Neue Nutzung für den ehemaligen Lingemann-Komplex an der Mindener Straße in Bad Oeynhausen
Fitness rund um die Uhr

Bad Oeynhausen (WB). In eine Immobilie an der Mindener Straße kommt Bewegung. Im wahrsten Sinne des Wortes. Bis Anfang 2014 wurden hier Glas, Porzellan und Haushaltswaren verkauft. Voraussichtlich zum Jahresende soll im ehemaligen Lingemann-Ladenlokal auf etwa 2500 Quadratmetern Fläche, auf zwei Etagen, Fitness rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, geboten werden. Das Unternehmen »FitGym24« eröffnet hier sein fünftes Studio.

Mittwoch, 04.09.2019, 06:30 Uhr aktualisiert: 04.09.2019, 17:00 Uhr
»FitGym24« hält Einzug in das ehemalige etwa 2500 Quadratmeter große Lingemann-Ladenlokal an der Mindener Straße. An der Umsetzung des Projektes beteiligt sind (von links) Architekt Marco Rinne, seine Mitarbeiterin Christina Holzmann, Investor Christian Tiede mit seiner Partnerin Lilli Meisner, »FitGym24«-Geschäftsführer Thorsten Meseck und Immobilienmakler Florian Brückner. Foto: Claus Brand
»FitGym24« hält Einzug in das ehemalige etwa 2500 Quadratmeter große Lingemann-Ladenlokal an der Mindener Straße. An der Umsetzung des Projektes beteiligt sind (von links) Architekt Marco Rinne, seine Mitarbeiterin Christina Holzmann, Investor Christian Tiede mit seiner Partnerin Lilli Meisner, »FitGym24«-Geschäftsführer Thorsten Meseck und Immobilienmakler Florian Brückner. Foto: Claus Brand

Partner bei diesem Projekt sind der Investor und Einzelhandelskaufmann Christian Tiede (43) aus Werste und Thorsten Meseck (51). Letzterer ist seit Anfang September Mieter und wird später Betreiber des Studios sein. Christian Tiede hat den Gebäudekomplex vor einiger Zeit von der vorherigen Eigentümerin Ruth Garen gekauft. Meseck hat viele Jahre in der Fitness-Branche gearbeitet, bevor er sich 2008 mit seinem ersten Studio in Mönchengladbach selbstständig machte. Seitdem sind Standorte in Remscheid, Euskirchen, Jülich und jetzt Bad Oeynhausen hinzugekommen.

Einer der ersten Investoren an früherer »Stadtautobahn«

Mit Blick auf den Rückbau von Mindener Straße und Kanalstraße nach Freigabe der Nordumgehung ist Tiede stolz, einer der ersten Investoren an der ehemaligen »Stadtautobahn« zu sein, die aber weiterhin eine hervorragende Verkehrsanbindung biete. Er sagt: »Es ist ein Traditionsgebäude der Stadt Bad Oeynhausen. Es lag uns am Herzen, dass das auch so bleibt. Wir haben genug Leerstände an der Mindener Straße. Es geht darum, hier optisch und wirtschaftlich etwas voranzutreiben. Einer muss den Stein ins Rollen bringen.« Bis Ende Februar 2018 hat Tiede den Tiwa-Markt in der Nachbarschaft betrieben. Ladenlokale gibt es weiterhin in Dissen und Bad Rothenfelde.

