Mi., 07.11.2018

Festveranstaltung am Nikolaustag – Verkehr rollt vom 9. Dezember an Nordumgehung: Bei Freigabe führt Polizei Autokolonne an

Bei guter Witterung erfolgt die symbolische Freigabe der Nordumgehung am Donnerstag, 6. Dezember, 11 Uhr, vor dem Hahnenkamptunnel. Bei schlechter Witterung soll im Tunnel gefeiert werden. Gespräche für eine musikalische Umrahmung laufen.  

Bei guter Witterung erfolgt die symbolische Freigabe der Nordumgehung am Donnerstag, 6. Dezember, 11 Uhr, vor dem Hahnenkamptunnel. Bei schlechter Witterung soll im Tunnel gefeiert werden. Gespräche für eine musikalische Umrahmung laufen.   Foto: Frank Dominik Lemke

Von Claus Brand

Bad Oeynhausen (WB). Schritt für Schritt: So wie die Bauarbeiten für die Nordumgehung läuft auch die Freigabe des Lückenschlusses. Nach der Festveranstaltung am Donnerstag, 6. Dezember, (diese Zeitung berichtete exklusiv) soll der Verkehr von Sonntag, 9. Dezember, an rollen. Schritt für Schritt.

»Einen genaue Uhrzeit für die Freigabe am Sonntag werden wir nicht bekannt geben«, sagt Sven Johanning, Sprecher der Regionalniederlassung Bielefeld von Straßen NRW. Der Landesbetrieb befürchtet, damit sonst ein Verkehrschaos oder zumindest einen größeren Stau auszulösen. Johanning: »Dann würden sich zu dieser Uhrzeit viele Autos sammeln. Jeder möchte als erster über die Nordumgehung fahren.« Hauptgrund für die Wahl des Sonntags sei der fehlende Lkw-Verkehr. Auf dem Zubringer auf die Freigabe zu warten, sei nicht erlaubt. Die Polizei werde dies auch kontrollieren.

Praktisch soll der Ablauf so aussehen: Rollen wird der Verkehr am 9. Dezember zunächst von der A 2 – vom Autobahnkreuz Bad Oeynhausen aus – in Richtung A 30. »Ein Fahrzeug der Polizei wird vorausfahren. Es darf nicht überholt werden.« Die Kolonne werde bis zum Löhner Kreuz geführt. Zeitgleich werde man darauf achten, dass der Verkehr auf der alten Verbindung durch die Innenstadt – über Kanalstraße und Mindener Straße – abgeflossen sei. Der Sprecher: »Dann machen wir dort dicht und die Kolonne mit dem Polizeifahrzeug kann ohne Gefahr die Nordumgehung inklusive der Zuführung auf die bestehende A 30 befahren.« Vom 9. Dezember an soll es auch möglich sein, in Eidinghausen über die dortige Auffahrt die Nordumgehung in Richtung A 2 zu befahren.

Diese Umrüstarbeiten erfolgen

Es folgen mehrtägige Umrüstarbeiten zur Verkehrsführung im Löhner Kreuz, bevor die entgegensetzte Fahrtrichtung, von der A 30 in Richtung A 2, ebenfalls freigeben werden kann. Straßen NRW kalkuliert dafür mit einem Zeitraum von bis zu einer Woche. Johanning: »Der Verkehr in beide Richtungen wird bis zum Frühjahr auf den beiden nördlichen Fahrspuren der Nordumgehung fließen.« Die Verkehrsführung werde damit so angelegt, wie es aktuell noch südlich des Löhner Kreuzes auf der alten A 30 der Fall sei, mit beiden Fahrtrichtungen auf zwei Spuren. Nach der Freigabe für beide Richtungen auf der Nordumgehung werden dann, zeitlich beschränkt, alle Nebenverbindungen im Löhner Kreuz gekappt. Johanning: »Ihre bauliche Einbindung ins Löhner Kreuz kann erst erfolgen, wenn auf der alten A 30 kein Verkehr mehr fließt.«

Mit der Sperrung der alten Verbindung – sie erfolgt unmittelbar westlich der Anschlussstelle Gohfeld/Werste – sei der Durchgangsverkehr bis zum Frühjahr aus der Innenstadt heraus. Pendler aus Richtung Osnabrück in die Innenstadt und aus Bad Oeynhausen heraus müssten sich in dieser Zeit andere Verbindungen suchen, da die gewohnte direkte und alte Verbindung zum Stadtzentrum nicht gegeben sei. Im Zuge der Sperrung werde man aus Richtung Innenstadt kommend an der Anschlussstelle Gohfeld/Werste zur Brückenstraße hin abfahren können, aus Richtung Osnabrück kommend könne man nur eine Ausfahrt zuvor für eine Verbindung ins Stadtzentrum abfahren.

Welche Regelungen gelten werden, um den Durchgangsverkehr später aus der Innenstadt herauszuhalten, wird Gegenstand eines Anhörungsverfahrens sein, dass die Stadt als zuständige Straßenverkehrsbehörde noch einleiten muss. Über den Status der alten innerstädtischen Verbindung entscheidet in einem letzten Schritt das NRW-Verkehrsministerium.

Alle Bürger willkommen

Der Festakt zur Freigabe am Nikolaustag soll um 11 Uhr beginnen. »Alle Bürger sind willkommen«, sagt Johanning. Geparkt werden könne auf der Nordumgehung. Um entsprechende Regelungen werde sich Straßen NRW kümmern. Für alle Besucher soll es ein einfaches gastronomisches Angebot geben: Bratwürstchen und Getränkestände sind vorgesehen.

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