Sa., 02.03.2019

20 Jahre Diakonisches Werk: Karl-Josef Laumann beim Festakt im GOP-Kaiserpalais in Bad Oeynhausen Goldener Engel für den Minister

An dem Festakt »20 Jahre Diakonisches Werk« haben teilgenommen (von links): Bürgermeister Bernd Poggemöller (Löhne), Bürgermeister Rocco Wilken (Vlotho), Frie­drich-Wilhelm Nagel (Vorstand), Bürgermeister Achim Wilmsmeier (Bad Oeynhausen), Kerstin Hensel (Vorstand), Bürgermeister Bernd Hedtmann (Porta Westfalica), NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Hans-Joerg Deichholz, Sozialdezernent des Kreises Minden-Lübbecke, Angela Lück, SPD-Mitglied des NRW-Landtags, UW-Ratsmitglied Thomas Heilig, Kirstin Korte, CDU-Mitglied des NRW-Landtags, Jürgen Müller, Landrat des Kreises Herford, Andreas Huneke, Superintendent im Kirchenkreis Vlotho, Cornelia Schöder, Direktorin des Landkreises Minden-Lübbecke, und CDU-Ratsmitglied Helke Nolte-Ernsting.

An dem Festakt »20 Jahre Diakonisches Werk« haben teilgenommen (von links): Bürgermeister Bernd Poggemöller (Löhne), Bürgermeister Rocco Wilken (Vlotho), Frie­drich-Wilhelm Nagel (Vorstand), Bürgermeister Achim Wilmsmeier (Bad Oeynhausen), Kerstin Hensel (Vorstand), Bürgermeister Bernd Hedtmann (Porta Westfalica), NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Hans-Joerg Deichholz, Sozialdezernent des Kreises Minden-Lübbecke, Angela Lück, SPD-Mitglied des NRW-Landtags, UW-Ratsmitglied Thomas Heilig, Kirstin Korte, CDU-Mitglied des NRW-Landtags, Jürgen Müller, Landrat des Kreises Herford, Andreas Huneke, Superintendent im Kirchenkreis Vlotho, Cornelia Schöder, Direktorin des Landkreises Minden-Lübbecke, und CDU-Ratsmitglied Helke Nolte-Ernsting. Foto: Rajkumar Mukherjee

Von Rajkumar Mukherjee

Bad Oeynhausen (WB). Das kann sich sehen lassen: Gleich vier Bürgermeister, ein Landrat und ein Gesundheitsminister haben dem Diakonischen Werk die Ehre erwiesen. Zum Festakt anlässlich des 20-jährigen Bestehens hat der Vorstand am Freitag 150 Gäste im GOP-Kaiserpalais begrüßt.

Zugleich feierten der Vorstand des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Vlotho sowie Vertreter der Mitarbeiter und Kooperationspartner auch das 90-jährige Bestehen des evangelisch-kirchlichen Jugend- und Wohlfahrtsamtes. Unter den Gästen begrüßten Kerstin Hensel und Friedrich-Wilhelm Nagel, Vorstände des Vereins Diakonisches Werk, unter anderem Karl-Josef Laumann, NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Andreas Huneke, Superintendent im Kirchenkreis Vlotho, Jürgen Müller, Landrat des Kreises Herford, sowie die Bürgermeister Achim Wilmsmeier (Bad Oeynhausen), Bernd Poggemöller (Löhne), Rocco Wilken (Vlotho) und Bernd Hedtmann (Porta Westfalica).

Auf eine Erfolgsgeschichte verwies Kerstin Hensel. Wie berichtet, war das Diakonische Werk am 1. Januar 1999 gegründet worden. Seit dem 1. April 1999 ist sie Vorstand sowie mittlerweile Geschäftsführerin der beiden Unternehmenstöchter.

Wie erfolgreich das Diakonische Werk ist, unterstrich sie mit einer aktuellen Nachricht: »Seit Mittwoch steht es fest: Wir werden eine dritte Unternehmenstochter einrichten.« In Kooperation mit dem Kirchenkreis Herford soll eine stationäre Hospizeinrichtung in Herford entstehen.

Die Pläne lobte Jürgen Müller: »Wir als Kreis sind sehr dankbar für diese Entwicklung. Dieses Angebot fehlt uns bislang.« Zunächst sei Löhne als Standort im Gespräch gewesen, letztlich habe sich aber Herford durchgesetzt.

Vielfältige Angebote im Diakonischen Werk

Zu den vielfältigen Angeboten des Diakonischen Werks gehören stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen, Altenzentren sowie beispielsweise die Bahnhofsmission, die Tafel, Beratungsangebote etwa in den Bereichen Jugend, Familie und Sucht, Hauswirtschaftliche Hilfen und der Demenzfachdienst. Das Einzugsgebiet umfasst die Städte Bad Oeynhausen und Vlotho sowie Teile Löhnes und Porta Westfalicas. 300 hauptamtliche, 293 nebenamtliche und 205 ehrenamtliche Mitarbeiter sind tätig. Welche Entwicklung das Diakonische Werk seit 1999 vollzogen hat, verdeutlichte Kerstin Hensel: So hat sich die Mitarbeiterzahl in 20 Jahren verdreifacht, die Bilanzsumme ist dagegen 18 mal größer als zu Beginn. Motor für den damaligen Beginn sei übrigens folgendes Motto gewesen: »Wir sind klein, aber nicht doof.«

Die Bedeutung der Mitarbeiter hob Karl-Josef Laumann in einer engagierten Rede hervor: »Es ist ja nicht so, dass in NRW keine neuen Pflegeeinrichtungen entstehen. Wir müssen aber mehr Personal ausbilden«, sagte er. Als Dankeschön überreichte ihm Kerstin Hensel einen kleinen Goldengel als Talisman.

Kritik an stagnierenden Zuschüssen

Vorsichtige Kritik äußerte sie in Richtung Bund, Land, Kreise und Städte, die in der sogenannten Armutsdiakonie Zuschüsse zahlen. Unter dem Strich ist es aber immer weniger Geld, das ankommt. »Stagnierende Zuschüsse sind nichts anderes als sinkende Zuschüsse. Vor diesem Hintergrund ist es unmöglich, dasselbe Niveau zu halten«, sagte Kerstin Hensel.

»Klein, agil, stark«, so sieht An­dreas Huneke das Diakonische Werk, »weil die Größe allein nicht über die Qualität entscheidet.« In seinem Grußwort lobte er den Einsatz Kerstin Hensels als Vereinsvorständin und ihr unternehmerisches Handeln: »Es war die richtige Entscheidung, Dich vor 20 Jahren als 32-Jährige auf diesen Posten zu berufen.« Zugleich ordnete er die Diakonie in den »Dreiklang mit Liturgie und Maturgie« ein. In der Diakonie drücke sich die Nächstenliebe aus, ausgehend von der Liebe Gottes, sagte er.

Unter den Gästen waren auch Mitglieder der Altstadtgemeinde: Cornelia Crummenerl, Synodalbeauftragte für die Altenheim-Seelsorge, und Dr. Eva Wilke, die für Kindertagesstätten zuständig ist. Als »gelebtes Christentum« im Alltag sehen sie die Bedeutung des Diakonischen Werks. »Hier sind Menschen für Menschen da, dort, wo sie gebraucht werden.«

Klezmer-Musik sorgt für Begeisterung

Für Begeisterung beim Festakt sorgte zudem die musikalische Begleitung durch das Ensemble »vinorosso« unter der Leitung von Florian Stubenvoll, beispielsweise mit Klezmer-Musik.

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