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Mi., 22.11.2017

Nach Bluttat in Bad Oeynhausen wird das Ergebnis der Obduktion bekannt – mit Video Täter sticht 17 Mal mit dem Messer zu

In diesem Wohnhaus an der Bahnhofstraße in Bad Oeynhausen ist die 35-Jährige den 17 Schnitt- und Stichverletzungen erlegen.

In diesem Wohnhaus an der Bahnhofstraße in Bad Oeynhausen ist die 35-Jährige den 17 Schnitt- und Stichverletzungen erlegen.

Von Malte Samtenschnieder

Bad Oeynhausen (WB). Drei Tage nach dem Tötungsdelikt in einem Wohnhaus an der Bahnhofstraße haben Staatsanwaltschaft und Polizei Bielefeld am Dienstag das Ergebnis der Obduktion bekannt gegeben. Demnach sind der dreifachen Mutter (35) insgesamt 17 Schnitt- und Stichverletzungen durch ein Messer zugefügt worden.

»Davon waren zwei Stiche tödlich«, teilte Polizeisprecher Michael Kötter mit. Als Todesursache habe die Gerichtsmedizin Verbluten festgestellt. Das Messer sei am Tatort gefunden und auch sichergestellt worden.

Mordvorwurf gerechtfertigt

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hatte bereits am Samstag einen Haftbefehl gegen den Lebensgefährten des Opfers beantragt. Das Amtsgericht hatte daraufhin am Sonntag Haftbefehl wegen dringenden Mordverdachts gegen den 36-jährigen Hannoveraner erlassen.

Der Mordvorwurf sei gerechtfertigt, weil die Frau nach Auffassung der Staatsanwaltschaft nicht mit dem Angriff gerechnet habe und heimtückisch getötet worden sei, erläuterte Oberstaatsanwalt Udo Vennewald im Gespräch mit dieser Zeitung. Nach WESTFALEN-BLATT-Informationen sitzt der 36-Jährige derzeit in der Justizvollzugsanstalt Brackwede in Untersuchungshaft.

Polizei korrigiert Angaben

In einem Punkt korrigierte die Polizei Bielefeld am Dienstag ihre erste Pressemeldung zum Tötungsdelikt in Bad Oeynhausen, die sie am Samstagabend herausgegeben hatte. »Nach den bisherigen Ermittlungen haben mehrere Bewohner des Mehrfamilienhauses an der Bahnhofstraße die Polizei informiert – darunter soll sich aber nicht das zehnjährige Kind befunden haben«, sagte Polizeisprecher Michael Kötter.

Wie die Stadt Bad Oeynhausen am Dienstag auf Anfrage bestätigte befinden sich die drei Kinder der getöteten Krankenschwester – ein zehnjähriger Junge, ein fünfjähriges Mädchen und ein wenige Monate alter Säugling –  weiterhin in Familien der Bereitschaftspflege des städtischen Jugendamtes.

Spenden für die Kinder

 Nach der Bluttat vom Wochenende ist die Welle der Hilfsbereitschaft groß. »Viele Menschen melden sich bei der Stadt Bad Oeynhausen mit dem Wunsch, für die Kinder zu spenden«, sagte Stadtsprecher Volker Müller-Ulrich. Das Bündnis Familie Bad Oeynhausen nehme diese Spenden unter dem Verwendungszweck »Soforthilfe« auf dem Konto mit der IBAN DE36490512850000338707 entgegen. Die Spenden würden unbürokratisch ausschließlich zum Wohle der Kinder eingesetzt.

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