Fr., 11.01.2019

Wilsberg-Schauspieler berichten vom Tourleben vor der Premiere in Bad Oeynhausen Hinter den Kulissen von »Kunst«

Auch bei den Schauspielprofis Luc Feit, Heinrich Schafmeister und Leonard Lansink (von links) kommt vor der Wiederaufnahmepremiere des Theaterstückes »Kunst« im Theater im Park ein kleines bisschen Nervosität auf.

Auch bei den Schauspielprofis Luc Feit, Heinrich Schafmeister und Leonard Lansink (von links) kommt vor der Wiederaufnahmepremiere des Theaterstückes »Kunst« im Theater im Park ein kleines bisschen Nervosität auf. Foto: Freya Schlottmann

Von Freya Schlottmann

Bad Oeynhausen  (WB). Eigentlich kennen Leonard Lansink, Heinrich Schafmeister und Luc Feit ihre Rollen im Theaterstück »Kunst« in und auswendig. Die drei touren damit nämlich nicht zum ersten Mal durch den deutschsprachigen Raum. »Ein gewisses Lampenfieber ist aber irgendwie immer da«, erzählen die drei im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT vor der Wiederaufnahmepremiere am Donnerstag im Theater im Park.

Und auch der Text weise an der einen oder anderen Stelle schon mal Lücken auf, berichten die Schauspieler. »So wie man ein vor Jahren gelerntes Gedicht vergisst, vergisst man auch den Text des Stücks nach einem Jahr Pause«, sagt Leonard Lansink, besser bekannt als Privatdetektiv Georg Wilsberg aus der gleichnamigen erfolgreichen ZDF-Krimireihe. »Er ist erst komplett weg, geht dann aber auch schnell wieder ins Gedächtnis, wenn man das ganze Drumherum wieder sieht und probt«, ergänzt sein Wilsberg-Kollege Heinrich Schafmeister.

Zum ersten Mal in Bad Oeynhausen

Seit Dienstag sind die drei bereits in Bad Oeynhausen gewesen, um sich auf die anstehende Tour und auf die Premiere vorzubereiten. Zumindest für Lansink und Schafmeister ist das der erste Besuch in der Kurstadt gewesen. »Ich bin tatsächlich zum ersten Mal hier. Bisher ist man immer auf der Autobahn vorbeigefahren«, sagt Leonard Lansink.

»Jetzt kenne ich immerhin schon den Bahnhof, das gegenüberliegende Hotel und das Hexenhäuschen, in dem ich Burger essen war«, berichtet er. Und auch Schafmeister meint: »Ich kann mich nicht erinnern, vorher schon mal hier gewesen zu sein. Aber man wird im Alter ja auch schon mal vergesslich.«

Den Kurpark haben sich alle drei zumindest auf dem Weg zum Theater kennengelernt. Das Fazit: »Im Winter ist das leider nicht so eindrucksvoll, so wie überall anders in Deutschland vermutlich auch«, meint Lansink.

Gute Stimmung im tristen Winter

Umso wichtiger sei es deshalb, dass man sich in den tristen Wintermonaten anderweitig gute Stimmung verschafft. Deshalb treten Feit, Lansink und Schafmeister in dem humorvollen Theaterstück von Yasmina Reza gezielt im Januar und Februar auf. »Wenn das Wetter schon schlecht, grau und kalt ist, will niemand etwas Trauriges sehen. Da wird man ja irre«, meint Lansink.

»Das ist auch für uns und unsere Stimmung auf Tour besser«, ergänzt Heinrich Schafmeister. »Es ist aber keine Klamauk-Komödie. Niemand fällt dabei in die Torte oder so. Es ist eher auf geistiger Ebene lustig und hat viel Witz und Humor«, schildert Leonard Lansink weiter.

Drei Freunde, die sich über ein äußerst ungewöhnliches Gemälde in die Haare bekommen, ist – grob gesagt – der Kerninhalt von »Kunst«. Eine Komödie, die trotz diverser Konflikte dennoch den tiefen Sinn von Freundschaft thematisiert.

Enge Vertraute auch auf der Bühne

Durch die Teamarbeit bei Wilsberg sind Schafmeister und Lansink vor der Kamera bereits enge Vertraute. Wie es deshalb ist, auch abseits von Wilsberg gemeinsam auf der Bühne zu stehen? »Absolut prima. Wir genießen das sehr. Und der Text ist auch besser als bei Wilsberg«, witzelt Leonard Lansink.

Den Vorteil seiner Rolle in »Kunst« im Vergleich zu Wilsberg sieht Lansink vor allem darin, »dass ich ein Arschloch bin, das trotzdem nett ist. Und ich spiele einen Kerl, der schlauer ist als ich selbst, und das ist immer ganz dankbar, weil die Leute mich dann für schlau halten«, ergänzt er mit einem Augenzwinkern. Sich selbst in einer Rolle zu verkörpern, hält Heinrich Schafmeister auch für schwierig. »Man muss die Figur ja gestalten und so wie im Privatleben ist man eigentlich nie.«

Weitere Tournee bereits geplant

Einen neuen Charakter zu spielen ist für die Profis deshalb auch keine Schwierigkeit. Dementsprechend locker und humorvoll schildert Lansink auch den Generalprobentag: »Wir waren um 10 Uhr nach drei Kaffee hier. Dann haben wir mal schnell zwei Stunden geprobt, dann waren wir wieder Kaffee trinken und proben dann einfach noch mal zwei Stunden. Und dann trinken wir ein Bier.«

Im kommenden Jahr wollen Lansink, Schafmeister und Feit noch einmal mit »Kunst« auf Tour gehen. »Ein weiteres Jahr haben wir dem Veranstalter noch versprochen«, sagt Lansink.

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