Di., 12.02.2019

Baubeginn an Detmolder Straße könnte 2020 sein – Kosten etwa zwei Millionen Euro Neues Feuerwehrgerätehaus heißt »Süd«

Im neuen Gerätehaus an der Detmolder Straße werden die Löschgruppen Lohe und Bad Oeynhausen vereinigt. Nach der Fertigstellung sollen die Kräfte von hier aus bei Einsätzen zeitnah in der Stadtmitte sowie auf der Lohe eintreffen.

Im neuen Gerätehaus an der Detmolder Straße werden die Löschgruppen Lohe und Bad Oeynhausen vereinigt. Nach der Fertigstellung sollen die Kräfte von hier aus bei Einsätzen zeitnah in der Stadtmitte sowie auf der Lohe eintreffen. Foto: Rajkumar Mukherjee/Archiv

Von Rajkumar Mukherjee

Bad Oeynhausen (WB). Die Bauarbeiten für das neue, gemeinsame Feuerwehrgerätehaus der Löschgruppen Bad Oeynhausen und Lohe an der Detmolder Straße könnten 2020 beginnen. Bislang rechnet die Stadtverwaltung hierfür mit Kosten von etwa 2,04 Millionen Euro. Das Gebäude soll den Namen »Süd« erhalten.

Gebäude ist auch auf Nutzung durch bis zu 30 Jugendliche ausgelegt

Zuvor soll noch in diesem Jahr die Planung für den Neubau abgeschlossen werden, teilt Stefan Tödtmann, Beigeordneter für Bürgerdienste, auf Anfrage mit. Einen entsprechenden Planungsauftrag an die Verwaltung können die Ratsmitglieder in der nächsten Sitzung am Mittwoch, 20. Februar, beschließen. Von 17 Uhr an beraten sie im großen Sitzungssaal des Rathauses I auch über diesen Tagesordnungspunkt.

Die Machbarkeitsstudie hatte das Planungsbüro »kplan« in Siegen auch aufgrund eines definierten Raumprogramms erstellt. Zuvor hatte die Verwaltung die Vorgaben zusammen mit der Leitung der Feuerwehr Bad Oeynhausen sowie der beiden Löschgruppen Lohe und Bad Oeynhausen festgelegt. »Neu ist zum Beispiel, dass das Gebäude für die Nutzung von bis zu 30 Jugendlichen ausgelegt ist«, sagt Stefan Tödtmann. Dafür soll der Umkleidebereich größer gebaut werden. Auch hierüber soll die Einbindung von Nachwuchskräften für die Freiwillige Feuerwehr aus der Jugendabteilung gelingen.

Platz für 50 Einsatzkräfte

Das neue Feuerwehrgerätehaus Süd soll für insgesamt 50 Einsatzkräfte ausgelegt werden. Die Fahrzeughalle soll zudem Platz für drei Großfahrzeuge sowie einen Lagerraum bieten. Neu sind überdies folgende Vorgaben: getrennte Umkleide- und Sanitärräume für Männer und Frauen sowie eine sogenannte Schwarz-Weiß-Trennung. Hierbei geht es um die Unterscheidung der zivilen Kleidung, mit der die Kräfte im Alarmfall im Gerätehaus eintreffen, von der Einsatzkleidung. Im neuen Gerätehaus ist dazu beispielsweise ein »Stiefelraum« vorgesehen, in dem die Kräfte die Stiefel nach den Einsätzen zunächst säubern sollen. Und erst dann können Männer wie Frauen von hier aus in die jeweiligen Umkleidebereiche eintreten.

Als eingeschossiges Gebäude soll das neue Gerätehaus an der Detmolder Straße entstehen – maßgeblich einer planungsrechtlichen Bewertung. Das 2775 Qua­dratmeter große Gelände hatte die Stadt, wie mehrfach berichtet, bereits erworben. Auf dem Nachbargrundstück an der Detmolder Straße plant Edeka einen Neubau. Betreiberin ist die Familie Otto.

Konzept für andere Gerätehäuser soll im Mai vorgestellt werden

Die Überlegungen für das neue Gerätehaus Süd sind auch Teil einer »längerfristigen« Planung bezüglich der Feuerwehrgerätehäuser in Bad Oeynhausen, verdeutlicht Stefan Tödtmann. Dies habe es bisher in dieser Form nicht gegeben. Ein Konzept dazu solle im Hauptausschuss im Mai vorgestellt werden. Darin sollen auch weitere Vorhaben für andere Gerätehäuser einfließen (siehe Informationskasten rechts).

Zudem gehen die Überlegungen zur Raumsituation auch in der Feuer- und Rettungswache an der Königstraße weiter. »Wir können hier aber erst nach dem Auszug der Löschgruppe Bad Oeynhausen an die Detmolder Straße eine Bestandsaufnahme durchführen«, sagt Stefan Tödtmann. Dann könnte nach jetzigen Stand auch geprüft werden, ob die angemieteten Räume der »Wache II« an der Adam-Opel-Straße für den Rettungsdienst aufgegeben und die Kräfte samt Ausstattung zur Hauptwache wechseln. Die seit einigen Jahren vorliegende Aufteilung auf zwei Standorte sei »nicht ideal«, sagt Stefan Tödtmann.

Brandschutzbedarfsplan muss 2020 fortgeschrieben werden

Unterdessen stehe die geplante Aufschaltung der Wache Bad Oeynhausen zur Kreisfeuerwehrleitstelle in Minden weiter bevor. »Nach unseren Informationen soll dies noch im ersten Quartal 2019 erfolgen«, sagt Stefan Tödtmann.

Im engen Austausch mit der Wehrleitung sowie den Kräften der Freiwilligen Wehr ist Stefan Tödtmann zudem auch weiterhin bezüglich des Ehrenamtskonzeptes. »Es ist zu großen Teilen schon umgesetzt«, sagt er. Außerdem stehe 2020 die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans an.

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