Der erste Kontakt zwischen Tiede und Meseck ist im März über den Immobilienmakler Florian Brückner (28) aus Dissen entstanden. Meseck: »Ich war der erste, der angerufen hat, als die Immobilie angeboten wurden.« Tiede: »Die Chemie zwischen uns passte auf Anhieb. Das Konzept hat mich überzeugt.« Nach einem ersten Treffen im Studio in Remscheid habe man sich nur wenig später auf die Zusammenarbeit verständigt. Tiede: »Er legt sehr viel Wert auf Kurse. Das liegt im Trend.« Das Gesundheitsbewusstsein der Menschen habe sich verändert. Viele Menschen würden viel mehr auf ihre Gesundheit und körperliche Fitness achten. Meseck sagt aus seiner Beobachtung heraus, dass die Branche zwar inzwischen nicht mehr so stark wachse, es aber weiter steigende Nachfrage gebe. Zu seinem Konzept erklärt er: »Wir bieten zwei Dinge, Krafttraining und Kurse. Und wenn man nur zwei Sachen macht, muss man die richtig machen.« Zum Spektrum gehörten zum Beispiel Kraft-Ausdauer-Kurse, funktionelles Training, Zumba und vergleichbare Angebote. Für den Standort Euskirchen hat er gerade 30 Trampoline gekauft.

Investitionsvolumen liegt bei etwa zwei Millionen Euro

»Wir bewegen uns bei den baulichen Maßnahmen in der Substanz des Gebäudes. Auch im Inneren muss baulich nur wenig verändert werden«, sagt Architekt Marco Rinne. Jüngst sei es vor allem darum gegangen, verbliebene Bestandteile der ehemaligen Ladenausstattung aus dem Gebäude zu entfernen. Dies seien Arbeiten, für die es keiner Baugenehmigung bedürfe. Die wiederum soll für dann noch ausstehende Arbeiten voraussichtlich Mitte Oktober vom Bauordnungsamt der Stadt erteilt werden. Rinne: »Wenn sie vorliegt, kann der Mieter den Innenausbau vornehmen und Geräte aufstellen.« Alle Anträge seien gestellt. Die Planung an sich sei abgeschlossen. Jetzt laufende Arbeiten seien mit der Stadt abgestimmt. Die vorhandene Dachgeschoss-Wohnung sei für den Studioleiter vorgesehen. Im Kellergeschoss befinde sich nur die Heizung. Das gesamte Investitionsvolumen beziffern Investor und Mieter auf etwa zwei Millionen Euro. Das Studio wird Arbeitgeber für 45 Menschen sein, in Voll- und Teilzeit. Dazu werden Sport- und Fitness-Kaufleute, Kursleiter/Trainer mit entsprechender Qualifikation/Lizenz gehören. Die Suche laufe derzeit, erklärte Meseck, auch für die Position des Studioleiters. Beim Einzugsgebiet setzt der Betreiber in erster Linie auf Bad Oeynhausen: »Was durch die gute Erreichbarkeit, das Pendeln über die Autobahn, hinzukommt, darüber freuen wir uns.«

Das Konzept auf einen Blick

Das Unternehmen »FitGym24« steht für Training rund um die Uhr. Geschäftsführer Thorsten Meseck beschreibt sein Geschäftsmodell so: »Wir wollen nicht einfach nur möglichst vielen Menschen eine Trainingsmöglichkeit zu jeder Zeit und zu einem sehr fairen Preis bieten.« Das Unternehmen setze auf ein schlankes Konzept und verzichte beispielsweise auf Wellness-Angebote. Kernpunkte des Angebotes seien die qualifizierte Trainingsanleitung und -betreuung, ein umfangreicher Gerätepark, ein Hantelbereich auf 250 Quadratmetern sowie ein großzügiges Kursangebot.

Wartezeiten für die Kunden soll es nicht geben, beim Betrieb an sieben Tagen die Woche. Mit einem ausgebildeten Trainer werde bei einem persönlichen Termin jeweils ein Trainingsplan erstellt. Von Montag, 16. September, an soll es montags bis freitags, 16 bis 20 Uhr, vor Ort einen Vorverkauf für das neue Studio geben. Zudem strebt Thorsten Meseck Kooperationen an. So könnten beispielsweise Firmen oder Hotels Mitgliedskarten erwerben, die sie ihren Mitarbeitern oder Gästen zur Verfügung stellen können. Die Mitgliedschaften sind jeweils auf die Dauer eines Jahres angelegt

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