Auch 20 Jahre nach der Eröffnung ist die Aqua Magica zwischen Bad Oeynhausen und Löhne ein beliebtes Ausflugsziel
Ein lebendiger Park

Bad Oeynhausen/Löhne  (WB). Der Landschafts- und Kulturpark Aqua Magica feiert in diesem Jahr einen runden Geburtstag: Nach Entwürfen der französischen Landschaftsarchitekten Henri Bava und Olivier Philippe wurde die Parkanlage zur Landesgartenschau 2000 von den Städten Bad Oeynhausen und Löhne angelegt. 20 Jahre nach der Eröffnung blicken Dirk Hinke und Michael Scholz von der Aqua Magica GmbH auf die Entwicklung von den Anfängen bis heute zurück.

Donnerstag, 06.02.2020, 07:00 Uhr
Mit der geballten Urkraft der Solequellen schießt vom Grund des Wasserkraters auf der Aqua Magica eine bis zu 30 Meter hohe Wasserfontäne empor. Foto: Malte Samtenschnieder
Mit der geballten Urkraft der Solequellen schießt vom Grund des Wasserkraters auf der Aqua Magica eine bis zu 30 Meter hohe Wasserfontäne empor. Foto: Malte Samtenschnieder

Von Beginn an verbunden

„Ich bin seit der Stunde Null dabei“, sagt Michael Scholz. Diese datiert der Bad Oeynhausener auf das Jahr 1998, als die Planungen für die Landesgartenschau 2000 im Unteren Werretal konkreter wurden. Im Veranstaltungsjahr selbst habe er eine Lesung mit John von Düffel auf der Naturbühne organisiert. Eine erste Reihe von Lesungen habe es 2001 im Landschafts- und Kulturpark gegeben. Das Internationale Literaturfest „Poetische Quellen“ sei 2002 erstmals veranstaltet worden, erläutert dessen künstlerischer Leiter.

Erste Berührungen mit der Aqua Magica hatte auch Dirk Hinke vor mehr als 20 Jahren. „Ich kann mich an Projektgruppensitzungen 1998 erinnern, als es um die Themenfindung ging“, sagt der Löhner. Im August 2017 wurde Dirk Hinke Prokurist bei der Aqua Magica GmbH. Im Januar 2019 übernahm er deren Geschäftsführung. Parallel ist Dirk Hinke Leiter des Löhner Kulturbüros.

Planung in Rekordzeit

20 Jahre Aqua Magica

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„Während der Landesgartenschau waren sowohl aus Bad Oeynhausen als auch aus Löhne städtische Mitarbeiter zur Abwicklung der Veranstaltung abberufen“, sagt Michael Scholz. Die Verwaltung habe sich auf dem Gelände der Maternus-Klinik befunden. Je nach Arbeitsaufkommen habe das Aqua-Magica-Team zehn bis 18 Mitarbeiter umfasst.

„Der größte Unterschied zu den Landesgartenschauen davor war, dass die Planung für die Aqua Magica in nur zwei Jahren gelingen musste, weil eine andere Stadt mitten im Verfahren abgesprungen war“, sagt Dirk Hinke.

Unmittelbar nach der Eröffnung habe es viel Kritik gegeben, etwa, das Gelände sei unfertig oder das Konzept wirke kühl. Dirk Hinke: „Die Kritiker haben nicht bedacht, dass wir in kurzer Zeit eine ehemalige Ziegelei in eine Parklandschaft verwandelt haben.“ Einen über Jahre oder Jahrzehnte gewachsenen Pflanzenbestand wie andernorts habe es nicht gegeben. „Der hat sich in den Jahrzehnten danach entwickelt“, sagt Dirk Hinke.

Krater als Hauptattraktion

Mittlerweile hat sich die Aqua Magica nicht zuletzt dank Veranstaltungen wie dem Literaturfest „Poetische Quellen“, dem Sommerfest der Kleinkunst und dem Bürgerfest der Städte Bad Oeynhausen und Löhne zu einem lebendigen kulturellen Anziehungspunkt für die Menschen im Unteren Werretal entwickelt. Doch auch bei Ausflüglern und Freizeitsportlern ist das 20 Hektar große Park-Areal beliebt.

„Die zentrale Achse ist die Allee des Weltklimas. Wenn man sie in beide Richtungen verlängert, verbindet sie Bad Oeynhausen und Löhne miteinander“, sagt Michael Scholz. Größter Anziehungspunkt in den Sommermonaten ist laut Dirk Hinke der Wasserkrater. Die Anlage werde einmal zu Saisonbeginn befüllt.

Da sie über einen geschlossenen Wasserkreislauf verfüge, könne sie auch bei einer angespannten Trinkwassersituation wie in den vergangenen Sommern genutzt werden. Dirk Hinke: „Eine Entkeimungsanlage sorgt dafür, dass die Fontäne des Kraters Badewasserqualität hat.“ Auch für Michael Scholz ist der Wasserkrater die Hauptattraktion der Aqua Magica: „Wenn man überlegt, das Gelände stärker zu bewerben, sollte man beim Wasserkrater ansetzen.“

Nur ein begrenztes Budget

Aber selbst am Wasserkrater ist nicht alles so wie zur Eröffnung vor 20 Jahren. „Einige Berieselungsdüsen und ein Teil der Beleuchtung wurden schon vor langer Zeit abgebaut“, sagt Dirk Hinke. Zwar teilten sich die Städte Bad Oeynhausen und Löhne die Kosten für die Aqua Magica zu gleichen Teilen. Dennoch sei das Budget begrenzt.

Das führe auch zu schmerzhaften Entscheidungen. „Der Abriss des Ziegelei-Schornsteins gehört eindeutig dazu“, sagt Michael Scholz. Weil immer wieder Trümmerteile herabfielen und eine Instandsetzung unverhältnismäßig teuer gewesen wäre, wurde das Wahlzeichen der Aqua Magica 2015 beseitigt.

In Stand gesetzt ist hingegen die Dschungelbrücke im Verlauf der Allee des Weltklimas. Als nächste Maßnahme ist die Erneuerung der Dächer der Holzhäuschen am Eingang geplant. Die Spielgeräte werden auch regelmäßig ersetzt. Dirk Hinke: „Im Jahresverlauf soll zudem ein Sportgerät für Calisthenics aufgestellt werden.“ Ein Fest zum 20. Geburtstag sei nicht geplant. Dirk Hinke: „Das gibt es erst in fünf Jahren.“

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