Sa., 12.10.2019

TuS Lohe in Bad Oeynhausen stemmt Finanzierung des neuen Kunstrasenplatzes – verspäteter Baubeginn Sponsoren tragen komplette Sanierung

Am Sonntag haben Fußballspieler der Kreis- und Bezirksliga hier Bälle gekickt, seit Montag laufen die Bauarbeiten zur Sanierung. Der alte Naturrasen ist bereits abgetragen, nun soll in mehreren Schritten ein neuer Kunstrasen verlegt werden.   

Am Sonntag haben Fußballspieler der Kreis- und Bezirksliga hier Bälle gekickt, seit Montag laufen die Bauarbeiten zur Sanierung. Der alte Naturrasen ist bereits abgetragen, nun soll in mehreren Schritten ein neuer Kunstrasen verlegt werden.    Foto: Rajkumar Mukherjee

Von Rajkumar Mukherjee

Bad Oeynhausen (WB). Mit Verspätung haben die Bauarbeiten für die Sanierung des Sportplatzes auf der Lohe begonnen. Dafür haben der Vorstand und die Mitglieder des TuS Lohe aber einen guten Grund: Während der Planungsphase haben sie so viele Sponsoren gefunden, dass der Verein die gesamten Kosten von bis zu 800.000 Euro selbst stemmen kann.

Die Arbeiten sollten, wie berichtet, bereits im Sommer beginnen. »Wir haben aber etwas mehr Zeit für die Planung und die Regelung der Finanzierung gebraucht«, sagt Andreas Hinkelmann, erster Vorsitzender des TuS Lohe. Der Naturrasen, der bereits abgeschält ist, soll durch einen Kunstrasen ersetzt werden. Den Spielplan wird der verspätete Baubeginn nicht durcheinanderbringen. »Wir rechnen mit einer Bauzeit von etwa drei Monaten. Der Platz wird dann wieder zur Rückrunde bespielbar sein«, sagt Andreas Hinkelmann.

Neue Flutlichtanlage

Über den Beginn des Sportplatzumbaus freuen sich (von links) Karl-Heinz Kirches, zweiter TuS-Vorsitzender, Bürgermeister Achim Wilmsmeier und TuS-Vorsitzender Andreas Hinkelmann. Foto: Rajkumar Mukherjee

Die Unterstützung der Sponsoren zeige zugleich, wie engagiert die Mitglieder des TuS Lohe sind. »Wir haben Mitglieder, die überregional zum Beispiel im Außendienst tätig sind. Sie haben Firmen angesprochen und nach einem Sponsoring gefragt«, sagt Andreas Hinkelmann. Insgesamt etwa 450 Mitglieder habe der TuS Lohe, in den Sparten Fußball, Tischtennis und Turnen.

Dass der Verein die Mittel für die dringende Sanierung selbst aufbringt, freut auch die Stadt. Wie berichtet, ist beispielsweise ein Betrag von 725.000 Euro für einen neuen Kunstrasenplatz im Schulzentrum Nord im Gespräch. Falls eine Förderzuteilung aus dem Programm »Entwicklung des ländlichen Raumes« in Frage kommen sollte, müsste die Stadt in Werste immerhin noch die Hälfte selbst tragen. »Deshalb sind wir natürlich froh, dass der TuS Lohe diese Lösung gefunden hat«, sagt Bürgermeister Achim Wilmsmeier, der zugleich darauf verweist, dass die Stadt die Rahmenbedingungen weiter schaffen wolle.

Zur Sanierung des Rasenplatzes auf der Lohe gehört auch die In­stallation einer neuen Flutlichtanlage mit sechs Masten und zwölf Strahlern. Zudem wird das Pflaster auf der Nordseite erneuert. Auch Ballfangnetze werden hinter den Toren noch installiert.

In einem weiteren Schritt soll, wie ebenso berichtet, auch ein neues Umkleidehaus entstehen. Auch hierfür soll es Zusagen von Sponsoren geben, sagt Andreas Hinkelmann. Dieses Gebäude soll auf der freien Fläche in Richtung Osten, hinter dem Tor entstehen. »Damit die Spieler direkt auf den Platz gehen können«, sagt An­dreas Hinkelmann. Getrennte Bereiche soll es für die Heimmannschaften des TuS Lohe sowie für Gastmannschaften geben. Auch ein Besprechungsraum soll hier entstehen. Zudem soll der Ascheplatz in diesem Bereich verschwinden. »Weil die Spieler nicht über die Asche auf den Kunstrasenplatz gehen dürfen«, sagt An­dreas Hinkelmann. Insgesamt liege der TuS Lohe bei den »Bemühungen, zur Saison 2020/2021 eine komplett neue Infrastruktur den Aktiven anbieten zu wollen voll im Zeitplan«, sagt Karl-Heinz Kirches, zweiter TuS-Vorsitzender.

Diskussion um Kunststoffgranulate

Dort, wo jetzt noch die abgebauten Tore stehen, soll in einem weiteren Schritt das neue Umkleidegebäude gebaut werden. Anschließend soll auch hier eine neue Zuwegung entstehen. Foto: Rajkumar Mukherjee

Die aktuelle Diskussion um mögliche Gefahren ausgehend von Kunststoffgranulaten haben auch die Vertreter des TuS Lohe sowie der Stadt verfolgt. Vorausschauend habe der Verein zu Beginn der Planung auf eine Verfüllung mit Sand und Naturkork gesetzt. Unterstützung bei der Planung hat der Verein von der Stadt, dem Kreis Minden-Lübbecke sowie Nagel Landschaftsarchitekten & Ingenieure erhalten. So werden die Spiele der Jugend- und Seniorenmannschafen des Bezirksligisten, in Abstimmung mit der Stadt, während der Umbauphase auf dem Rasenplatz im Schulzentrum Süd und in der Sparkassen-Arena stattfinden.

Bereits vor drei Jahren war die Entscheidung gefallen, den Rasenplatz zu modernisieren, besonders, um die Jugendmannschaften wettbewerbsfähig zu halten. »Da müssen und wollen wir einen ordentlichen Platz bereitstellen, was bei Naturrasen aufgrund von Hitzeperioden immer schwieriger wird«, sagt An­dreas Hinkelmann. Wichtige Voraussetzung ist auch die Verlängerung des Pachtvertrages durch Grundstückseigentümer Karl-Heinz Senkpiel-Tügel um weitere 30 Jahre.

Mit der kompletten Sanierung des Platzes auf der Lohe mit einer Größe von 104 mal 68 Metern ist die Bielefelder Fachfirma Heiler beauftragt.

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