Do., 12.09.2019

József Opicz (31) ist neuer Kreiskantor im evangelischen Kirchenkreis Vlotho »Alle haben die Herzen für mich geöffnet«

An der Orgel in der Auferstehungskirche am Kurpark fühlt sich József Opicz bereits wie zu Hause. Zum 1. September hat der 31-Jährige als neuer Kreiskantor im evangelischen Kirchenkreis Vlotho die Nachfolge von Harald Sieger angetreten.

An der Orgel in der Auferstehungskirche am Kurpark fühlt sich József Opicz bereits wie zu Hause. Zum 1. September hat der 31-Jährige als neuer Kreiskantor im evangelischen Kirchenkreis Vlotho die Nachfolge von Harald Sieger angetreten. Foto: Malte Samtenschnieder

Von Malte Samtenschnieder

Bad Oeynhausen (WB). József Opicz freut sich auf seine neuen Aufgaben: Zum 1. September hat der 31-Jährige seine Stelle als Kreiskantor im evangelischen Kirchenkreis Vlotho angetreten. Sein Hauptbetätigungsfeld ist die Auferstehungskirche am Kurpark. Dort ist er für die Leitung der Kantorei, der Jugendkantorei und des Posaunenchores zuständig. Zudem versieht er in den Gottesdiensten den Orgeldienst.

Sein Masterstudium als A-Kirchenmusiker hat József Opicz im vergangenen Jahr an der Hochschule für Kirchenmusik in Herford erfolgreich beendet. Für den 31-Jährigen ist es bereits der zweite Studienabschluss.

»Ich habe zuvor schon ein Kirchenmusikstudium an der Musikakademie in Budapest absolviert«, sagt der gebürtige Ungar im Gespräch mit dieser Zeitung. Danach habe er ein Jahr als Musiklehrer gearbeitet, sich dann aber für ein Aufbaustudium in Deutschland entschieden.

Auf die vakante Stelle als Kreiskantor im Kirchenkreis Vlotho sei er durch eine Anzeige in einer Fachzeitschrift aufmerksam geworden. Er freue sich, dass seine Bewerbung von Erfolg gekrönt gewesen ist. »Die erste Probe mit der Kantorei war sehr beeindruckend«, sagt József Opicz.

Im Vorfeld sei er ein wenig nervös gewesen. »Man weiß ja vorher nie, wie man als Neuer empfangen wird«, ergänzt der Musiker. Seine Bedenken seien jedoch unbegründet gewesen. József Opicz: »Nach fünf bis zehn Minuten hatten wir eine sehr gute Stimmung. Ich hatte das Gefühl, dass alle Sänger für mich ihre Herzen geöffnet haben.«

Radiogottesdienst zum Erntedankfest

Der erste Auftritt der Kantorei unter der Leitung des neuen Kreiskantors steht bereits am Sonntag, 6. Oktober, in der Auferstehungskirche am Kurpark an. »Dieser Erntedankgottesdienst wird live im Radio übertragen«, sagt József Opicz. Als zen­trales musikalisches Werk habe er für diesen besonderen Anlass John Rutters »Schau auf die Welt« ausgewählt.

Das erste eigenständige Konzert unter seiner Leitung werde es am Sonntag, 22. Dezember, geben. Passend zum vierten Advent stehen dann die Teile I bis III von Bachs Weichnachtsoratorium auf dem Programm.

Die Jugendkantorei hat József Opicz ebenfalls bereits kennengelernt. »Bei der ersten Probe habe ich nur mitgesungen«, sagt der ausgebildete Countertenor. Während des Auftritts der Jugendkantorei bei der Kulturnacht an diesem Freitag werde die Gesangsgruppe noch einmal von Hagen Heinicke geleitet. »Erst danach werde dann ich die Leitung übernehmen«, sagt József Opicz.

Großes Potenzial sieht der 31-Jährige auch im Posaunenchor der Altstadt-Kirchengemeinde. »Die Bläser sind unter anderem zu sehr sanften Klängen fähig, damit habe ich nicht gerechnet«, fasst der 31-Jährige Eindrücke von der ersten gemeinsamen Probe zusammen.

Arbeitsschwerpunkte sind noch offen

Welche Perspektiven er für seine Arbeit in der Auferstehungskirche am Kurpark und im Kirchenkreis Vlotho sieht, möchte József Opicz noch nicht präzisieren. »Ich möchte mir einige Monate Zeit geben, um die einzelnen Gruppen zunächst besser kennenzulernen«, sagt der Musiker.

Als einen Schwerpunkt kann er sich jedoch einen Ausbau der Kinder- und Jugendarbeit vorstellen. Auch den Gemeindegesang während der Gottesdienste will er fördern. József Opicz: »Was ich bisher gehört habe, klang allerdings auch schon sehr vielversprechend.«

Nach der Eingewöhnungsphase möchte der gebürtige Ungar, der seit 2014 in Deutschland lebt, seinen Wohnsitz voraussichtlich im nächsten Frühjahr von Herford nach Bad Oeynhausen verlegen. Ständig zu pendeln, sei zu aufwändig. Um den Kopf frei zu bekommen, fährt der 31-Jährige Fahrrad oder geht wandern. Zudem kocht er gerne. Auch spiele er in der Freizeit verschiedenste Instrumente. »Zum Beispiel Geige und Posaune«, verrät József Opicz.

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