Schülerfirma freut sich bei Kreativwettbewerb über 50 Vorschläge für Bad Oeynhausen-Motive
Schöne Bescherung

Bad Oeynhausen (WB). Sie vermarkten Bad Oeynhausen. Mit wachsendem Erfolg. Mit Schriftzügen wie „Kurstadtkind“ oder „Good Bad Oeynhausen“ haben sie offenbar den Geschmack vieler getroffen und eine Marktlücke aufgetan. Auf T-Shirts, Hoodies, Caps und Co., aber auch auf Tassen, Schürzen, Stramplern, Postkarten und vielem mehr trägt eine Schülerarbeitsgemeinschaft der Europaschule Bad Oeynhausen den Namen der Stadt – mit kreativen Schriftzügen und Wortspielen – in die Welt hinaus. Seit Anfang Dezember gibt es sogar ein Ladenlokal im Stadtzentrum.

Montag, 23.12.2019, 07:30 Uhr
Auf dem Tisch im Ladenlokal liegen neue Motiv-Ideen, die die Schüler-Arbeitsgemeinschaft für Schriftzüge auf T-Shirts, Hoodies und Co. nutzen kann. Sie stammen aus dem jüngsten Kreativwettbewerb, an dem sich unter anderem auch Schüler aus zwei Kunstkursen der Jahrgangsstufe elf der Europaschule beteiligt haben. Auch Einsendungen von außerhalb der Schule hat es gegeben. Welche Motiv-Idee einen Preis erhält, soll abschließend im Januar entschieden werden. Über die große Resonanz von etwa 50 Einsendungen freuen sich neben Lehrer Simon Bäumer (Zweiter von links) die Schüler (von links) Babel Olca, Lea Sophie Karch, Robin Lammers und Jan Kretzberg. Foto: Claus Brand
Auf dem Tisch im Ladenlokal liegen neue Motiv-Ideen, die die Schüler-Arbeitsgemeinschaft für Schriftzüge auf T-Shirts, Hoodies und Co. nutzen kann. Sie stammen aus dem jüngsten Kreativwettbewerb, an dem sich unter anderem auch Schüler aus zwei Kunstkursen der Jahrgangsstufe elf der Europaschule beteiligt haben. Auch Einsendungen von außerhalb der Schule hat es gegeben. Welche Motiv-Idee einen Preis erhält, soll abschließend im Januar entschieden werden. Über die große Resonanz von etwa 50 Einsendungen freuen sich neben Lehrer Simon Bäumer (Zweiter von links) die Schüler (von links) Babel Olca, Lea Sophie Karch, Robin Lammers und Jan Kretzberg. Foto: Claus Brand

„Es sind tolle Ideen dabei“

Und damit das Ganze ein weiterhin dynamisches Unterfangen bleibt, hat es jüngst einen Kreativ-wettbewerb für neue und pfiffige Motive und Schriftzüge geben. „50 Vorschläge haben wir erhalten. Es sind tolle Ideen dabei“, sagt Lehrer Simon Bäumer. Einige kamen von Schülern aus zwei Kunstkursen der Jahrgangsstufe elf. Es gab aber auch Beiträge einzelner Schüler, oder solche, mit einem Anteil von etwa zehn Prozent, die von außen an die Schule herangetragen wurden. Simon Bäumer verspricht: „Im Januar sollen die Gewinner des Kreativwettbewerbes feststehen. Wir wollen sie offiziell ehren und einige Motive aus dem Wettbewerb bei einer Modenschau Ende Januar im Ladenlokal präsentieren.“ Die Preise werden vermutlich aus Kleidungsstücken bestehen, die das Motiv der jeweiligen Gewinner zieren. Auch für die Kinderkollektion soll ein Motiv prämiert werden. Ideen für neue Motive waren zum Beispiel Bad Oeynhausen in Lautschrift oder aber ein Barcode für Bad Oeynhausen.

Heimatpreis und Ladenlokal

Der 29-jährige Lehrer für Religion und Sozialwissenschaften unterrichtet seit Sommer 2018 an der Europaschule. Den Anstoß für das Projekt gaben seine Kollegin Saskia Hofbauer, zuständig für den Bereich Europaschule, und Schulleiter Dirk Rahlmeyer. Sie wussten von den Erfahrungen von Simon Bäumer mit einem privat intiierten Projekt, mit ähnlichem Ansatz, in seiner Heimat im Westerwald. Dort war das Projekt auf die Region ausgerichtet. In Bad Oeynhausen ist aus der Grundidee inzwischen die erfolgreiche Schülerfirma geworden, die im Spätsommer den Heimatpreis der Stadt erhalten hat und seit Anfang Dezember kostenfrei ein zuvor leer stehendes Ladenlokal in der Viktoria-Passage nutzen kann. Karl-Ludwig Meyer, Geschäftsführer der Immobiliengesellschaft Hohenzollernhof GmbH, stellt es zur Verfügung.

Gedecktere Farben im Weihnachtsgeschäft gefragt

Beim Bezug der T-Shirts und Hoodies als Produktbasis arbeitet die Schülerfirma mit der Plattform „Spreadshirt“ beziehungsweise ihrem regionalen Ableger zusammen. Letzterer steuert vor allem die Textilien als Ausgangsprodukt bei und setzt die Bestellungen aus der Schülerfirma mit Hilfe von Schablonen der Motive um, damit Frau, Mann oder Kind den Namenszug der Stadt in gewählter Form tragen kann. Simon Bäumer: „Bei den Größen und Farben sind kaum Grenzen gesetzt. Besondere Einzelbestellungen, beispielsweise mit einem individualisierten Namen auf einem Pulli, dauern einfach etwas länger. Gleiches gilt, wenn jemand zum Beispiel einen Kaffeebecher mit dem Schriftzug ‚New York – Rio – Bad Oeynhausen‘ haben möchte.“ Besonders beliebt sind bei der Kundschaft im Weihnachtsgeschäft eher gedecktere Farben, „beispielsweise der Hoodie in Anthrazit mit Schriftzug“, wie Simon Bäumer erklärt. Allein 80 Mal hat sich das Motiv „Kurstadtkind“ verkauft. Betreut wird der Laden in erster Linie von den Schülern.

Insgesamt hat die Schülerfirma nach Schätzung von Simon Bäumer inzwischen mehr als 900 Einzelteile verkauft. Etwa 60 Prozent entfallen auf den Bereich der Textilien. Verkauf werden die Produkte über den Onlineshop der Schülerfirma oder direkt im Ladenlokal. Der Lehrer: „80 Prozent der Produkte gehen im Laden über den Verkaufstresen.“ Das preiswerteste Produkt sind Postkarten für 1,50 Euro. Auch eine Weihnachtsgrußkarte ist darunter.

Noch mehr Flexibilität

Für die Zukunft kann sich Simon Bäumer vorstellen, „um flexibel zu sein, dass wir die Muster für die Schriftzüge auch hier im Laden haben werden, zudem einen gewissen Vorrat an Shirts und Pullis in bestimmten Farben und Größen.“ So könne ein Kunde sagen: „Ich hätte gern diesen Pulli in Größe M, in der und der Farbe, mit dem Motiv.“ Dann könne ein Schüler an einer Presse den Wunsch direkt umsetzen. Nähere Informationen gibt es im Internet: www.badoeynhausen.shop.

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