Mo., 14.01.2019

Philharmonische Gesellschaft OWL veranstaltet 26. Neujahrsmatinee in Bad Oeynhausen Von Wiener Schmäh bis James Bond

Auf Einladung der Philharmonischen Gesellschaft OWL hat die Nordwestdeutsche Philharmonie am Sonntag ein schwungvolles Neujahrskonzert gestaltet.

Auf Einladung der Philharmonischen Gesellschaft OWL hat die Nordwestdeutsche Philharmonie am Sonntag ein schwungvolles Neujahrskonzert gestaltet. Foto: Malte Samtenschnieder

Von Malte Samtenschnieder

Bad Oeynhausen/Detmold (WB). Von Franz von Suppés Ouvertüre zur Operette »Ein Morgen, ein Mittag, ein Abend in Wien« bis hin zu einem Potpourri aus James-Bond-Film-Melodien reichte am Sonntag das Programm bei der 26. festlichen Matinee zum neuen Jahr in Bad Oeynhausen. Mehr als 500 Gäste waren der Einladung der Philharmonischen Gesellschaft OWL mit Sitz in Detmold gefolgt.

Bevor sich die Besucher bei einem Drei-Gänge-Menü im Kaiserpalais unter anderem mit Lachs-Carpaccio, rosa gebratenem Wildschweinrücken, Apfelstrudel 2.0 und schmackhaften Beilagen stärken konnten, servierte die Nordwestdeutsche Philharmonie dem Publikum im Theater im Park eine Auswahl musikalischer Schmankerl.

Als roten Faden für das 90-minütige Programm hatte Dirigent David Marlow Komponisten oder mit den einzelnen Werken in Verbindung stehende Persönlichkeiten ausgewählt, die 2019 einen runden Geburtstag feiern. Über die Motive für die jeweilige Stückauswahl informierte der musikalische Leiter bei launigen Zwischenmoderationen selbst.

Künstler sind bestens aufgelegt

Bestens aufgelegt war neben dem Dirigenten auch das Orchester, die Nordwestdeutsche Philharmonie. Dass sie sich in der Tat auf die traditionelle Neujahrsmatinee gefreut hatten, wie von David Marlow mehrfach bekundet, machten die Musiker von Beginn an deutlich. Während des gesamten Konzerts stand ihnen die Freude am gemeinsamen Musizieren ins Gesicht geschrieben.

Ob beim »Galop« aus Jacques Offenbachs »Geneviève de Brabant«, bei Eduard Strauß’ »Die schöne Helene – Quadrille, op. 14« oder bei einem Medley mit Titelsongs aus den »007«-Filmen – bereitwillig folgten die Musiker dem fordernden Dirigat des musikalischen Leiters. Das taten sie stets virtuos-beschwingt, so dass das Zuhören eine wahre Freude war.

Vielfältige gesangliche Akzente

Um vielfältige gesangliche Akzente bereicherte Mezzosopranistin Anna Werle das Programm. Dabei erwies sich die Solistin nicht nur stimmlich als äußerst wandlungsfähig. Passend zum jeweiligen Lied schlüpfte die Sängerin auch immer in das passende Kostüm. Im Verlauf des Konzerts kam dabei Einiges zusammen.

Bei »Ah, que j’aime les militaires« aus Jacques Offenbachs »Die Großherzogin von Gerolstein« verkörperte sie einen französischen Soldaten. In der Rolle der englischen Königin Elisabeth II. (Kostüm, Handtasche und Hut in Pink) interpretierte sie den »Queen’s Song« aus Arthur Sullivans »The Pirates of Penzance«. Für diese humorvolle Darbietung war extra ein in rasantem Tempo vorzutragender deutscher Text entstanden.

Beifall und Bravorufe am Schluss

Ein rotes Abendkleid unterstrich schließlich die rührselige Atmosphäre beim Musicalsong »Don’t cry for me Argentina« aus Andrew Lloyd Webbers »Evita«, bevor Anna Werle bei der zweiten von drei Zugaben im Wortsinne bewies, welch ein »verrücktes Huhn« in ihr steckt.

Das kurzweilig-unterhaltsame Konzertprogramm war ganz nach dem Geschmack der mehr als 500 begeisterten Zuhörer im Theater im Park. Erst nach tosendem Applaus und Bravorufen, wofür sich die meisten Gäste von den Plätzen erhoben, ließ das Publikum die mit ihrer Leistung zu Recht zufriedenen Künstler von der Bühne.

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