Fr., 05.04.2019

Mobile Anlaufstellen in Minden und Bad Oeynhausen Missbrauchsfall Bad Oeynhausen: Polizei sucht weitere mögliche Opfer

Bad Oeynhausen: Ein Polizeifahrzeug als Anlaufstelle für mögliche Opfer eines Missbrauchsfalls steht in der Fußgängerzone.

Bad Oeynhausen: Ein Polizeifahrzeug als Anlaufstelle für mögliche Opfer eines Missbrauchsfalls steht in der Fußgängerzone. Foto: dpa

Bad Oeynhausen/Minden (dpa). Im Missbrauchsfall von Bad Oeynhausen hat die Polizei am Freitag ihre Suche nach weiteren möglichen Opfern fortgesetzt.

Wie am Vortag wurden dazu in Bad Oeynhausen und Minden mobile Anlaufstellen eingerichtet. Am Donnerstag seien die Infomobile gut frequentiert gewesen, sagte eine Sprecherin der Polizei Dortmund am Freitag: »Die Ermittler und Opferschutzbeauftragten haben viele Gespräche geführt.« Sie machte keine näheren Angaben darüber, wie viele Kontakte es gab und ob sich daraufhin die Zahl potenzieller Opfer erhöht habe.

In dem Fall wird gegen einen 60-jährigen Physiotherapeuten und Heilpraktiker aus Bad Oeynhausen ermittelt. Der auf die Therapie von Kindern und Jugendlichen spezialisierte Mann soll in seiner Praxis bei Behandlungen kinderpornografische Fotos von Patienten gemacht haben. Außerdem soll er zahlreiche weitere kinder- und jugendpornografische Bilder besessen haben. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Kundendatei ausgewertet

Die Polizei hat auch die Kundendatei ausgewertet und damit begonnen, mögliche Opfer zu kontaktieren. »Viele Angehörige von potenziellen Opfern sind bereits erreicht worden«, sagte die Sprecherin weiter.

Die Ermittler richteten auch eine Hotline ein, unter der sich möglicherweise Betroffene melden können. Die Hotline sei bislang aber nur verhalten angenommen worden. Die Sprecherin rief mögliche Opfer, Angehörige und Zeugen erneut dazu auf, sich bei der Polizei zu melden. Die Infomobile sollen auch am Samstag vor Ort sein.

Telefonisch sind die Opferschutzbeauftragten und Ermittler ab sofort unter der Rufnummer der Dortmunder Polizei 0231/132 7444 erreichbar.

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