Di., 23.10.2018

Ab 6. Dezember rollt der Fernverkehr um Bad Oeynhausen herum Nordumgehung A  30: Freigabe nach 60 Jahren

So gut wie fertig ist der Lückenschuss in Bad Oeynhausen zwischen A 30 und A 2, hier eine neue Abfahrt.

So gut wie fertig ist der Lückenschuss in Bad Oeynhausen zwischen A 30 und A 2, hier eine neue Abfahrt. Foto: Frank Dominik Lemke

Von Claus Brand

Bad Oeynhausen (WB). Zwischen der A 2 und der A  30 liegt Bad Oeynhausen. Seit Jahrzehnten quälen sich Auto- und Lkw-Schlangen durch die Kurstadt, um von einer auf die andere Autobahn zu gelangen. Damit ist am 6. Dezember Schluss.

Am Nikolaustag werde die Autobahnlücke endlich geschlossen, sagte Bernhard Meier, stellvertretender Sprecher des NRW-Verkehrsministeriums, am Montag dem WESTFALEN-BLATT. Etwa 60 Jahre nach dem Beginn der Planungen werde dann der Verkehr auf dem neuen, etwa neuneinhalb Kilometer langen Autobahnabschnitt rollen. Bisher fließt der Verkehr vierspurig mitten durch die Stadt, lange Staus an den zahlreichen Ampeln sind die Regel.

Zunächst soll nach Angaben von Straßen NRW die Freigabe des Lückenschlusses von der A  2 in Richtung A  30 erfolgen. Die Freigabe für die entgegengesetzte Fahrtrichtung werde dann einige Tage später kommen.

Die Karte zeigt den Verlauf der Nordumgehung durch das Stadtgebiet von Bad Oeynhausen. Der gut neuneinhalb Kilometer lange neue Autobahnabschnitt erstreckt sich zwischen dem Löhner Autobahnkreuz im Westen und dem Dehmer Tunnel am Ost­ende des Bauprojektes. Im März 2014 erfolgte die Teilfreigabe des Abschnittes (orange markiert) zwischen den Auffahrten Bad Oeynhausen-Nord (Anschlussstelle 32) und Dehme (Anschlussstelle 33). Foto: Straßen NRW

Fest steht: NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) wird bei der Freigabe in Bad Oeynhausen dabei sein. Der Bundesverkehrsminister wird sich laut Düsseldorfer Ministerium vor­aussichtlich von Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) vertreten lassen.

Rechtsstreit verzögert Freigabe erheblich

Mit dem Termin am Nikolaustag erfolgt die Freigabe gut zehn Jahre nach dem ersten Spatenstich am 22. Oktober 2008. Damals war als Termin für die Fertigstellung 2014 genannt worden. Unter anderem ein Rechtsstreit zu einer Vergabe für ein Teilprojekt des Autobahnbaus hat die Freigabe erheblich verzögert.

2014 wurde noch eine Investitionssumme von 169 Millionen Euro für den Lückenschluss von offizieller Seite genannt. Jüngst hat Straßen NRW die Kosten für dieses Projekt – neben dem Weiterbau der A 33 im Kreis Gütersloh eines der größten Autobahn-Projekte des Landes – auf gut 221 Millionen Euro geschätzt. Die Kostensteigerung wird mit deutlichen Preissteigerungen im Baugewerbe begründet.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6139541?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516044%2F