Villa in Bad Oeynhausen soll bei Auktion in Köln den Besitzer wechseln
»White House« unterm Hammer

Bad Oeynhausen (WB). Nachdem mehrere Bieterverfahren für das sogenannte White House an der Schützenstraße erfolglos geblieben sind, geht die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben jetzt neue Wege: Bei einer Auktion am Freitag, 8. Dezember, in Köln soll sich ein neuer Besitzer für die Villa in Kurparknähe finden – Mindestgebot: 350.000 Euro.

Samstag, 02.12.2017, 06:00 Uhr aktualisiert: 02.12.2017, 08:02 Uhr
Bei einer Immobilienauktion am Freitag, 8. Dezember, soll sich in Köln ein neuer Besitzer für das »White House« an der Schützenstraße finden. Das Mindestgebot für die Villa in Kurparknähe liegt bei 350.000 Euro. Foto: Malte Samtenschnieder/Archiv
Bei einer Immobilienauktion am Freitag, 8. Dezember, soll sich in Köln ein neuer Besitzer für das »White House« an der Schützenstraße finden. Das Mindestgebot für die Villa in Kurparknähe liegt bei 350.000 Euro. Foto: Malte Samtenschnieder/Archiv

»Das ›White House‹ ist etwas Besonderes. Deshalb kommt es bei unserer Winterauktion auch als letzte von insgesamt 39 Positionen unter den Hammer«, sagte Gabor Kaufhold im Gespräch mit dieser Zeitung. Er ist Auktionator und Prokurist bei der Westdeutschen Grundstücksauktionen AG aus Köln, die die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben mit der Versteigerung der Villa in Bad Oeynhausen beauftragt hat.

Nicht nur Architektur, Lage und Grundstücksgröße des »White House« fallen laut Gabor Kaufhold aus dem Rahmen. »Auch die Nutzung als ehemalige Residenz des britischen Brigadegenerals für die Garnison Herford ist sicher ein Verkaufsargument«, sagte der Auktionator. Dadurch entstehe eine emotionale Verbindung. Und das nicht nur bei historisch Interessierten.

Bislang hat es 70 Anfragen gegeben

70 Anfragen bezüglich der Villa in Kurparknähe habe es im Vorfeld der Auktion schon gegeben. »Viele Interessenten haben die Möglichkeit genutzt, sich bei einer Besichtigung ein eigenes Bild von der Immobilie zu machen«, sagte Gabor Kaufhold. Alternativ könnten von potenziellen Investoren ausführliche Objektunterlagen inklusive Fotodokumentation angefordert werden.

Während die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben bei ihren Bieterverfahren eine Kaufpreisvorstellung von 900.000 Euro formuliert hatte , liegt das Mindestgebot bei der Auktion in Köln bei 350.000 Euro.

»Dieser Wert wurde nach einer genauen Prüfung unseres Hauses so festgesetzt und darf nicht unterschritten werden«, betonte der Auktionator. Er gehe davon aus, dass sich wegen der bei jeder Auktion spürbaren Dynamik am Ende ein höherer Verkaufspreis ergebe, der auch dem Marktwert der Immobilie entspreche.

Verschiedene Nutzungen sind denkbar

Für die Nutzung der Immobilie kann sich Gabor Kaufhold Verschiedenes vorstellen. Die Villa eigne sich nicht nur als Wohnhaus, sondern beispielsweise auch als Kanzlei. »Dann müsste aber eine Nutzungsänderung erfolgen«, sagte der Auktionator. Nicht nur deshalb rate er dem künftigen Besitzer des »White House«, frühzeitig gute Beziehungen zur Stadt Bad Oeynhausen zu knüpfen.

Ein weiteres wichtiges Thema sei auch der Denkmalschutz. Das alles werde ernsthafte Interessenten seiner Meinung nach aber nicht abschrecken. »Ich bin mir sicher, dass das ›White House‹ nächste Woche einen neuen Besitzer findet«, sagte Gabor Kaufhold.

Grundsätzlich könne bei der Immobilienauktion am Freitag, 8. Dezember, ab 11 Uhr im Hilton Cologne Hotel jeder mitbieten. »Es handelt sich um eine öffentliche Auktion, bei der man sich nicht registrieren oder anmelden muss«, sagte Gabor Kaufhold.

Grundsätzlich kann jeder mitbieten

Wer den Zuschlag erhalten habe, dem Auktionshaus aber nicht bekannt sei, müsse eine zehnprozentige Anzahlung leisten und die Courtage an das Aktionshaus hinterlegen. Diese Regelung könne aber durch die vorherige Abgabe eines Mindestgebotes umgangen werden.

»Ich gehe davon aus, dass die Versteigerung des ›White House‹ innerhalb von 15 bis 30 Minuten abgewickelt wird«, erläuterte Gabor Kaufhold. Ob er selbst den Hammer schwingen werde, sei noch offen. »Ich werde das Geschehen aber auf jeden Fall aus dem Zuschauerraum verfolgen«, sagt der erfahrene Auktionator.

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