So., 25.08.2019

Mit Familienprogramm: Dehmer Vereinsring richtet Mahl- und Backfest aus Vom Dorf, für das Dorf

Helmut Dennig (Zweiter von links) ist Vorstand der Denios AG und Hausherr des Geländes an der Dehmer Straße, auf dem das Mahl- und Backfest stattfindet. Vom Vereinsring Dehme nehmen Horst Brönstrup (links), Harry Tuschke und Wilhelm Nolting (rechts, Vorsitzender) die Mühle in Betrieb, um Korn für die Brote zu mahlen, die im Rahmen des Festes gebacken werden sollen.

Helmut Dennig (Zweiter von links) ist Vorstand der Denios AG und Hausherr des Geländes an der Dehmer Straße, auf dem das Mahl- und Backfest stattfindet. Vom Vereinsring Dehme nehmen Horst Brönstrup (links), Harry Tuschke und Wilhelm Nolting (rechts, Vorsitzender) die Mühle in Betrieb, um Korn für die Brote zu mahlen, die im Rahmen des Festes gebacken werden sollen. Foto: Lydia Böhne

Von Lydia Böhne

Bad Oeynhausen-Dehme (WB). Die Hofmühle haben die Mitglieder des Dehmer Vereinsrings bereits in Betrieb genommen, um das Korn für die Brote zu schroten, die es beim Mahl- und Backfest am Sonntag, 1. September, auf dem Gelände der Firma Denios, ehemals Berg’s Hof, an der Dehmer Straße 54 zu kaufen geben wird. Die Ausrichter hoffen auf etwa 300 Besucher.

Immer wieder kontrollieren Horst Brönstrup und Harry Tuschke das Ergebnis der ersten Durchläufe. Nach der Reinigung schroten die Mitglieder des Dehmer Vereinsringes die ersten Fuhren Roggen und Weizen. »Ein wenig feiner sollte es noch sein«, sagt Harry Tuschke und zeigt auf das vorläufige Ergebnis, das er prüfend zwischen den Fingerspitzen zerreibt.

Das Mehl wird für die Brote aus dem Steinofen benötigt. Vor dem Backen muss dieser etwa drei Stunden vorgeheizt werden. Erst wenn die Brote innen hohl klingen, sind sie fertig. Etwa 100 Stück werden für das Backfest vorbereitet. In der abklingenden Wärme des Ofens wird dann der Butterkuchen gebacken. »Darum kümmern sich etwa sieben Backfrauen, die sich zusammengefunden haben«, sagt Wilhelm Nolting.

Kinderspiele, Ponyreiten und Musik

Der Vereinsringvorsitzende gibt schon einen Ausblick auf das Programm am Sonntag, 1. September. »Los geht es um 13 Uhr. Ganztägig bietet der Förderverein der Dehmer Grundschule zum Beispiel Kinderspiele an.« Dazu zählt neben einer Strohburg auch ein Ballonwettbewerb. Dabei zählt nicht, welcher Ballon die weiteste Strecke zurückgelegt hat. Jede Karte, die zurückgeschickt wird, landet im Lostopf und ermöglicht ihrem Besitzer die Chance auf den Hauptgewinn: einen Gutschein für »Potts Park« in Minden.

Zudem werden sich »Das kleine Lädchen« der Kirchengemeinde Eidinghausen-Dehme und die Interessengemeinschaft Elfenloh mit einem Stand für Bogenschießen auf der Wiese vor der alten Scheune präsentieren. Der Ponyhof Plattenberg aus Dehme bietet Ponyreiten an, und der Treckerverein stellt Alttraktoren aus. Um 14 Uhr singt der Chor der Grundschule Dehme unter der Leitung von Mareike Bogatz, und von 15 Uhr an bis zum Ausklang des Festes um 17 Uhr spielt der Musikverein Dehme. »Einen Gottesdienst gibt es in diesem Jahr nicht. Den organisieren wir nur alle zwei Jahre«, ergänzt Wilhelm Nolting.

»Einziges Fest, das es noch in Dehme gibt«

Neben Butterkuchen und Brot aus dem Steinofen gibt es Bratwurst, Pommes und selbst gebackene Torten. »Die werden alle von Leuten hier aus dem Dorf gebacken«, sagt Wilhelm Nolting. »Wenn man sich die Aktionen anschaut, wird deutlich, worum es uns seit dem Backfest im Jahr 1996 geht: vom Dorf, für das Dorf«, fügt der Vorsitzende hinzu. »Es ist das einzige Fest, das es noch in Dehme gibt, und es soll Treffpunkt sein, vor allem für die Älteren, die nicht mal eben mit dem Auto zu einem anderen Fest in einen anderen Stadtteil fahren können«, erläutert Wilhelm Nolting.

Umbau der Scheune ist angedacht

Auch Regenwetter kann das Fest dank der alten Scheune, in die sich die Besucher dann zurückziehen können, trotzen. Schon vor einem Jahr gab es Überlegungen seitens Helmut Dennig von der Firma Denios, die Scheune umzubauen. »Erst gestern saßen wir zusammen, weil Herr Dennig die Meinung des Vereinsrings zu den Plänen hören wollte. Das freut uns natürlich sehr«, sagt Nolting.

Die Mühle und der Steinofen sollen für künftige Backfeste erhalten bleiben. Angedacht war, die alte Scheune in einen modernen Empfangsbereich für Gäste und Kunden umzugestalten. In einem Anbau sollen zudem Sanitäranlagen untergebracht werden. »Die Baugenehmigung liegt vor, aber es gibt noch innerbetriebliche Aspekte, die Priorität haben, und deshalb wird das wohl noch zwei bis drei Jahre dauern«, meinte der Vereinsringvorsitzende.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6869323?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516044%2F