Sa., 10.11.2018

25 Jahre Klinik am Rosengarten in Bad Oeynhausen: Zum Jubiläum lobt Karl-Josef Laumann die Reha-Einrichtung Minister feiert die Mitarbeiter

Zum Festakt haben eingeladen: (von links) Verwaltungsleiterin Kim Linnemann, Geschäftsführer Uwe Hamann, Karl-Josef Laumann, NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Sven-Axel Köster, Leitender Ministerialrat und Vorsitzender des Aufsichtsrates, Dr. Tessa Schiffer, Chefärztin Orthopädie, Dr. Dr. med Erwin Wehking, Chefarzt Neurologie, Pflegedienstleitung Christel Sander und Thomas Keck, Erster Direktor Deutsche Rentenversicherung Westfalen.

Zum Festakt haben eingeladen: (von links) Verwaltungsleiterin Kim Linnemann, Geschäftsführer Uwe Hamann, Karl-Josef Laumann, NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Sven-Axel Köster, Leitender Ministerialrat und Vorsitzender des Aufsichtsrates, Dr. Tessa Schiffer, Chefärztin Orthopädie, Dr. Dr. med Erwin Wehking, Chefarzt Neurologie, Pflegedienstleitung Christel Sander und Thomas Keck, Erster Direktor Deutsche Rentenversicherung Westfalen. Foto: Rajkumar Mukherjee

Von Rajkumar Mukherjee

Bad Oeynhausen (WB). Nein, die kleine NRW-Fahne ließ sich Karl-Josef Laumann nicht vom Pult nehmen. Mit dieser Geste hob der NRW-Gesundheitsminister die Verbundenheit des Landes zur Klinik am Rosengarten während des Festaktes im GOP-Kaiserpalais hervor. Am Freitagvormittag feierte die Geschäftsführung mit 200 geladenen Gästen das 25-jährige Jubiläum der Reha-Einrichtung am Westkorso.

Schmunzeln bei den Gästen im Varieté-Saal löste das Festhalten Karl-Josef Laumanns an dem Fähnchen aus. Mehrfach betonte er zudem während seiner Rede: »Die Klinik arbeitet erfolgreich. Und sie muss im Bestand des Landes bleiben.« Ausweis des qualitativ hochwertigen Angebots sei die Belegung mit weit mehr als 90 Prozent. »Zudem gibt es keinen großen Investitionsstau, Gebäude und Technik sind gut in Schuss«, sagte der Minister anerkennend.

Wie berichtet, wurde die Klinik 1993 eröffnet und ist eine 100-prozentige Tochter des Landes. Die neurologische und orthopädische Rehabilitation sind die Schwerpunkte der Einrichtung mit etwa 230 Mitarbeitern und 200 stationären Betten. Etwa 60.000 stationäre Patienten gab es in den vergangenen 25 Jahren.

Zu den Gästen gehörten unter anderem Bürgermeister Achim Wilmsmeier und Reinhard Wandtke, stellvertretender Landrat des Kreises Minden-Lübbecke, sowie zahlreiche Vertreter etwa des Rates und anderer medizinischer Einrichtungen in der Stadt.

Minister hebt Bedeutung der Arbeit der Pfleger hervor

Nach der Begrüßung durch Uwe Hamann, Geschäftsführer der Klinik am Rosengarten, war Thomas Keck, Erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung Westfalen, ein weiterer Redner. Eine humorvolle »Ode an die Landesmutter« als Trägerin der Einrichtung hielt Dr. Dr. med Erwin Wehking, Chefarzt der Neurologie. Er trug dabei einen Doktor-Hut und den Magister-Talar seines ältesten Sohnes, der an der École des hautes études commerciales de Paris, studiert hatte. Moderator war der Kabarettist Harald Meves. Und Motivationssprecher André M. Fechner zeigte als »Vorwärtsdenker« auf, warum Gesundheit wichtig ist. Am Abend sollte dann das große Fest für die Mitarbeiter der Klinik im GOP-Kaiserpalais folgen.

Dass besonders die Mitarbeiter gefeiert wurden, war aus Sicht von Karl-Josef Laumann folgerichtig. »Schließlich sind sie es, die mit ihrer Arbeit auf hohem Niveau zum Erfolg der Klinik beitragen«, sagte er. Dafür gab es den ersten Applaus während der engagierten Rede Laumanns.

Und es brachte ihn zum Bekenntnis des Landes für den Verbleib der Klinik in öffentlicher Trägerschaft: Weil es Reha-Einrichtungen sowie Kliniken allgemein seien, die zur Ausbildung von Ärzten, aber auch Pflegern, beitragen. Es sei zudem schwer zu vermitteln, warum Medizinstudenten eine überwiegend vom Staat bezahlte Ausbildung erhalten, während Schüler an privaten Krankenpflegeschulen viel Geld zahlen müssten. »Deshalb haben wir eine Vorbildfunktion, in öffentlicher Hand für Ausbildung zu sorgen«, sagte Karl-Josef Laumann. Zugleich gehe in der Region OWL der Blick weiter auf die zukünftige Medizinfakultät in Bielefeld: Spätestens 2021/22 solle der Start sein. Damit solle die Zahl der ausgebildeten Ärzte von 2000 auf 2400 pro Jahr erhöht werden.

Demografischer Wandel macht Reha-Einrichtungen wichtig

Zudem spreche für den Standort der Klinik am Rosengarten, dass in Zukunft – unter dem Stichwort demografischer Wandel – immer mehr Ältere bei ihrer Rehabilitation begleitet werden müssen. Zur Verdeutlichung: 450.000 zusätzliche Rentner werde es in den nächsten fünf Jahren alleine in NRW geben. Der andere Schwerpunkt sind Berufstätige, die nach Erkrankungen bestmöglich in das Erwerbsleben zurückgeführt werden sollen. »Wichtig ist die Prävention, bei folgender Frage: Wie komme ich gesund bis zur Rente?«, sagte Thomas Keck.

Als »Mitarbeiter der ersten Stunde« nahm sich auch Erwin Wehking in einer Zeile seines »Lobliedes an das Land« in Reimform des Themas Personal an, allerdings humorvoll: »So brauchen wir die besten Kräfte, für unsere therapeutischen Geschäfte«, sprach er betont pathetisch. Beim Abschluss hielt er dann als symbolisches Prosit einen Bierkrug in die Höhe – allerdings mit nicht näher beschriebenem Getränk.

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