Mo., 23.09.2019

Stadt verleiht auf »Markt der Möglichkeiten« erstmals Heimatpreis Schülerfirma ist Gewinnerin

Der »Markt der Möglichkeiten« war Forum für die Vergabe des Heimatpreises durch Bürgermeister Achim Wilmsmeier (rechts). Mit im Bild sind (vorne, von links) Babel Olca, Ian Varlemann, Robin Lammers (alle Schülerfirma Europaschule) sowie (hinten, von links) Sebastian Birke (Druckerei-Verein), Michael Witt (Leiter Johanniter-Kita Oeynhausener Schweiz), Luca Limberg (Schülerfirma), Maren Doeh­men (Druckerei), Angela Kaluza (Johanniter), Darius Szymanski, Lehrer Simon Bäumer und Jan Felix Kretzberg (Schülerfirma).

Der »Markt der Möglichkeiten« war Forum für die Vergabe des Heimatpreises durch Bürgermeister Achim Wilmsmeier (rechts). Mit im Bild sind (vorne, von links) Babel Olca, Ian Varlemann, Robin Lammers (alle Schülerfirma Europaschule) sowie (hinten, von links) Sebastian Birke (Druckerei-Verein), Michael Witt (Leiter Johanniter-Kita Oeynhausener Schweiz), Luca Limberg (Schülerfirma), Maren Doeh­men (Druckerei), Angela Kaluza (Johanniter), Darius Szymanski, Lehrer Simon Bäumer und Jan Felix Kretzberg (Schülerfirma). Foto: Claus Brand

Von Claus Brand

Bad Oeynhausen (WB). Ehrenamt bereitet Freude und macht Spaß. Das hat der erste »Markt der Möglichkeiten« auf dem Schulhof der Altstadt-Grundschule am Sonntagnachmittag verdeutlicht. Zugleich war er Forum für eine zweite Premiere: die Verleihung des Heimatpreises.

Den mit 2500 Euro dotierten ersten Preis – Infoleiste rechts – hat dabei die Schülerfirma der Europaschule mit dem Projekt »Badoeynhausen.shop« erhalten (diese Zeitung berichtete). Voller Freude über die Auszeichnung sagte Simon Bäumer (29), der als Lehrer das Projekt begleitet: »Einen Teil des Geldes werden wir verwenden, unsere eigenen Sachen unserem Partner abzukaufen.« Und: »Wir wollen auch in der Stadt Präsenz zeigen, einen eigenen Stand aufbauen.« Partner der Schüler ist die Firma »Spread­shirt«, die für Künstler und auch die Schülerfirma die Logistik und die Produktion der Produkte für den »Badoeynhausen.shop« übernimmt. Bäumer: »Wir organisieren die Farbauswahl, laden unsere Designs für die Kleidung und die Souvenirs hoch. Die Kunden bestellen über unser Portal. Da wir als Schul-Arbeitsgemeinschaft keinen Gewinn machen dürfen, wollen wird das Preisgeld auch in der Schule einsetzen.« Klimaschutz sei dort gerade ein großes Thema. Bäumer: »Wir überlegen, für welche sozialen und sinnvollen Projekte wir das Geld mit nutzen. Wir haben schon mal an einen Wasserspender gedacht und gleichzeitig daran, dass alle Schüler eine Trinkflasche mit Stadtlogo bekommen könnten.« Das sei auch im Sinne der Nachhaltigkeit.

Den dritten Preis haben für das Druckerei Begegnungszentrum Maren Doehmen, hauptamtliche Mitarbeiterin dort, und der Vereinsvorsitzende Sebastian Birke entgegen genommen. »Wir wollen das Preisgeld für die ›Rockwiese‹ nutzen, es also dort reinvestieren«, sagte Maren Doehmen. Diesen Ansatz verfolgen auch Angela Kaluza (Vertreterin Tagespflege der Johanniter) und Michael Witt, Leiter der Kita Oeynhausener Schweiz. Das Preisgeld soll in ihr Generationen übergreifendes Projekt reinvestiert werden.

