Die Laienspielgruppe des CVJM Bergkirchen zeigt ihr neues Stück im Theater im Park
FKK-Alarm am Großen Weserbogen

Bad Oeynhausen (WB). FKK – drei Buchstaben, die einen ganzen Campingplatz spalten. Während einige die Abkürzung noch für eine Partei halten, stehen die anderen der Freikörperkultur schon mit unverhohlener Ablehnung gegenüber. In der Komödie „Maskenball am Campingplatz“ geht es gewohnt turbulent zu. Für die Premiere am Samstagabend im Theater im Park kassierte die Laienspielgruppe des CVJM Bergkirchen minutenlangen Applaus.

Montag, 20.01.2020, 05:27 Uhr aktualisiert: 20.01.2020, 16:18 Uhr
Nanni (von links, Christina Scheer), Tscho (Jonathan Gladbach) und Hanni (Mona Wysocki) werten die Bilder von der Eskalation der FKK-Strandparty aus. Foto: Lydia Böhne
Nanni (von links, Christina Scheer), Tscho (Jonathan Gladbach) und Hanni (Mona Wysocki) werten die Bilder von der Eskalation der FKK-Strandparty aus. Foto: Lydia Böhne

Klimaneutral, heimatnah und idyllisch am Fuße des Wiehengebirges gelegen – der Urlaub auf dem Campingplatz am Großen Weserbogen könnte so schön sein. Seit 25 Jahren treffen sich die Ehepaare Erna Bagger (Ulrike Plöger), ihr Mann Egon (Heinz Wissel), Ilse Strössel (Annette Barlage), ihr Gatte Gustav (Mathias Waldeck) sowie Berta (Regina Heimann) und Siegfried Pellmann (Bernd Werkmeister) dort zum jährlichen Sommerurlaub.

Doch in diesem Jahr stört das bunte Campingmobil dreier Neuankömmlinge das Idyll. Es versperrt nicht nur die Sicht auf den See, die Gestaltung des Wagens und die freigeistige Lebensweise der Camper sind den übrigen Familien ein Dorn im Auge. Während die Neuen sich über den geplanten FKK-Strand freuen, rebellieren vor allem die weiblichen Camping-Urgesteine, dass man ihnen nackte Tatsachen vor die Nase setzt.

„Lieber 1000 Sterne am Himmel als fünf Sterne im Hotel“

FKK-Alarm am Großen Weserbogen

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In den Herren der Schöpfung regt sich hingegen Neugier. In einer geheimen Aktion besuchen sie maskiert die FKK-Strandparty, auf der sich auch ihre Ehefrauen – ebenfalls maskiert – befinden, um gegen die Nackedeis zu demons-trieren. Ein mit Kamera bewaffneter Spanner heizt die Stimmung zusätzlich an, und es kommt zum Tumult.

Reichlich Zunder, den die Komödie der Laienspielgruppe bietet. Ausgeschmückt ist die eigentliche Geschichte mit markigen Charakteren, die genügend Spaß-potenzial bieten. Alleine das Aussehen der Dauercamper, das einer ironischen Bad-Taste-Party gleicht, entlockt den Besuchern herzliche Lacher. Adiletten, bunte Badebuxen und lustige Motto-shirts, die titeln: „Lieber 1000 Sterne am Himmel als fünf Sterne im Hotel“ – bei der stereotypen Darstellung der Dauercamper stimmt jedes Detail.

Ersten Aufführung der Laienspielschar 1981

Ticket-Infos

Nach der Premiere zeigt die Laienspielgruppe die Komödie noch zehn Mal. Das Theater im Park bietet Platz für 500 Besucher. Während es für die Vorstellungen an den Samstagen (jeweils 19.30 Uhr) und Sonntagen (jeweils 17 Uhr) nur noch Karten im hinteren Saalbereich gibt, sind für die Vorstellungen an den Freitagen (jeweils 19.30 Uhr) noch mehr Tickets zu haben.

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Beim Bühnenbild hat sich Tanja Wissel in diesem Jahr selbst übertroffen. Vier Wohnwagen wurden dafür auf die Bühne gekarrt. Kugelgrill, Klappstühle, bunte Lichterketten und illustre Gartenfiguren ergänzen die Landschaft, in die sich die Protagonisten fügen. Heinz Wissel macht als Egon Bagger mit seinen Sprüchen auf Ekel Alfred („Wenn deine Dummheit dich wachsen lassen würde, könntest du dem Mond den Hintern küssen“ oder „Wie, die Frauen sind ausgeflogen?! Ist denn heute Drachensteigen, oder was?“).

Nicht fehlen darf bei den Auftritten der Laienspielgruppe das gewisse Quäntchen „Sprit“. Schnell das Dach des Vogelhäuschens aufgeklappt oder den Blumenkübel zur Seite geschoben, schon kommt der Schnaps zum Vorschein. „Das kann man nüchtern ja gar nicht mehr ertragen“, ist sich auch Ilse sicher und zieht ein Fläschchen Schnaps aus der Schürze.

Für das Publikum gilt das zum Glück nicht: Es wird ausgelassen gelacht und überschwänglich Szenenapplaus verteilt. Schon zu Beginn wird jeder Schauspieler mit lautem Applaus auf der Bühne begrüßt. Seit der ersten Aufführung 1981 haben sich die Laien mit ihren Vorführungen einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Auch die neue Komödie reiht sich in diese Erfolgsgeschichte ein.

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