Do., 15.08.2019

Christopher Gemba führt Hotel und Gasthaus »Hänsels« nach umfangreicher Renovierung in Bad Oeynhausen Neustart in Bergkirchen

Mit Unterstützung seiner Eltern führt Christopher Gemba (31) das Gasthaus und Hotel »Hänsels«, auf dem Kamm des Wiehengebirges gelegen. Nach umfangreichen Renovierungen ist das Haus, ehemals »Wittekindsquelle«, neu eröffnet worden.

Mit Unterstützung seiner Eltern führt Christopher Gemba (31) das Gasthaus und Hotel »Hänsels«, auf dem Kamm des Wiehengebirges gelegen. Nach umfangreichen Renovierungen ist das Haus, ehemals »Wittekindsquelle«, neu eröffnet worden. Foto: Louis Ruthe

Von Lydia Böhne

Bad Oeynhausen-Bergkirchen (WB). Auf den persönlichen Kontakt legt Christopher Gemba besonderen Wert. Der 31-Jährige führt seit Pfingsten das Hotel und Gasthaus »Hänsels« in den Räumen der ehemaligen » Wittekindsquelle « in Bergkirchen. Zuvor war das Gebäude lange geschlossen. »Wir mussten es vor der Eröffnung aufwendig renovieren«, sagt der neue Pächter.

»Eigentlich wollten wir schon Anfang Mai mit der Zimmervermietung starten«, berichtet Christopher Gemba. Die anspruchsvollen Renovierungsarbeiten verzögerten den Zeitplan jedoch. Ein halbes Jahr lang wurde die ehemalige »Wittekindsquelle« innen und außen umfassend renoviert und modernisiert. »Die Fassade wurde gespachtelt und gestrichen. Vor allem die Entfernung des Efeus war zeitintensiv«, ergänzt der Jungunternehmer.

24 renovierte Zimmer im Gasthaus

Neben dem Hotelbereich mit den renovierten Zimmer bietet das »Hänsels« auch eine Gastronomie. Foto: Lydia Böhne

Bis auf vier Ausnahmen wurden alle 24 Gästezimmer sowie die Tapeten und Fußböden der Flure in der ersten Etage renoviert. Die drei Traditionssuiten, eine davon mit eigener Sauna, und ihr hochwertiges Inventar sind in ihrem Ursprungszustand erhalten geblieben. »Der Teppich in den Gästezimmern war beispielsweise schon extrem mitgenommen«, berichtet Christopher Gemba. Ersetzt wurde der Teppichboden durch pflegeleichtes Vinyl in Holzoptik. Hingucker in den Zimmern sind die Motivtapeten. Das Farbkonzept ist in gedeckten Erdtönen gehalten, die Möbel im modernen Landhausstil gewählt. Gepachtet hat Christopher Gemba das Gebäude von der Unternehmer-Familie Fennel. »Gemeinsam mit ihr haben wir in die Renovierung investiert. Den Löwenanteil haben die Eigentümer übernommen«, sagt der 31-Jährige.

Mit dem Standort an der Bergkirchener Straße ist Christopher Gemba sehr zufrieden. »Zu uns kommen viele Handelsreisende, die drei bis vier Tage bleiben und dann weiterfahren. Deshalb sehen wir uns auch eher als Business-Hotel«, ergänzt er. Zu den Besuchern zählten aber auch einige Wanderer. Auch ein eigener Bereich für Hundebesitzer sowie WLAN wurden eingerichtet. Der Gastronomiebereich im Erdgeschoss sowie das Inventar seien gut erhalten gewesen und hätten nur eine neue Polsterung benötigt. Im Restaurant, das Platz für etwa 40 Gäste bietet, wird gut bürgerliche, deutsche Küche im mittleren Preissegment serviert. »Es gibt zum Beispiel Schnitzel mit Pommes, aber auch vegetarische Gerichte«, sagt Gemba.

»Hänsels Gasthaus« und »Gretas Backhäuschen«

Im Außenbereich gibt es eine Scheune, die bisher für Events genutzt wurde, und einen Biergarten, der bei sonnigem Wetter geöffnet ist. Beides läuft unter dem Namen »Gretels Backhäuschen«. »Das Nutzungskonzept ist hier noch nicht ganz ausgereift«, sagt Christopher Gemba. »Wir müssen auch schauen, dass wir alles bewirtschaften können«, fügt der 31-Jährige hinzu. Aktuell sind zehn Mitarbeiter angestellt. Die Suche beispielsweise nach Reinigungspersonal läuft. In der Küche steht Christopher Gemba oft zusammen mit seinem Vater, einem gelernten Koch. »Meine Eltern haben lange einen großen Betrieb mit Hotel in Ibbenbüren geführt«, berichtet der Osnabrücker.

Im Gasthaus ist der alte Scharm aufrecht erhalten worden. Foto: Lydia Böhne

Weil dieser stark renovierungsbedürftig gewesen sei, habe man sich neu orientiert und sei so auf die ehemalige »Wittekindsquelle« aufmerksam geworden. »Im Zuge dessen haben wir quasi einen Generationenwechsel vollzogen«, erläutert Christopher Gemba. Der 31-Jährige hat Marketing und Kommunikation studiert und ist Quereinsteiger im Hotelbusiness. »Meine Eltern sind hier an meiner Seite, und ich habe viel von ihnen mitbekommen«, sagt der Inhaber. Seine Herangehensweise beschreibt der Osnabrücker als entspannt und auf den persönlichen Kontakt zum Gast ausgerichtet.

Montags und dienstags ist jeweils Ruhetag. Mittwochs bis sonntags hat das »Hänsels« von 17 Uhr an geöffnet, Eine Reservierung wird empfohlen.

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Restaurantbetrieb

Wer sich gerne vor dem Essen noch sehr ausgedehnt, ohne Störungen durch den Service, unterhalten möchte, ist hier genau richtig. Die Küche und die Servicekräfte geben reichlich Zeit, ungestört das Ambiente zu genießen.

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