Sa., 10.08.2019

Auf einer Auffahrt zur A30 darf Tempo 100 gefahren werden Diese Kurve ist der Polizei zu gefährlich

Auf der erst vor wenigen Tagen freigegebenen Auffahrt zur A30 gilt ein Tempolimit von 100. Der Polizei ist das zu hoch. Sie möchte die Begrenzung nach unten korrigieren.

Auf der erst vor wenigen Tagen freigegebenen Auffahrt zur A30 gilt ein Tempolimit von 100. Der Polizei ist das zu hoch. Sie möchte die Begrenzung nach unten korrigieren. Foto: Louis Ruthe

Von Florian Weyand

Bad Oeynhausen/Löhne (WB). Eine geschwungene Rampe führt Autofahrer aus Bad Oeynhausen neuerdings auf die Autobahn 30 in Richtung Osnabrück. Die Kurve, in der ein Tempolimit von 100 Kilometern pro Stunde gilt, ist allerdings so eng, dass bei hoher Geschwindigkeit Unfälle drohen. Mehrere Polizeibehörden haben bereits vor der Gefahrenstelle gewarnt.

Die erst vor wenigen Tagen freigegebene Strecke führt Autofahrer aus der Innenstadt von Bad Oeynhausen auf die Nordumgehung, die in die Autobahn 30 mündet. Die Strecke ist vierspurig, am Ende wird die Straße durch Leitplanken geteilt. Um auf die Autobahn zu kommen, müssen Autofahrer über eine Rampe fahren, die in eine Rechts-Links-Schikane mündet.

Weil die Strecke autobahnähnlichen Charakter aufweist, gibt es dort grundsätzlich keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Die Straßenverkehrsbehörde in Detmold hat für das Stück aber eine Begrenzung auf Tempo 100 angeordnet. Darauf weist ein Schild kurz vor der Rampe hin.

Tempolimit sorgt für Irritationen

Das Tempolimit sorgt allerdings für Irritationen. Wer mit 100 Kilometern pro Stunde – oder unerlaubt schneller – unterwegs ist, könne mit dem Fahrzeug schnell ins Schlingern geraten. »Tagsüber kann man den Verkehrsverlauf noch einschätzen. Wenn man als Ortsfremder in der Nacht fährt, dann wird es kritisch«, sagt ein Autofahrer, der die Strecke bereits mehrfach gefahren ist.

Die Landesbehörde Straßen NRW hat das Teilstück gebaut. »Wir sind aber nur für das Aufstellen der Schilder zuständig«. erklärt Sprecher Sven Johanning. Die Entscheidung, dort Tempo 100 anzuordnen, sei in Detmold gefallen. Johanning weist Autofahrer aber darauf hin, dass man an der Stelle nicht 100 Kilometer pro Stunde fahren müsse. »Es ist nicht die vorgegebene, sondern die Höchstgeschwindigkeit.« Man dürfe daher auch langsamer fahren.

Strecke soll begutachtet werden

Die Autobahnpolizei habe das Teilstück als Gefahrenstelle erkannt, wie Polizeisprecherin Hella Christoph erklärt. »Es hat glücklicherweise noch keine Unfälle gegeben, aber die Kollegen haben das Gespräch mit Straßen NRW gesucht und angeregt, eine niedrige Geschwindigkeit anzuordnen«, sagt sie. Die Polizei in Herford soll ebenfalls Kontakt zur Straßenverkehrsbehörde in Detmold aufgenommen haben.

In Detmold möchte man auf die Hinweise jetzt reagieren. »Die zuständigen Kollegen werden in den kommenden Tagen noch einmal die Strecke abfahren und begutachten«, sagt Andreas Moseke von der Bezirksregierung. Anschließend werde das Tempolimit gemeinsam mit Vertretern der Bezirksregierung, Polizei, Straßen NRW und der Stadt Löhne diskutiert.

Kommen alle Vertreter der Behörden zu dem Entschluss, dass das Tempolimit zu hoch angesetzt ist, werden die Schilder ausgetauscht.

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