeit mit der Stadt und der Denkmalbehörde so viele weitere offene Fragen wie möglich zu beantworten, und die Villa dann erneut – diesmal hoffentlich erfolgreich – annoncieren.«

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