Fr., 14.06.2019

200 Katholiken bei Übergabe von Pastoralvereinbarung am Werre-Weser-Kuss dabei Schifffahrt durch den Pastoralen Raum

Foto: Finn Heitland

Von Finn Heitland

Bad Oeynhausen (WB). Am Anleger der Rehmer Insel hat jetzt das Fahrgastschiff MS Europa einen Zwischenstopp eingelegt. Zur Übergabe einer Pastoralvereinbarung an den Pastoralen Raum Werre-Weser nahmen knapp 200 Katholiken an der Sonderfahrt von Vlotho über Bad Oeynhausen nach Porta Westfalica-Barkhausen teil, um den festlichen Akt der Übergabe gemeinsam zu erleben.

Im September 2017 hatte der Prozess, eine Pastoralvereinbarung zu formulieren, begonnen. Daran beteiligt waren Gemeindemitglieder aus den fünf katholischen Kirchengemeinden St. Peter und Paul (Bad Oeynhausen), St. Johannes Evangelist (Eidinghausen), St. Laurentius (Löhne), St. Walburga (Porta Westfalica) und Heilig Kreuz (Vlotho).

»Es entwickelte sich die Idee, in die Öffentlichkeit zu gehen. Raus aus der Kirche. Wir haben auf die Frage des Erzbischofs ›Wozu bist du da, Kirche?‹ eine eigene Antwort formuliert: Akzente müssen gesetzt werden und Taten müssen folgen«, sagte Pfarrer Manfred Pollmeier. Er ist Leiter des Pastoralen Raums Werre-Weser.

Unter dem Motto »Es kommt etwas in Fluss« begaben sich 200 Katholiken auf den Weg von Vlotho nach Barkhausen. Dabei bestand die Möglichkeit, sich auszutauschen und Anknüpfungspunkte zwischen den einzelnen Gemeinden zu finden.

Beim Zwischenstopp in Rehme begaben sich die Anwesenden zum Werre-Weser-Kuss. Dort wurde die Pastoralvereinbarung von Domkapitular Dr. Thomas Witt aus Paderborn an den Pastoralen Raum übergeben. Die Pastoralvereinbarung enthält neben einem Credo mit Leitsätzen diverse Ideen, wie beispielsweise Gottesdienste lebendiger werden können. Zudem gibt es Anregungen für die Jugendarbeit in den Gemeinden.

»Wir wollen nach vorne gucken und in Zukunft versuchen, etwas anders zu machen, denn es gibt immer weniger Katholiken und immer weniger Personal. Da bestand Handlungsbedarf. Eine konfessionsunabhängige Steuergruppe hat von außen vieles vorgedacht«, sagte Manfred Pollmeier. Jetzt ist es an den einzelnen Gemeindemitgliedern, gemeinsam Neues umzusetzen.

Zur Übergabe durch Dr. Thomas Witt wurden Lieder gesungen und ein begleitendes Bibelwort vorgelesen. Der Domkapitular betonte, dass eine solche Übergabe etwas Besonderes sei. Vor allem im Rahmen einer Schifffahrt habe er so etwas noch nicht erlebt. Er sei anwesend, da die Vereinbarung nicht nur zwischen den Gemeinden, sondern auch mit dem Erzbischof in Paderborn geschlossen worden sei.

»Es ist eine Chance für alle Beteiligten. Die Gemeinden lernen voneinander. Man hofft, dass alles in Fluss kommt. Von daher passt es sehr gut, hier zu feiern. Was erarbeitet wurde, muss weitergeführt werden, mit der Maßgabe, Menschen für Jesus zu gewinnen«, sagte Dr. Thomas Witt.

Neben der Pastoralvereinbarung übergab der Domkapitular ein besonderes Kreuz als Geschenk für den Pastoralen Raum Werre-Weser. Das Kreuz wurde im Kloster Meschede angefertigt. Nach dem festlichen Akt gab es einen Imbiss mit Fischbrötchen und Getränken. Im Anschluss begaben sich die Teilnehmer zurück auf das Schiff und fuhren weiter nach Barkhausen.

Von dort aus konnten die Teilnehmer, die ihr Fahrrad mit auf die MS Europa genommen hatten, zurück in ihre Heimat fahren. Zudem wurde ein Bustransfer angeboten. »Es ist schön, so viele Menschen bei einem solch geschichtlichen Ereignis begrüßen zu können. So etwas erlebt man nicht so häufig. Wenn wir schon Werre-Weser heißen, bot es sich an, hier am Werre-Weser-Kuss feiern«, sagte Manfred Pollmeier.

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