Di., 03.04.2018

Osterfeuer in Bad Oeynhausen bieten dennoch für Familien ein vielfältiges Programm Diesmal ist alles eine Nummer kleiner

Von Jenny Karpe und Finn Heitland

Bad Oeynhausen  (WB). Insgesamt 16 Osterfeuer hat es an den vergangenen Tagen im Stadtgebiet gegeben. Das WESTFALEN-BLATT hat diesmal auf der Lohe sowie in Werste, Rehme und Volmerdingsen vorbeigeschaut.

Lohe

Kinder haben sich am Samstag vor allem beim Osterfeuer der Löschgruppe Lohe auf Dembergs Hof ausgetobt. Dort gab es jede Menge auszuprobieren und zu bestaunen. Die Feuerwehrmänner Christian Sturm und Rolf Südmersen führten den Gästen die Gefahren von Fett- und Mehlstaubexplosionen vor Augen. Kinder konnten auch selbst einen Feuerlöscher in die Hand nehmen und den »Feuertrainer« ausprobieren. »Statt Schaum befüllen wir die Flaschen mit Wasser – das ist trotzdem aufregend für die Kinder«, sagte die stellvertretende Jugendwartin Jennifer Schwalbe.

Schließlich kam auch noch der Osterhase vorbei und verteilte Geschenke. Eine Eiersuche auf dem Hofgelände sorgte ebenfalls für Begeisterung, bevor das eigentliche Osterfeuer nach einem Fackelzug entzündet wurde. Später am Abend gab es mit Glühwein und Musik von DJ Bernd Rose Programm für die Erwachsenen.

Werste

Stockbrot, Blasorchester, Hüpfburg – rund um das Osterfeuer der Löschgruppe Werste gab es am Samstag ein volles Programm. Bevor das große Feuer entzündet wurde, scharten sich Besucher um ein kleineres Lagerfeuer. Elias (3) und Klemens (4) machten dort selbst Stockbrot.

»Dieses Jahr gibt es in Bad Oeynhausen weniger Osterfeuer, das Angebot ist geschrumpft«, sagte Elias’ Mutter Jasmin Simonovic. »Eigentlich kommen wir aus Oberbecksen, aber ich bin dankbar, dass wir mit dem Feuer in Werste eine schöne Alternative gefunden haben.«

Dort gab es nicht nur Klassiker wie Bratwurst und Bier zur Stärkung. »Auch eine Glühweinbude ist dabei, weil es in diesem Jahr leider recht kalt ist«, sagte Löschgruppenführer Jochen Gaertig.

Das Osterfeuer wurde im Verlauf des Abends von der Jugendfeuerwehr entzündet. Durch die Nässe der Vortage war das Holz nicht perfekt getrocknet. So entstand nicht nur eine Wolke aus Rauch, sondern gleichzeitig eine aus Wasserdampf. Der daraus entstehende Qualm war dichter als gewöhnlicher Rauch und auch aus der Ferne deutlich zu erkennen.

Die Werster Löschgruppe hatte den ganzen Abend über ein Auge auf die Flammen und Glutnester, bevor das Feuer in den frühen Morgenstunden gelöscht wurde.

Rehme

Etwas kleiner und feiner ging es auch: Auf dem Platz vor der Rehmer Kirche war kein großes Feuer erlaubt, was den Besuchern am Sonntagabend aber wenig ausmachte. »Ich brauche keine großen Aktionen oder Bands. Mir reicht es, mich bei einem Bier mit meinen Freunden zu unterhalten und dem Feuer zuzuschauen«, sagte Lars Wernmeier. Er besucht das Feuer seit vier Jahren immer wieder gern.

Der Vereinsring Rehme hatte im Vorfeld der 1250-Jahr-Feier des Stadtteils im Jahr 2003 erstmals ein Osterfeuer entrichtet und seitdem die Tradition beibehalten. Jedes Jahr tun sich Vereinsring und Kirchengemeinde zusammen, sodass sich unter anderem der Schützenverein, die Löschgruppe, der CVJM und Rot-Weiß-Rehme beim Verkauf von Getränken und Gegrilltem beteiligen oder ein Auge auf das Feuer werfen.

»Wir haben gegen Mittag mit dem Aufbau begonnen und das Holz gestapelt«, sagte Vereinsringvorsitzender Frank Helming. »Da wir nur ein kleines Feuer machen, können wir es gut kontrollieren und durch häufiges Umschichten verhindern, dass Tiere versehentlich im Feuer landen.«

Volmerdingsen

Dem Osterfeuer ganz nah waren die Gäste des Osterfeuers auf der Wiese von Andreas Block in Volmerdingsen. Dieser stellte wie in den Vorjahren seine Wiese am Spielenbusch zur Verfügung, um dort das Osterfeuer des CVJM Volmerdingsen stattfinden zu lassen.

Seit mehr als 20 Jahren organisiert der CVJM bereits Osterfeuer in Volmerdingsen. »Durch die Wetterverhältnisse der vergangenen Wochen und den frühen Zeitpunkt von Ostern hat die Gartensaison noch nicht begonnen. Deshalb fiel die Größe des Osterfeuers etwas kleiner aus als in den vergangenen Jahren«, sagte Marco Möllers, erster Vorsitzende des CVJM Volmerdingsen.

Die anwesenden Kinder tollten um das Feuer herum und erkundeten die umliegenden Waldstücke samt eines Bachlaufs. Außerdem stand für die Kinder ein eigenes kleines Osterfeuer für das Backen von Stockbrot bereit. Kleine gefundene Holzstücke wurden von den jungen Gästen kurzerhand mit in das Feuer geworfen.

»Die Veranstaltung ist ein geselliges Beisammensein. Die Besucher sind bunt durch die Dorfgemeinschaft gemischt. Das freut uns sehr«, sagte Marco Möllers. Speisen und Getränke wurden für die Gäste bereitgestellt. Zudem standen passend zu Ostern gefärbte Eier zum Essen bereit. Aufgrund der kalten Temperaturen wurden warme Getränke wie Glühwein organisiert.

»Nachdem ich heute im Garten Geschenke des Osterhasens gesucht habe, bin ich hierher gekommen, um mir das Feuer anzusehen. Es ist schön warm bei der Kälte«, sagte Maik Schlichter (4), der das Feuer mit seinen Eltern besuchte.

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