Mi., 13.12.2017

Neubau: Zahl der Einzelzimmer im Seniorenzentrum Bethel soll auf 100 steigen Quote wird mehr als erfüllt

Den ersten Spatenstich für den Neubau am Seniorenzentrum Bethel haben (von links) Architekt Stefan Eberhardt, Projektbetreuer Werner Helbig, Hauptgeschäftsführer Joachim Knollmann und die Geschäftsführerin Pflege, Cornelia Möller, vorgenommen.

Den ersten Spatenstich für den Neubau am Seniorenzentrum Bethel haben (von links) Architekt Stefan Eberhardt, Projektbetreuer Werner Helbig, Hauptgeschäftsführer Joachim Knollmann und die Geschäftsführerin Pflege, Cornelia Möller, vorgenommen. Foto: Rajkumar Mukherjee

Von Rajkumar Mukherjee

Bad Oeynhausen  (WB). Die Vorarbeiten für den Neubau des Seniorenzentrums Bethel haben am Dienstag mit dem ersten Spatenstich begonnen. Schon in einem Jahr soll hier ein Teil der Bewohner in 35 modernen Einzelzimmern untergebracht werden. Nach Abschluss aller Arbeiten wird die vom Gesetzgeber geforderte Einzelzimmerquote mit 92 Prozent deutlich überschritten.

»Wir haben vergangene Woche die Abstimmungsbescheinigung des Kreises Minden-Lübbecke erhalten«, sagte Joachim Knollmann, Hauptgeschäftsführer des Seniorenzentrums Bethel. Wie mehrfach berichtet, lässt das Diakoniewerk Bethel mit Sitz in Berlin den Anbau in Bad Oeynhausen erstellen. Die Kosten aller Baumaßnahmen, inklusive einer Sanierung, betragen 11,1 Millionen Euro.

Erweiterung und Bestandssanierung vorgesehen

Neben der Erweiterung durch den Anbau auf fünf Etagen in Richtung Norden als Teil des ersten Bauabschnittes ist auch eine Bestandssanierung in einem Gebäudeteil mit der stationären Pflege vorgesehen.

Der Grund für die bauliche Anpassung sind Anforderungen aus dem Wohn- und Teilhabegesetz des Landes NRW. Es sieht vor, dass für Pflegeeinrichtungen zwei wesentliche Punkte erfüllt werden: eine Einzelzimmer-Quote von mindestens 80 Prozent sowie der unmittelbare Zugang vom Zimmer zu einer Nasszelle.

Einzelzimmer-Quote von 92 Prozent geplant

Nach Fertigstellung der gesamten Bau­maßnahme werde die Einzelzimmer-Quote im Seniorenzentrum Bethel sogar bei 92 Prozent liegen. »Wir übererfüllen sozusagen diese Quote«, sagte Joachim Knollmann. Insgesamt liege die Zahl der Einzelzimmer dann bei 100, mit einer Größe von jeweils 25 bis 31 Quadratmetern. Allein im Neubau entstehen 35 neue Einzelzimmer.

Zu den Vorbereitungsarbeiten zum Anbau auf einem 400 bis 450 Quadratmeter großen Baufeld gehören beispielsweise die Rodung mehrerer Bäume und später die Ausschachtung. »Im März soll der Rohbau beginnen. Dabei ist natürlich entscheidend, wie stark der Winter wird«, sagte Werner Helbig, Projektbetreuer des Diakoniewerks Bethel. Der Rohbau soll Ende Juli fertig sein. Für Ende 2018 rechnet Joachim Knollmann mit der Fertigstellung des Anbaus.

Maßnahme in zwei Bauabschnitten

Werner Helbig ist für die Planung und Umsetzung des gesamten Bauprojektes zuständig. »Er hat mit seiner Vorbereitung dafür Sorge getragen, dass unsere Bewohner so wenig Störungen wie möglich erfahren«, sagte Joachim Knollmann. So ist folgendes Vorgehen geplant: Sobald der Anbau fertig ist, werden dorthin die Bewohner aus dem zu sanierenden Gebäude der stationären Pflege umziehen. Im zweiten Bauabschnitt wird das Bestandsgebäude dann umfangreich saniert.

Die Zahl von derzeit insgesamt 182 Betten im Seniorenzentrum Bethel werde sich nur leicht verändern. »Nach der Fertigstellung sind 187 Betten vorgesehen. Das hat auch mit gesetzlichen Möglichkeiten zu tun«, sagte Joachim Knollmann. So erlaube der Gesetzgeber allgemein eine Refinanzierung bei Neubauten mit lediglich bis zu 80 Betten.

Unterbringungskosten werden nach Fertigstellung neu berechnet

Neben den 35 neuen Einzelzimmer-Betten wird es nach der Fertigstellung weitere 96 Betten im Bestandsbau geben, davon 68 Betten in Einzelzimmern und 14 weitere in Zweibettzimmern, sowie 56 Betten in Apartments und als Pflegebetten. Die Kosten für die Unterbringung würden nach Fertigstellung der Baumaßnahmen »neu berechnet«, sagte Joachim Knollmann. Dabei müsse die gesamte Investition berücksichtigt werden.

An der Baumaßnahme ist die Firma Kögel-Bau aus Bad Oeynhausen beteiligt. Bei den noch ausstehenden Ausschreibungen sollen auch weitere heimische Baufirmen beauftragt werden, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen, sagte Werner Helbig.

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