Sa., 13.07.2019

Fernverkehr macht über A30-Nordumgehung einen Bogen um die Ortsdurchfahrt von Bad Oeynhausen Diesmal kein Stau zum Ferienbeginn

Während der Haupturlaubszeit waren Mindener Straße und Kanalstraße jahrzehntelang in beide Richtungen chronisch verstopft. Nicht so in diesem Jahr. Weil der Fernverkehr über die A30-Nordumgehung um Bad Oeynhausen herumgeführt wird, sind auf der Ortsdurchfahrt nur wenige Autos und Lkw unterwegs.

Während der Haupturlaubszeit waren Mindener Straße und Kanalstraße jahrzehntelang in beide Richtungen chronisch verstopft. Nicht so in diesem Jahr. Weil der Fernverkehr über die A30-Nordumgehung um Bad Oeynhausen herumgeführt wird, sind auf der Ortsdurchfahrt nur wenige Autos und Lkw unterwegs. Foto: Malte Samtenschnieder

Von Malte Samtenschnieder

Bad Oeynhausen/Löhne (WB). Jahrzehntelang hat es vielen Bad Oeynhause­nern vor den Sommerferien gegraust. Denn zur Haupturlaubszeit war auf der Mindener Straße und Kanalstraße oft in beide Richtungen kein Durchkommen mehr. Nicht in diesem Jahr. Denn schon seit Dezember macht der Fernverkehr einen Bogen um die Ortsdurchfahrt. Der Nordumgehung sei Dank.

Es ist Freitagmittag. Mittlerweile halten nicht nur alle Schüler in Bad Oeynhausen und Löhne, sondern in ganz Nordrhein-Westfalen ihre Zeugnisse in den Händen. Für viele führt der Weg aus der Schule direkt nach Hause und von dort – oft im Auto – mit den Familien in den Urlaub. Auf der Mindener Straße/Kanalstraße ist von dieser ersten NRW-Urlaubswelle wenig zu spüren.

Von Ampelphase zu Ampelphase ist gerade einmal eine Handvoll Autos in jede Richtung unterwegs. Die meisten Kennzeichen deuten auf Einheimische hin. Auch vereinzelte Lkw sind dazwischen. Vom sonst üblichen Stop-and-Go zwischen A30-Center und Werre-Park kann diesmal nicht die Rede sein. Zum ersten Mal seit vielen Jahrzehnten.

»Urlaubsfahrer haben freie Fahrt über die neue A30«

»Die Urlaubsfahrer haben in diesem Jahr freie Fahrt über die neue A30«, sagt Sven Johanning im Gespräch mit dieser Zeitung. Er ist Sprecher der Regionalniederlassung OWL des Landesbetriebes Straßen NRW in Bielefeld.

Da das Löhner Kreuz noch nicht fertiggestellt ist, nutzen viele einheimische Autofahrer die A30-Anschlussstelle Bad Oeynhausen-Nord in Eidinghausen, um auf die Nordumgehung zu gelangen. Foto: Malte Samtenschnieder

Wer vor der Freigabe der Nordumgehung auf der A30 zwischen Amsterdam/Osnabrück und der A2-Anbindung im Kreuz Bad Oeynhausen unterwegs gewesen sei, habe in vielen Fällen eine Stunde zusätzlich für das Durchqueren der chronisch überlasteten Ortsdurchfahrt einplanen müssen. Sven Johanning: »Diese zusätzliche Fahrzeit fällt jetzt weg.«

Dass die Bauarbeiten im Löhner Kreuz derzeit noch andauern, habe keine negativen Auswirkungen auf den Fernverkehr. »Die komplette Nordumgehung ist in beiden Richtungen zweispurig befahrbar.

Im Bereich des Löhner Kreuzes sind die Fahrstreifen jedoch verengt und nach außen verlegt, weil dort in einer sogenannten Inselbaustelle an den Schutzplanken auf dem Mittelstreifen gearbeitet wird«, erläutert Sven Johanning. Auch einige Asphaltarbeiten seien vor der Freigabe des Kreuzes noch zu erledigen.

Nicht mehr lange bis zur Freigabe des Löhner Kreuzes

»Es wird nicht mehr lange dauern, bis es soweit ist«, sagt der Straßen-NRW-Sprecher, ohne einen genauen Termin zu benennen. Es sei allerdings nicht damit getan, einfach einige Warnbaken an die Seite zu schieben. »Es wird vielmehr eine Freigabe in mehreren Schritten geben, weil wir die einzelnen vorhandenen Fahrbeziehungen erst sukzessive wieder herstellen können.«

Als einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer besseren Verbindung zwischen der A2 und der A30 sieht Sven Johanning die Freigabe der neuen B611 von Vlotho-Exter nach Löhne-Wittel . Zur Freigabe des 5,2 Kilometer langen Straßenabschnitts an diesem Montag um 15.30 Uhr nördlich des Kreisels A2/B611 in Vlotho-Exter werden Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Hendrik Wüst, NRW-Verkehrsminister, und Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin von Straßen NRW, erwartet.

Ein letzter Baustein, um die Verbindung zwischen A2 und A30 komplett herzustellen, sei schließlich die Freigabe des B61-Abschnitts, in dem derzeit eine neue Brücke über das Sudbachtal entsteht. Sven Johanning: »Wir nehmen an, dass auch diese Arbeiten bis zum Jahresende beendet sind, und wir dann auch diesen Straßenabschnitt freigeben können.«

Anschließend sind nach Angaben des Straßen-NRW-Sprechers die wichtigsten Arbeiten rund um A2/A30 und B61/B611 abgeschlossen. »Dann fehlt nur noch die Anbindung des Gewerbegebietes Am Hellweg an die B61. Dafür ist allerdings die Stadt Löhne zuständig«, betont Sven Johanning.

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