Di., 13.08.2019

Polizei bittet um Mithilfe 73-Jähriger aus Löhne vermisst

Ein 73-jähriger Mann aus Löhne wird gesucht.

Ein 73-jähriger Mann aus Löhne wird gesucht. Foto: Finn Heitland

Von Sonja Gruhn

Bad Oeynhausen/Löhne (WB). Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften suchen Feuerwehr und Polizei seit Montagabend an den Sielterrassen und am Sielwehr nach einem 73-jährigen Mann aus Löhne. Dieser war am Montagabend gegen 20.20 Uhr von seiner Tochter als vermisst gemeldet worden.

Die Suche nach dem 73-Jährigen ist bislang erfolglos geblieben und dauert an. Der eingesetzte Personenspürhund, ein sogenannter Mantrailer, hatte noch in der Nacht zu Dienstag seine Suche gestartet und die Spur des vermissten Mannes aus Löhne aufgenommen. »Alle Wege verliefen aber in Richtung Werre«, sagte am frühen Dienstagmorgen Polizeisprecherin Simone Lah-Schnier von der Kreispolizei Herford. Die Behörde koordiniert den Einsatz, da der Mann aus dem Kreis Herford kommt und dort auch als vermisst gemeldet wurde.

Wehr wird abgesenkt

Deshalb konzentrieren sich die Einsatzkräfte weiterhin auf den Fluss und den Uferbereich. Eine Kommission hat mittlerweile die weiteren Maßnahmen abgestimmt. »Eine Alternative ist, das Wehr abzusenken«, sagte Simone Lah-Schnier. Diese Überlegung hatte es bereits in der Nacht gegeben. Allerdings bedürfe es dazu sowohl einiger Vorbereitungen als auch Formalitäten, fügte die Polizeisprecherin hinzu. »Das geht nicht so einfach auf Knopfdruck«, sagte sie. Bei den Einsatzkräften von Feuerwehr und Polizei habe es mittlerweile einen Schichtwechsel gegeben.

Wenig später war dann die Entscheidung gefallen, das Wasser abzulassen. »Das dauert etwa drei bis vier Stunden. Gegen 12.30 Uhr wird das Wasser soweit abgelassen sein, dass schon etwas zu sehen ist«, sagte Polizeisprecher Uwe Maser. Gegen 13.30 Uhr könne das Wehr dann betreten werden.

Laut Polizei hatte der Löhner am Montagmorgen gegen 8.30 Uhr das Haus verlassen. Unterwegs war er mit einem Pkw. Als er am Abend noch nicht wieder nach Hause zurückgekehrt war, machte sich seine Tochter demnach Sorgen und meldete ihren Vater als vermisst. Der Senior sei auf Medikamente angewiesen. Das Fahrzeug fanden die Beamten auf dem Parkplatz am Sitz des Kanuvereins Bad Oeynhausen. Bei den Sielterrassen ging der Rentner wohl häufiger spazieren. Das Auto sei verschlossen gewesen. Von dem 73-Jährigen fehlte allerdings jede Spur. Die Feuerwehr unterstützte die Polizeibeamten bei der Suche und leuchtete zudem das Suchgebiet aus.

Mit Hubschrauber und Tauchern

Ein Hubschrauber der Polizei war gegen 22.45 Uhr angefordert worden. Mit einer Wärmebildkamera ausgerüstet flog dieser die ansonsten nicht einsehbaren Böschungsbereiche der Werre ab. Auch gab es zunächst Überlegungen, das Wasser am Wehr zu senken. Feuerwehrleute suchten dann von etwa 0.15 Uhr an ebenfalls mit Wärmebildkameras an beiden Uferseiten des Flusses, wobei sie vom Sielwehr aus jeweils etwa einen Kilometer in beide Richtungen gehen wollten. Bereits wenige Minuten später schien es, als sei der Mann etwa 200 Meter hinter dem Wehr gefunden worden. Es stellte sich jedoch heraus, dass es sich lediglich um einen Stein gehandelt hatte. Gegen 1.15 Uhr trafen Taucher der Feuerwehr Petershagen am Einsatzort ein, das Boot war gegen 2 Uhr zu Wasser gelassen worden. Polizei und Feuerwehr suchten derweil außerdem an den kleinen Seen und in den Wäldern im und am Siel nach dem 73-Jährigen.

Personenspürhund sucht nach Mann

Die Einsatzleitung der Polizei hatte zudem einen Personenspürhund, einen sogenannten Mantrailer, aus Ennepetal angefordert. Dieser sollte gegen 0.30 Uhr eintreffen, war allerdings bis 2.15 Uhr noch nicht in Bad Oeynhausen angekommen. Die Suche nach dem Vermissten dauerte an.

Mit Eintreffen der Feuerwehr hatte Nico Czimmernings die Einsatzleitung für die Suche von der Polizei übernommen. Im Einsatz waren13 Fahrzeuge aus Bad Oeynhausen, darunter der Löschzug der hauptamtlichen Feuer- und Rettungswache Bad Oeynhausen sowie die Löschgruppen Werste, Lohe und Bad Oeynhausen, sowie vier Fahrzeuge aus Petershagen. Die Löschgruppe Rehme hatte die Bereitschaft für Paralleleinsätze. Insgesamt waren 60 Feuerwehrleute vor Ort, davon 15 von der Tauchgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Petershagen. Die Polizei beteiligte sich mit drei Einsatzfahrzeugen und acht Beamten an dem Einsatz. Die Johanniter-Unfallhilfe kam mit zwei Fahrzeugen und sorgte für die Verpflegung der Einsatzkräfte. Auch das Ordnungsamt war zur Unterstützung vor Ort.

So sieht der Vermisste aus

Der Vermisste wird wie folgt beschrieben: 1,75 Meter groß und schlank mit einem kleinen Bauch, graue Haare und Stirnglatze sowie grauer Bart. Wie der 73-Jährige bekleidet ist, ist nicht bekannt.

 

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