»Wenn wir die Vielfalt des Ehrenamtes hier heute geballt erleben, können wir das Motto vielleicht sogar in ›Markt der unbegrenzten Möglichkeiten‹ erweitern«, sagte Bürgermeister Achim Wilmsmeier zur Begrüßung. Nachdem es in den vergangenen drei Jahren den Freiwilligentag gegeben habe, sei es Zeit gewesen, ein neues Format zu erproben, um noch mehr Vereinen und Organisationen die Teilnahme zu ermöglichen. Mit rund 30 Ständen sei die Anzahl der Teilnehmer im Vergleich zu 2018 mehr als verdoppelt worden.      

Preisträger und Bewerber

Auch das Engagement für das Thema »Heimat« wird in Bad Oeynhausen vom Ehrenamt getragen. Das hat der Bürgermeister bei der Verleihung des Heimatpreises gesagt. Nachfolgend die Gewinner und die anderen Bewerber im Kurzporträt:

Erster Preis

Dotiert mit 2500 Euro: an die Schülerfirma der Europaschule (diese Zeitung berichtete) mit dem Projekt »Badoeynhausen.shop« . Die Schülergruppe verkauft selbst gestaltete Kleidung und Souvenirs über einen Onlineshop und will so die Identität ihrer Heimat und die Identifikation der Bürger mit Bad Oeynhausen stärken. Lehrer Simon Bäumer betreut das Projekt.

Zweiter Preis

Dotiert mit 1500 Euro: an die Johanniter-Tagespflege und die Johanniter-Kindertageseinrichtung mit dem Projekt »Bad Oeynhausen aus Sicht von Jung und Alt« . Bei dem Projekt wird Geschichte lebendig, indem Senioren den Kindern anhand von Fotos und Gegenständen von früher erzählen. Im zweiten Schritt machen sich die Kinder ein Bild ihrer Heimat und machen Fotos. Das Projekt endet in einer gemeinsamen Aktion von Jung und Alt durch die Dokumentation und Präsentation der Ergebnisse.

Dritter Preis

Dotiert mit 1000 Euro: an den Verein Druckerei Begegnungszentrum mit dem Projekt »Rockwiese« . Dabei handelt es sich um ein Jugendfestival/eine Nachwuchsbühne als traditioneller Bestandteil der Innenstadtfete. Ehrenamtliche der Druckerei kümmern sich um Planung, Organisation und Durchführung der »Rockwiese«.

Weitere Bewerber

- Die Werster Heimatfreunde mit dem Projekt »Einrichtung/Erweiterung der Werster Heimatstube« . Der erst 2019 gegründete Heimatverein sieht dies als eine seiner zentralen Aufgaben.

- Der Heimaverein Wöhren mit dem Projekt »Krause Buche« .

- Die ehrenamtliche Müllergruppe im Siekertal mit dem Projekt »Erweiterung der Hofwassermühle durch ein kleines Nebengebäude« .

- Der Förderverein Freibad Lohe mit dem Projekt »Erhalt des Loher Freibades für künftige Generation« . Diese Zeitung hat vielfach über die Vereins-Aktivitäten berichtet.

Der Förderverein für das Freibad Lohe und die Mühlengruppe haben 2006 beziehungsweise 2009 den Ehrenamtspreis der Stadt erhalten.

Kommentar

Ehrenamt ist vielfältig und seine Bedeutung nicht zu unterschätzen. Ohne die Frauen, Männer, Jugendlichen und Kinder, die sich in Bad Oeynhausen engagieren, wäre manches Angebot zwischen der Lohe und Bergkirchen, zwischen Dehme und der Altstadt nicht möglich. Das verdient Anerkennung. Der Heimatpreis ist ein gutes Mittel, um diese einerseits auszusprechen und andererseits Verbindung zur eigenen Heimat zu schaffen. Dass sich dieses Mal die junge Generation den ersten Preis gesichert hat, kann gerade für sie Ansporn sein, sich ins Geschehen vor Ort einzubringen, gerade auch im Ehrenamt.                                                                                                         Claus Brand

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