Zusatz-Kontingent aus Porta Westfalica soll Situation im WBV Am Wiehen entspannen
Trinkwasser strömt durch neue Leitung

Bad Oeynhausen/Löhne  (WB). Mit frisch gezapftem Leitungswasser von der anderen Weserseite haben am Mittwoch die Teilnehmer einer kleinen Feierstunde im Wasserwerk Rehme auf die neue Trinkwasserleitung nach Porta Westfalica angestoßen. Ab sofort stehen dort etwa 1000 Kubikmeter Wasser pro Tag extra zur Verfügung.

Donnerstag, 25.07.2019, 06:45 Uhr aktualisiert: 25.07.2019, 06:50 Uhr
Haben die neue Wasserleitung am Mittwoch eingeweiht (von links): Susanne Brants und Andreas Schwarze (beide Stadtwerke Bad Oeynhausen), Randulph Noack (Stadtwerke Porta Westfalica), Achim Wilmsmeier (Stadt Bad Oeynhausen), Bernd Poggemöller (Stadt Löhne/WBV Am Wiehen) und Friedrich Schmeding (Stadt Porta Westfalica). Foto: Malte Samtenschnieder
Haben die neue Wasserleitung am Mittwoch eingeweiht (von links): Susanne Brants und Andreas Schwarze (beide Stadtwerke Bad Oeynhausen), Randulph Noack (Stadtwerke Porta Westfalica), Achim Wilmsmeier (Stadt Bad Oeynhausen), Bernd Poggemöller (Stadt Löhne/WBV Am Wiehen) und Friedrich Schmeding (Stadt Porta Westfalica). Foto: Malte Samtenschnieder

»Wir freuen uns, dass der Bau der neuen Trinkwasserleitung so reibungslos, schnell und gut geklappt hat«, sagte Gastgeber An­dreas Schwarze, Vorstand der Stadtwerke Bad Oeynhausen, in seiner Begrüßung. Am meisten Nerven in der Umsetzungsphase habe das Einholen der benötigten Baugenehmigungen gekostet.

Bis zu 400.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr können die Stadtwerke Bad Oeynhausen nun bei Bedarf aus dem Netz der Stadtwerke Porta Westfalica beziehen. »Dadurch können wir die Versorgungssicherheit in Bad Oeynhausen und im Wasserbeschaffungsverband Am Wiehen deutlich erhöhen« , sagte Andreas Schwarze.

Suche nach Brunnenstandort am anderen Weserufer

Doch damit seien noch nicht alle geplanten Maßnahmen ausgeschöpft. In einem nächsten Schritt solle nun ein geeigneter Standort am Portaner Weserufer gesucht werden, wo die Stadtwerke Bad Oeynhausen einen eigenen Brunnen niederbringen können, um dort selbst Wasser zu fördern. »Ein für den Transport benötigtes zweites Rohr haben wir bei der Unterdükerung der Weser bereits verlegt«, sagte Andreas Schwarze.

Nach ersten Testläufen sei es nun wichtig, dass die neue Leitung zuverlässig arbeite. »In 14 Tagen sollte sich ein ›eingeschwungener Zustand‹ einstellen«, sagte Randulph Noack, Geschäftsführer der Stadtwerke Porta Westfalica.

Einen Dank für die unkomplizierte interkommunale Zusammenarbeit richtete Achim Wilmsmeier an alle Beteiligten. »Die neue Leitung wird zur Stabilität für alle Mitglieder im WBV Am Wiehen beitragen«, sagte der Bürgermeister von Bad Oeynhausen.

Noch zu früh für die Aufhebung der Verordnungen

Noch sei es aber zu früh, über die Aufhebung der ordnungsbehördlichen Verordnungen gegen Trinkwasservergeudung in Bad Oeynhausen, Löhne und Hille zu sprechen. Achim Wilmsmeier: »Wir haben aber das Ziel, die Verordnungen so schnell wie möglich zurückzunehmen, wenn auch bei Hitze ein stabiler Betrieb der neuen Wasserleitung gesichert ist.«

Nach einer neuen Übergabestation in Hille sei die Leitung zwischen Bad Oeynhausen und Porta Westfalica bereits die zweite umgesetzte Maßnahme, die dazu diene, Verbrauchsspitzen im WBV-Netz bei anhaltend hohem Wasserverbrauch in sommerlichen Hitzeperioden abzumildern, sagte Löhnes Bürgermeister Bernd Poggemöller in seiner Funktion als Vorsteher des WBV Am Wiehen im Gespräch mit dieser Zeitung.

Auch er hoffe darauf, die ordnungsbehördlichen Verordnungen schon bald aufheben zu können. Wie das ablaufen könne, habe er rechtlich prüfen lassen. Bernd Poggemöller: »Wir werden wohl das gleiche Verfahren anwenden wie beim Inkraftsetzen.« Das würde bedeuten, dass die Aufhebung der Verordnungen jeweils durch Dringlichkeitsentscheidungen erfolgen könnte, die dann bei den nächsten regulären Ratssitzungen bestätigt werden müssten.

Laut Andreas Schwarze hat die neue Leitung eine Länge von rund einem Kilometer. Die Kosten belaufen sich auf etwa 400.000 Euro. Verbindungsteile, die von beiden Stadtwerken genutzt werden, zahlen beide Partner je zur Hälfte.

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