Do., 13.06.2019

Personalentscheidung für Bad Oeynhausen soll im Winter 2019 bekannt gegeben werden Grüne stimmen für eigenen Bürgermeisterkandidaten

Die Grünen wollen bei der Bürgermeisterwahl 2020 einen eigenen Kandidaten ins Rennen um den Chefsessel im Bad Oeynhausener Rathaus schicken. Die Personalentscheidung soll im Winter 2019 fallen.

Die Grünen wollen bei der Bürgermeisterwahl 2020 einen eigenen Kandidaten ins Rennen um den Chefsessel im Bad Oeynhausener Rathaus schicken. Die Personalentscheidung soll im Winter 2019 fallen. Foto: Stadt Bad Oeynhausen

Bad Oeynhausen (WB/mcs). Der Ortsverband der Grünen hat sich am Mittwoch einstimmig für einen eigenen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im September 2020 ausgesprochen. Der Abstimmung war eine intensive Diskussion vorausgegangen.

Die Grünen betonen in einer Pressemitteilung, dass sie diesen Beschluss nicht als Entscheidung gegen Bürgermeister Achim Wilmsmeier verstehen. Vielmehr wollen sie mit einer eigenen Bürgermeisterkandidatur dem positiven Ergebnis bei der jüngsten Europawahl Rechnung tragen, als sie in Bad Oeynhausen 21,6 Prozent der Stimmen gewannen und vor der SPD zweitstärkste Kraft wurden.

Dazu erklären die Grünen-Sprecher Gesine Wiethüchter-Weigelt und Thomas Fritz: »Die Wählerinnen und Wähler möchten auch personell von den Grünen eine Alternative. Mit einem eigenen Kandidaten können wir diesem Anspruch besser gerecht werden als in einem Bündnis aus fünf Parteien und Wählervereinigungen. So können wir grüne Positionen in der Politik am besten zum Ausdruck bringen.« Präsentieren wollen die Grünen ihren Kandidaten im »Zeitfenster Winter 2019«.

Fünfer-Bündnis ist »politisch diffizil«

Die Grünen betonen in diesem Zusammenhang, dass sie das Fünfer-Bündnis gerade auch im Hinblick auf den anstehenden Wahlkampf als politisch diffizil ansehen, aber durchaus für weitere Gespräche zur Verfügung stehen. Zwar habe es in den vergangenen Jahren unbestreitbare Erfolge gegeben. Dazu zählen die Fraktionsspitzen Volker Brand und Andreas Edler die Neuausrichtung des Öffentlichen Personennahverkehrs, die Solidität der städtischen Finanzen und die Klimapolitik mit einem eigenen Klimamanager.

Andererseits sei der Abstimmungsprozess im Bündnis oft schwierig gewesen und werde durch die anstehende Kommunalwahl noch schwieriger. Bei bestimmten Projekten wie dem Rückbau der Mindener Straße und den Neubauten der Grundschule Eidinghausen und des Hallenbades sei es nötig gewesen, nach Mehrheiten jenseits des Bündnisses zu suchen.

»Nach der Wahl werden die Karten sowieso neu gemischt«, heißt es von der Fraktionsspitze. Grundsätzlich zeigen sich die Grünen hinsichtlich der anstehenden Haushaltsberatungen im Herbst offen nach allen Seiten und begrüßen einen Austausch über alle Parteien hinweg.

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