Mi., 20.11.2019

Schausteller Theo Rosenzweig plädiert für neues Weihnachtsmarktkonzept in 2020 »Eine Veränderung ist zwangsläufig«

Schausteller Theo Rosenzweig ist seit Jahren für den Auf- und Abbau der Eisbahn und der anliegenden Buden auf dem Inowroclaw-Platz zuständig. Beim Aufbau hat der Schausteller dieser Zeitung verraten, dass er gerne das Konzept verändern würde, um mehr Schausteller nach Bad Oeynhausen zu locken.

Schausteller Theo Rosenzweig ist seit Jahren für den Auf- und Abbau der Eisbahn und der anliegenden Buden auf dem Inowroclaw-Platz zuständig. Beim Aufbau hat der Schausteller dieser Zeitung verraten, dass er gerne das Konzept verändern würde, um mehr Schausteller nach Bad Oeynhausen zu locken. Foto: Louis Ruthe

Von Louis Ruthe

Bad Oeynhausen (WB). Seit 2002 organisiert Schausteller Theo Rosenzweig das weihnachtliche Treiben rund um die Eisbahn auf dem Inowroclaw-Platz. Gerne würde er etwas in diesem Bereich verändern und den Standort »attraktiver« gestalten. Für 2020 erhofft sich Theo Rosenzweig, dass ein neues Konzept mit Vertretern der Stadt, des Staatsbades, des Einzelhandels und der Schausteller erarbeitet wird.

»Meine bisherigen Vorschläge sind immer an Kleinigkeiten gescheitert«, sagt Theo Rosenzweig im Gespräch mit dieser Zeitung. Zumeist an der Buchsbaumhecke entlang des Inowroclaw-Platzes, über die er seit 2002 die Eisbahn, samt der Verkaufsstände, bauen müsse. »Der Inowroclaw-Platz ist der einzige Platz in der Innenstadt, auf dem größere Veranstaltungen stattfinden können«, sagt Theo Rosenzweig während der Aufbauarbeiten. Mit einer »mobilen Hecke« sei viel mehr auf dem Platz möglich – nicht nur beim Weihnachtsmarkt.

»In meinem Entwurf, den ich Peter Adler, dem ehemaligen Geschäftsführer des Staatsbades vorgelegt hatte, ist die Eisbahn zum Badehaus I hin verlegt«, berichtet Rosenzweig. Die Buden entlang der Straße Am Kurpark könnten dann im Halbkreis oder ähnlicher Anordnung aufgestellt werden, um die Besucher so am neuen Standort der Eisbahn vorbei zum Weihnachtswald am Königshof zu geleiten.

Derzeit rentiere sich das Geschäft mit der Beschickung des Weihnachtsmarktes noch – trotz 20.000 Euro Vorkosten, die der Schausteller jedes Jahr investieren muss, bevor alles losgehen kann. »An der Eisbahn sind wir mit der Auslastung zufrieden«, sagt Rosenzweig. Vor allem an den Wochenenden werde ein Großteil des Umsatzes, der unter der Woche ausbleibe, wieder reingeholt.

»Der Weihnachtsmarkt, so wie er ist, funktioniert«

»Der Weihnachtsmarkt, so wie er ist, funktioniert. Die Frage ist nur, wie lange noch?«, sagt Theo Rosenzweig, und betont: »Wir brauchen jedoch keine neuen Buden. Die sind ein Jahre später schon wieder alt.« Die Innenstadt müsse als Ganzes funktionieren. Er sieht die Stadt in der Verantwortung, den Standort Bad Oeynhausen für Einzelhändler »attraktiver« zu gestalten. »Eine Veränderung ist zwangsläufig«, sagt Rosenzweig. Viele Jahre habe die Stadt den Einzelhandel vernachlässigt, dabei sei dieser für den »Betrieb eines Weihnachtsmarktes eminent wichtig«.

»Wenn mehr Menschen tagsüber in der Innenstadt unterwegs sind, ist das für viele Schausteller ein Grund, nach Bad Oeynhausen zu kommen«, berichtet Rosenzweig. Bisher sei das größte Argument für die Schausteller die Eisbahn. »Damit unterscheidet sich der Weihnachtsmarkt von den anderen«, sagt er.

Theo Rosenzweig setzt auf Gespräche mit Stadt und Staatsbad

Trotzdem merke er auch, dass in den vergangenen Jahren der Wunsch nach Veränderungen bei den Bad Oeynhausenern stetig zugenommen habe. Seit dem Wegfall der Buden entlang des unteren Bereiches der Klosterstraße und entlang der Herforder Straße sei der Weihnachtsmarkt nicht mehr mit der Innenstadt verbunden. Seit einigen Jahren muss die Klosterstraße dort für Rettungsfahrzeuge frei bleiben.

»Ich würde mich freuen, wenn sich mit der neuen Staatsbad-Chefin Gespräche dazu entwickeln«, sagt Rosenzweig. Dann sei es an der Zeit, das sich Vertreter der Stadt, des Staatsbades, des Einzelhandels und der Schausteller an einen Tisch setzen.

Für die Schausteller, die ihre Buden rund um den Schweinebrunnen stehen haben, soll von diesem Mittwoch an ein Aufbau möglich sein. Am kommenden Montag, 25. November, wird der Weihnachtsmarkt eröffnet.

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