Anke Richter-Scheer vom Hausärzteverband ist Vortragsgast der Ortsunion Altstadt:
Überalterung in Praxen: Problematik verschärft sich

Bad Oeynhausen (WB). „Hausarztversorgung heute und in fünf Jahren: Ist die Versorgung in Bad Oeynhausen jetzt und in den nächsten Jahren noch gewährleistet?“ Unter dieser Fragestellung stand eine Veranstaltung der Ortsunion Altstadt. Als Referentin begrüßten die Gastgeber im Seniorenzentrum Bethel Anke Richter-Scheer. Sie betreibt eine Hausarztpraxis in Volmerdingsen und ist erste Vorsitzende des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe.

Montag, 27.01.2020, 11:40 Uhr aktualisiert: 27.01.2020, 14:54 Uhr
Gäste und Gastgeber: Im Bild sind (von links) Kurt Nagel, CDU-Stadtverbandsvorsitzender, Helke Nolte-Ernsting, Vorsitzende der Ortsunion Altstadt, Detlef Würste, Staatsbad-Geschäftsführerin Beate Krämer, Borzoo Afshar, CDU-Bürgermeister-Kandidat in Löhne, Vortragsgast Anke Richter-Scheer, Ruben Zahlmann, Jörn Böker, Joachim Knollmann, Jens Walkenhorst und Dr. Tim Ostermann Foto:
Gäste und Gastgeber: Im Bild sind (von links) Kurt Nagel, CDU-Stadtverbandsvorsitzender, Helke Nolte-Ernsting, Vorsitzende der Ortsunion Altstadt, Detlef Würste, Staatsbad-Geschäftsführerin Beate Krämer, Borzoo Afshar, CDU-Bürgermeister-Kandidat in Löhne, Vortragsgast Anke Richter-Scheer, Ruben Zahlmann, Jörn Böker, Joachim Knollmann, Jens Walkenhorst und Dr. Tim Ostermann

Anke Richter-Scheer beschrieb, dass es nach ihrer Einschätzung in Bad Oeynhausen eine ausreichende Versorgung mit Hausärzten gibt. Im Vergleich zu Nachbarorten wie Löhne oder Vlotho sei sie aktuell sogar überdurchschnittlich. Dort gebe es teilweise eine Unterversorgung. Doch das aktuelle Bild werde sich schon bald auch in der Kurstadt ändern, führte sie weiter raus. Die Praxen in Bad Oeynhausen seien überaltert. Durchschnittlich seien die Hausärzte in der Kurstadt zwischen Mitte 50 bis Mitte 60 Jahre alt. „Hier ist die Politik gefordert“, erklärte Anke Richter-Scheer. Kommunen müssten jungen Ärzten bessere Möglichkeiten geben, in den Städten Fuß zu fassen. Das könne durch kommunal geförderte Darlehen erfolgen oder durch die Bereitstellung von preisgünstigem Wohnraum. 

Liveübrtragung aus dem Seniorenzentrum

Weitere Themen des Abends waren Entbürokratisierung und Digitalisierung in der Medizin. „Der Ausbau der Breitbandnetze muss erheblich beschleunigt werden“, meinte Anke Richter-Scheer. Dass dies im Seniorenzentrum Bethel schon gut funktioniert, davon könnten sich die User der Facebook-Gruppe der Ortsunion Altstadt an diesem Abend überzeugen. Dies geschah in Form einer Liveübertragung aus dem Seniorenzentrum, das mit einem umfangreichen WLAN-System ausgestattet ist.

Neben dem Vortrag von Anke Richter-Scheer hatten die Mitglieder und Gäste die Gelegenheit, Beate Krämer, neue Geschäftsführerin der Staatsbad Bad Oeynhausen GmbH, kennenzulernen. „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir auch Gäste aus Löhne begrüßen können, wie Dr. Tim Ostermann, Vorsitzender der CDU im Kreis Herford und stellvertretender Vorsitzender des CDU Bezirksverbandes Ostwestfalen-Lippe“, freute sich Helke Nolte-Ernsting. „Ein rund um gelungener Abend“: So lautete das Fazit der Vorsitzenden der Ortsunion Altstadt.

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