Quartettverein: Klaus Mueller-Zahlmann tritt Nachfolge von Günter Wittig an
»Danke, Günter!«

Bad Oeynhausen (WB). Nach 21 Jahren als Vorsitzender des Quartettvereins hat Günter Wittig (75) das Amt an den ehemaligen Bürgermeister Klaus Mueller-Zahlmann (68) abgegeben, der seit Anfang 2016 im Chor singt und seit 2017 dessen zweiter Vorsitzender ist. Vorausgegangen war Mueller-Zahlmanns Versprechen in seinem Grußwort zum 120. Jubiläum des Quartettvereins 2004, nach seiner Berufstätigkeit im Quartettverein mitzusingen. In die Zeit von Günter Wittigs Vorsitz fallen viele Entscheidungen, die den Chor geprägt haben.

Freitag, 06.09.2019, 12:40 Uhr aktualisiert: 06.09.2019, 12:42 Uhr
Klaus Mueller-Zahlmann (links) ist neuer Vorsitzender des Quartettvereins. 21 Jahre war dies zuvor Günter Wittig, der das Amt des zweiten Vorsitzenden übernommen hat. Foto: Marco Ellermeyer
Klaus Mueller-Zahlmann (links) ist neuer Vorsitzender des Quartettvereins. 21 Jahre war dies zuvor Günter Wittig, der das Amt des zweiten Vorsitzenden übernommen hat. Foto: Marco Ellermeyer

Viele Auftritte im In- und Ausland

»Seit er 1998 den Staffelstab von unserem heutigen Ehrenvorsitzenden Manfred Saßmannshausen übernommen hat, ist es ihm hervorragend gelungen, die Tradition eines vierstimmigen Männerchores zu bewahren und andererseits erfolgreich mit Dirigenten und Sängern neue Wege zu gehen«, sagt der neue Vorsitzende.

Neben Anliegen zum Erscheinungsbild des Chores und der Organisation seien es die vielen Auftritte im In- und Ausland, mit denen er Meilensteine gesetzt habe. Unvergesslich sei die Konzertreise nach Rom mit Auftritten auf dem Petersplatz und im Pantheon. Mueller-Zahlmann: »Als Höhepunkt bleibt die Reise nach Malta in Erinnerung, wo der Quartettverein bei Dreharbeiten zur TV-Sendung ›Kein schöner Land‹ beim Galaabend von Kammersänger Günter Wewel auftrat.«

Zusammenarbeit mit namhaften Künstlern gefestigt

Überhaupt habe Wittig die Zusammenarbeit mit namhaften Künstlern gefestigt, beinahe perfektioniert. Der Vorsitzende nennt beispielhaft Tenor Volker Bengl, Bariton James Tolksdorf, Sopranistin Lilli Wünscher, Bass Randall Jakobsh, Sopranistin Eva Lind und die Alsterspatzen aus Hamburg. Sie alle seien auf Grund seines Verhandlungsgeschicks nach Bad Oeynhausen gekommen und hätten die Kulturszene zur Freude tausender Zuschauer bereichert.

»Sehr wichtig waren und sind Günter, der den Zweiten Weltkrieg als Kind erlebt hat, bis heute Kontakte zu Chören im Sinne der Völkerverständigung und des europäischen Gedankens. Neben einem gemeinsamen Konzert mit dem holländischen ›Hertens Mannenkoor‹ zeigt vor allem die mittlerweile mehr als zehnjährige Freundschaft mit dem Chor ›Halka‹ in der polnischen Partnerstadt Inowroclaw, wie Musik über Grenzen hinweg verbindet.« Als besonderen Verdienst verweist Mueller-Zahlmann auf viele Stunden der Vorbereitung, Organisation und Überzeugungsarbeit, die Wittig mit den Kassierern aufgewendet habe. Belohnt worden sei dies mit unvergesslichen Konzerten in beiden Städten sowie mit vielen Freundschaften, die aus der Partnerschaft entstanden seien. Als »gelebte Städtepartnerschaft« hätten die Bürgermeister das Engagement während der Rathaus-Empfänge hervorgehoben.

Benefizkonzert für das Ronald-McDonald-Haus

Die Liste besonderer Ereignisse in der Amtszeit Wittigs könne keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben. Nicht mehr wegzudenken seien die Weihnachtskonzerte am 3. Advent im Theater im Park. Unerwähnt bleiben dürfe auch nicht, »dass sich der Chor karitativ engagiert. So lud der Verein zu einem Benefizkonzert für das Ronald-McDonald-Haus ein. Am Ende wurde ein Scheck über 2.225 Euro überreicht. Damit hat der Verein für ein Jahr ein Apartment für Eltern gesponsert, deren Kinder im Herzzentrum operiert wurden«, erläutert der Vorsitzende. Wittig habe über zwei Jahrzehnte den Verein repräsentiert, er sei bei Konzerten und anderen Gelegenheiten das »Gesicht« des Chores gewesen, »der mit seiner wohlklingenden, unaufgeregten Stimme auf sympathische Art die Gäste mit dem Programm vertraut gemacht hat.«

Vielleicht sei die größte Herausforderung gewesen, dutzende von Männern im besten Alter zusammenzuhalten, »sie zu motivieren, zu Erfolgen zu bringen.« Mueller-Zahlmann: »Wir Sänger sagen: ›Danke, Günter!‹ Es ist Dir gelungen. Mögest Du Verein und Chorgesang noch viele Jahre mit Rat und Tat erhalten bleiben.‹«

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