Fr., 26.04.2019

Grund ist der Bau des neuen Hallenbads in Bad Oeynhausen – Gesamte Wasserfläche soll reduziert werden Freibad bleibt zwei Jahre geschlossen

Dort, wo jetzt die Umkleidekabine des Sielbads ist, soll der Hallenbad-Neubau mit Sportbecken (25 mal 12,5 Meter, zwei Meter Wassertiefe) und ein Lehrschwimmbecken (zwölf mal acht Meter, 1,8 Meter Wassertiefe) sowie einem Umkleide- und Duschbereich, einem Foyer mit Wartebereich und ein Multifunktionsraum entstehen. Separate Sommerumkleiden soll es auch geben.    

Dort, wo jetzt die Umkleidekabine des Sielbads ist, soll der Hallenbad-Neubau mit Sportbecken (25 mal 12,5 Meter, zwei Meter Wassertiefe) und ein Lehrschwimmbecken (zwölf mal acht Meter, 1,8 Meter Wassertiefe) sowie einem Umkleide- und Duschbereich, einem Foyer mit Wartebereich und ein Multifunktionsraum entstehen. Separate Sommerumkleiden soll es auch geben.     Foto: Rajkumar Mukherjee

Von Rajkumar Mukherjee

Bad Oeynhausen (WB). Zwei Jahre wird das Freibad im Siel voraussichtlich wegen des Hallenbad-Neubaus geschlossen werden. Ob die Freibad-Technik danach weiter genutzt werden kann, steht derzeit nicht fest. Zudem könnte das Angebot im Freibad nach der Hallenbad-Eröffnung deutlich verändert werden.

Mit diesen und weiteren Aspekten im Zuge des geplanten Hallenbad-Neubaus befassen sich die Mitglieder des Stadtrates am kommenden Donnerstag, 2. Mai.

Derzeit nehmen im Freibad zum Beispiel Maler kleine Sanierungsarbeiten vor. Vermutlich Mitte Mai soll es geöffnet werden. Foto: Rajkumar Mukherjee

Von einer »Stillstandzeit« während »rund zweijähriger Bauzeit« ist in der Vorlage für den Stadtrat die Rede. Mit anderen Worten: Das Freibad bleibt während der Bauphase geschlossen. Offenbar geht die Verwaltung hierbei von einem Baubeginn 2020 aus: In der Vorlage geht der Blick nämlich auf eine mögliche Wiederöffnung des Freibads im »Sommer 2022«. Aber hier liegt der Knackpunkt: »Ob die Wassertechnik des Freibades bedingt durch ihr Alter« dann noch »funktionsfähig sein wird, kann aus heutiger Sicht nicht beurteilt werden«, heißt es weiter.

Die Sanierung des Freibades ist nicht Teil des Hallenbads-Vorhabens. »Jedoch zeichnet sich bereits jetzt für die Zukunft ein Sanierungsbedarf ab«, teilt die Verwaltung mit. Die Wassertechnik ist in einem separaten Gebäude untergebracht. Dieses Haus weise eine Neigung auf und sei ebenfalls sanierungsbedürftig.

Während des Baus des neuen Hallenbads muss zudem das Kinderplanschbecken vorerst verschwinden: In selbem Bereich sollen Kräne und andere Baufahrzeuge aufgebaut werden, zudem soll er als Zuwegung genutzt werden. Das Retentionsbecken könne dagegen an anderer Stelle des Freibadgeländes vorgehalten werden.

Zuviel Wasserfläche

Vermutlich wird sich das Freibad nach dem Ende des Hallenbad-Neubaus und vor der Wiedereröffnung deutlich verändern und könnte kleiner werden. Grund dafür ist die Größe der Wasserfläche des 1961 gebauten Freibads, das »für heutige Verhältnisse zu groß« sei. »Hier ergibt sich für die Zukunft Einsparpotenzial (Betriebskosten)«, heißt es in der Vorlage. Vorteile solle es dann mit der Kombination aus Hallen- und Freibad geben. So könne die Wasserfläche im Hallenbad ganzjährig betrieben werden. »Und im Sommer wird lediglich eine (Erlebnis-)Wasserfläche außen hinzugenommen«, lautet ein Vorschlag in der Vorlage. Dazu könnten mobile Spiel- und Freizeitgeräte bereitgehalten werden.

Die Zu- und Abfahrt zum Sielbad soll beibehalten werden, ein separater Fußweg zu den Bushaltestellen an der Kanalstraße entstehen. Foto: Rajkumar Mukherjee

Unterdessen gab es auch eine Überarbeitung zum Thema Zu-und Abfahrt. Diese soll beibehalten werden. Dadurch werden Auswirkungen auf die neu zu planende Kanalstraße vermieden. Über einen separaten Fußweg sollen Besucher Busse erreichen können.

Wie mehrfach berichtet, kommen der Rat am 2. Mai von 17 Uhr an im Rathaus sowie dort anschließend der Verwaltungsrat der Stadtwerke Bad Oeynhausen (SBO) zusammen. Einen aktuellen Stand wird SBO-Vorstand Andreas Schwarze den Ratsmitgliedern geben, bestätigt er auf Anfrage. »Zusammen mit dem Architekten und dem Projektzuständigen werde ich sprechen«, sagt er. Zur Planung soll Heinrich Brinkhus, Geschäftsführer des Ingenieurbüros Geising & Böker GmbH (Hamburg und Vechta) Hinweise geben, zu den Kosten Jens-Wilhelm Brand, geschäftsführender Gesellschafter der Constrata Ingenieur-Gesellschaft Bielefeld.

Fraktionen können Beschlussantrag stellen

Die Ausführungen werden die Ratsmitglieder nach jetzigem Stand zur Kenntnis nehmen. Die Ratsfraktionen können aber jederzeit einen Beschlussantrag stellen, teilt Stadtsprecher Volker Müller-Ulrich mit. Denkbar sei dann auch eine geheime Abstimmung. Das Abstimmungsergebnis im Rat habe zunächst formellen Charakter, biete den Mitglieder des SBO-Verwaltungsrates aber eine Richtung für deren Votum.

Bereits im September 2017 hatten die Mitglieder des Sportausschusses mehrheitlich für ein Sport- und Vereinsbad gestimmt, im Oktober 2017 dann die Mitglieder des Stadtrates. Weil die SBO am 1. Januar 2018 die Zuständigkeit für die Bäder und somit für den Hallenbad-Neubau erhalten hatte, müssen nun auch die Mitglieder des Verwaltungsrats entscheiden – auch wegen der Ausschreibung von Bauleistungen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6565771?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516044%2F