Do., 22.03.2018

Ausschuss beschließt Aufwertung der Fußgängerzone von Bad Oeynhausen Schweinebrunnen wird nicht verlegt

Anders als zunächst geplant, muss der Schweinebrunnen im Rahmen der Aufwertung von Teilen der Fußgängerzone wohl nicht verlegt werden. Es könne aber sein, dass die Figuren etwas gedreht werden, hieß es im Stadtentwicklungsausschuss.

Anders als zunächst geplant, muss der Schweinebrunnen im Rahmen der Aufwertung von Teilen der Fußgängerzone wohl nicht verlegt werden. Es könne aber sein, dass die Figuren etwas gedreht werden, hieß es im Stadtentwicklungsausschuss. Foto: Malte Samtenschnieder

Von Malte Samtenschnieder

Bad Oeynhausen (WB). Die Bauarbeiten zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität von Teilen der Fußgängerzone können voraussichtlich Ende Mai in der Viktoriastraße beginnen. Grünes Licht für den ersten von zwei Bauabschnitten hat am Dienstag der Ausschuss für Stadtentwicklung gegeben.

Bevor Gabriele Schmidt, Leiterin des Bereichs Stadt- und Verkehrsplanung, einen Überblick über die wichtigsten Maßnahmen im ersten Bauabschnitt (Viktoriastraße) gab, hatte sie für die Ausschussmitglieder eine wichtige Mitteilung zum zweiten Bauabschnitt (südliche Klosterstraße, westliche Portastraße und Teile der Paul-Baehr-Straße). »Nach dem Protest gegen die geplante Verlegung des Schweinebrunnens bleibt das Wahrzeichen, wo es ist«, sagte Gabriele Schmidt. Ein neuer Standort sei vom Tisch. Es sei aber möglich, dass die Brunnenfiguren gegenüber der jetzigen Anordnung gedreht würden.

 Voraussichtlich Ende Mai sollen die Bauarbeiten aber zunächst in der Viktoriastraße beginnen. »Der Bereich unter dem Brunnen ›Die Badende‹ soll gegenüber der ursprünglichen Planung nicht mit hellem Pflaster, sondern mit rotem Naturstein ausgelegt werden«, sagte Schmidt. Statt mit Pollern solle der Brunnen mit Sitzsteinen vor Anwohner- oder Lieferverkehr geschützt werden. Und statt einer Rundbank solle an der Einmündung Viktoriastraße/Paul-Baehr-Straße ein Spielgerät in Form eines Bootes installiert werden.

»An der ›Hell-Dunkel-Zonierung‹ des Pflasters halten wir fest«, sagte Gabriele Schmidt. Auf Basis einer Musterfläche vor der Deutschen Bank solle in puncto Farbe und Griffigkeit in Kürze eine Ausschreibung für das neue Innenstadtpflaster erfolgen. »Wir raten von dunkleren Farbtönen ab«, sagte die Bereichsleiterin. Ein Befeuchten der Betonplatten, wie es bei Regen oder auch Schnee passiere, habe bereits einen deutlich dunkleren Farbton zur Folge.

Neue Möblierung wie auf dem Vorplatz des Nordbahnhofs

»Bei der Möblierung werden wir uns an den Bänken auf dem Bahnhofsvorplatz orientieren«, sagte Gabriele Schmidt. Geplant seien Bänke mit voller, halber und ohne Lehne. Auch Mülleimer und Fahrradständer würden gemäß Vorbild auf dem Bahnhofsvorplatz gewählt. Bei der Beleuchtung sei dies nicht möglich. Gabriele Schmidt: »Wir haben jedoch eine sehr ähnliche Gestaltung vor.«

»Wir hoffen, dass das neue Pflaster nun auch die erhoffte Aufwertung der Innenstadt mit sich bringt«, sagte Dirk Büssing (CDU). Seine Fraktion empfinde es aber als unbefriedigend, dass im Rahmen der Gesamtmaßnahme Teile der Paul-Baehr-Straße und die nördliche Klosterstraße ausgespart würden. Dirk Büssing: »Wir fordern die Verwaltung deshalb auf, vor der Beschlussfassung über den zweiten Bauabschnitt eine Kostenschätzung für die fehlenden Bereiche vorzulegen.« Ein Antrag, der letztlich einstimmig so beschlossen wurde.

Vor übersteigerten Hoffnungen in das neue Innenstadt-Pflaster warnte Olaf Winkelmann (SPD): »Die gute Stube der Stadt bekommt einen neuen Fußboden.« Dadurch könne aber nicht automatisch eine Belebung der Fußgängerzone erreicht werden. »Dafür kommen auch Faktoren ins Spiel, die nicht im Einflussbereich der Stadt liegen«, betonte Olaf Winkelmann. Mit dieser Bemerkung wandte er sich insbesondere an die Einzelhändler in der City.

Entscheidung fällt mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung

»Je länger wir diskutieren, desto mehr wird platt gemacht«, sagte Ausschussvorsitzender Kurt Nagel (CDU) im Hinblick auf die monatelange Diskussion über die Pläne für die Aufwertung der Fußgängerzone. Bei einer Gegenstimme von Andreas Korff (Linke) und einer Enthaltung von Rainer Müller-Held (BBO) stimmten am Ende alle Ausschussmitglieder dafür.

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