Mi., 04.12.2019

Bad Oeynhausener Ratsmitglied Hans-Jürgen Daniel schlägt lokales Ampelmännchen vor Colon Sültemeyer bald als Wegweiser?

Der Bad Oeynhausener SPD-Ratsherr Hans-Jürgen Daniel möchte neue Hingucker in der Kurstadt platzieren. Sein Plan: An fünf Stellen in der Stadt soll der Colon Sültemeyer als Wegweiser auf Fußgängerampeln zu sehen sein. Eine Stelle könnte die Ampel an der Bahnhofstraße Richtung Dammwildgehege sein.

Der Bad Oeynhausener SPD-Ratsherr Hans-Jürgen Daniel möchte neue Hingucker in der Kurstadt platzieren. Sein Plan: An fünf Stellen in der Stadt soll der Colon Sültemeyer als Wegweiser auf Fußgängerampeln zu sehen sein. Eine Stelle könnte die Ampel an der Bahnhofstraße Richtung Dammwildgehege sein. Foto: Louis Ruthe

Von Louis Ruthe

Bad Oeynhausen (WB). Mal soll er stehen, mal soll er gehen, mal ist er Rot, mal ist er Grün. Der Colon Sültemeyer soll nach Meinung von Hans-Jürgen Daniel als Ampelmännchen in der Innenstadt Fußgängern in Zukunft den Weg weisen.

„Viele Städte haben bereits ihre eigenen Ampelmännchen“, sagt SPD-Ratsherr Hans-Jürgen Daniel. So ein lokales Ampelmännchen würde der Stadt ein neues Gesicht verleihen „und vielleicht den einen oder anderen Bürger dazu anregen, sich mehr mit der Bad Oeynhausener Geschichte ausein­anderzusetzen“.

Bereits im Sommer ist der Bad Oeynhausener mit seinem Vorschlag beim Staatsbad vorstellig geworden.„Man hat mir dort versichert, dass sich der Sache angenommen werde“, berichtet Hans-Jürgen Daniel. Eine Rückmeldung habe er jedoch bis heute nicht erhalten. „Vielleicht liegt das am Personalkarussell derzeit“, sagt Hans-Jürgen Daniel. Auf Nachfrage beim kommissarischen Geschäftsführer der Staatsbad GmbH, Georg Busse, ist die Idee dort auf offene Ohren gestoßen. „Ich werde sie aufgreifen und in die nächste Gesellschafterversammlung im neuen Jahr mitnehmen“, sagt Busse. Dann sollen die Mitglieder entscheiden.

Duisburg, Mainz und Ost-Berlin dienen als Vorbilder

An fünf Ampelanlagen möchte der Ratsherr den Colon auf die Fußgängerampeln bringen. „Zen­tral um die Innenstadt und den Kurpark herum sind ideale Plätze für die besonderen Ampeln“, sagt Hans-Jürgen Daniel. Beispielsweise am Busbahnhof in Bad Oeynhausen, an der Herforder Straße, der Kaiserstraße oder der Ecke Weserstraße/Detmolder Straße könnten nach seiner Ansicht die Ampelmännchen stehen. „In Volmerdingsen oder auf der Lohe sind solche Ampelmännchen sinnlos“, sagt Hans-Jürgen Daniel. Die Lichtzeichen würden nur Sinn machen, wenn viele Leute sie zu sehen bekämen.

In Mainz zieren bereits die bekannten Mainzelmännchen viele Fußgängerampeln. Foto: dpa

Vorbilder für solche Ampelmännchen gibt es mittlerweile in zahlreichen Städten. In Duisburg verziert ein Bergmann einige Fußgängerampeln, in Mainz ist es das Mainzelmännchen. Das berühmteste Ampelmännchen dürfte jedoch das Ost-Ampelmännchen sein, welches bis heute im ehemaligen Ost-Berlin zu sehen ist.

Auf die Frage, welche Kosten solch ein Ampelmännchen bereiten würde, hat Hans-Jürgen Daniel keine Antwort parat. Auf Nachfrage dieser Zeitung bei der Stadt Duisburg sind die Kosten pro Ampel auf etwa 1000 Euro taxiert worden. In Duisburg kümmern sich die Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD) um die Ampeln im Stadtgebiet.

„Der Colon soll an Rock, Hut und Stock zu erkennen sein“

„Als sich eine Duisburgerin mit der Idee einer Bergmannsampel bei uns gemeldet hat, haben wir uns mit den Kollegen der WBD in Verbindung gesetzt, um die Idee in die Praxis umzusetzen“, berichtet Susanne Stölting, Sprecherin der Stadt Duisburg. Die Gestaltung des Bergmanns habe eine Duisburger Agentur übernommen, auf deren Basis dann die entsprechenden Schablonen für die Ampel gefertigt worden seien.

„Die Straßenverkehrsordnung legt fest, wie Ampeln für Fußgänger und Radfahrer auszusehen haben“, erklärt die Stadtsprecherin in diesem Zusammenhang. Im Lichtzeichen für Fußgänger müsse lediglich das rote Sinnbild einen stehenden, das grüne einen schreitenden Fußgänger zeigen. „Der Colon in Bad Oeynhausen soll an seinem Rock, seinem Hut und seinem Stock zu erkennen sein“, sagt Hans-Jürgen Daniel.

Er könne sich gut vorstellen, dass solch ein Projekt durch ISEK-Mittel gefördert werden könnte. „Stadt oder Staatsbad müssen nur mal anfragen“, meint Daniel. „Ich habe in meinem Umfeld viele positive Reaktionen auf die Idee bekommen“, sagt er. Nun liege es in der Hand des Staatsbades und der Stadtverwaltung, was mit seiner Idee passiere.

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