Do., 08.08.2019

Westfalen-Weser-Netz und Stadtwerke betreuen Station – 80 E-Autos bislang in Bad Oeynhausen angemeldet E-Mobilität: Die nächste Ladesäule steht

Andreas Schwarze (von links, Vorstand Stadtwerke), Jens Freimann (Beauftragter E-Möbilität Stadtwerke), Andreas Stoller (Westfalen-Weser-Netz) und Bürgermeister Achim Wilmsmeier testen die Ladeleistung der neuen öffentlichen Ladesation am Rathaus I, Ostkorso 8. Zwei Autos können dort von sofort an mit 22 Killowatt die Stunde geladen werden.

Andreas Schwarze (von links, Vorstand Stadtwerke), Jens Freimann (Beauftragter E-Möbilität Stadtwerke), Andreas Stoller (Westfalen-Weser-Netz) und Bürgermeister Achim Wilmsmeier testen die Ladeleistung der neuen öffentlichen Ladesation am Rathaus I, Ostkorso 8. Zwei Autos können dort von sofort an mit 22 Killowatt die Stunde geladen werden. Foto: Louis Ruthe

Von Louis Ruthe

Bad Oeynhausen (WB). 80 E-Autos sind aktuell in Bad Oeynhausen angemeldet. Zwölf öffentlich zugängliche Ladesäulen gibt es in der Kur­stadt – davon zehn in der Innenstadt. An diesem Mittwoch ist eine weitere der Stadtwerke Bad Oeynhausen (SBO) am Rathaus I, Ostkorso 8, in Betrieb genommen worden.

»Damit ist Bad Oeynhausen bei der Infrastruktur von Ladestationen sehr gut aufgestellt«, sagt Andreas Schwarze, Vorstand der SBO. In Kooperation mit der Westfalen-Weser-Netz GmbH ist die am Rathaus die fünfte Ladestation, die die SBO als Dienstleister betreuen. »Wir hatten zwei Standorte im Visier«, sagt Schwarze. Aufgrund der Arbeiten am Nordbahnhof haben sich die Verantwortlichen von SBO und Westfalen-Weser-Netz erst einmal gegen eine Station dort entschieden.

»Hier am Rathaus haben wir einen Standort, an dem auf jeden Fall Bedarf ist«, sagt Andreas Stoller, Fachexperte für Elektromobilität bei Westfalen-Weser-Netz (WWN). Alleine die Stadt Bad Oeynhausen hat fünf Fahrzeuge mit E-Motor in ihrem Fuhrpark, die Stadtwerke weitere zwei. Insgesamt betreut Westfalen-Weser-Netz etwa 100 E-Ladestationen in ihrem Verbreitungsgebiet.

Weitere Säulen geplant

Für Bürgermeister Achim Wilmsmeier ist es ein weiterer Schritt zu einer guten, flächendeckenden Infrastruktur in diesem Bereich in Bad Oeynhausen. »Die E-Mobilität lebt von einer ausreichenden Zahl von Ladesäulen«, sagt er. Nur so könne das E-Auto für jedermann attraktiv werden. »Auch wenn die Säulen längst nicht ausgelastet sind, müssen wir den Leuten durch öffentliche Stationen weiter Anreize schaffen«, sagt Jens Freimann, Beauftragter für E-Möbilität der Stadtwerke. Die Ladesäule am Rathaus werde nicht die letzte Säule sein.

»Die Kooperation mit Westfalen-Weser-Netz läuft einwandfrei«, sagt Andreas Schwarze. In Zukunft würden auch stark frequentierte Parkhäuser für weitere Ladesäulen in Betracht kommen.

Am Rathaus können zwei E-Autos zeitgleich geladen werden. »Mit der Ladestation können die Nutzer etwa 22 Kilowatt die Stunde tanken«, sagt Andreas Stoller. Kostenpunkt: 38 Cent pro Kilowattstunde. Damit kostet eine Kilowattstunde an der Tanksäule etwas zehn Cent mehr als die Kilowattstunde aus der Steckdose. »Die Mehrkosten entstehen dadurch, dass der Strom aus der E-Säule 100 Prozent ökologischer Strom ist«, erklärt Andreas Stoller. Zudem würden Unterhaltungskosten, wie Hotline oder Instandhaltung, auf die Betreiber zukommen. »Bei angemessener Fahrweise verbraucht ein E-Auto derzeit etwa 20 Kilowattstunden auf 100 Kilometern«, berichtet Andreas Stoller. Damit eigne sich die Ladesäule optimal für Gäste des Kurparks oder des Rathauses.

10.000 Euro für Ladestation

Tanken kann dort jeder mit einem Elektrofahrzeug, vorausgesetzt es hat einen EU-genormten Standardstecker Typ 2. Die Freischaltung der Ladesäule erfolgt über die App »PlugSurfing« – über die auch die Abrechnung erfolgt – oder per QR-Code.

»Zudem können die Nutzer mit einem Chip der Firma ›PlugSurfing‹ bezahlen«, erklärt Andreas Stoller. Der Chip müsse dann einfach an der Ladesäule vorgehalten werden und der Ladevorgang könne dann beginnen. Investiert haben die Stadtwerke in Zusammenarbeit mit Westfalen-Weser-Netz etwa 10.000 Euro am neuen Stadtort am Rathaus.

Die Stadt erwägt, die E-Mobilität durch weitere Anreize zu fördern, wie beispielsweise durch zeitweise freies Parken für Autos mit E-Kennzeichen. Auch Achim Wilmsmeier denkt über einen Dienstwagen mit E-Motor nach. »Für die meisten Fahrten hier in der Region ist die Reichweite vollkommen ausreichend«, sagt der Bürgermeister.

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