Stadtwerkevorstand Andreas Schwarze gibt einen Überblick über anstehende Projekte in Bad Oeynhausen
„Der Bau des Kombibades hat Priorität“

Bad Oeynhausen  (WB). Voller Tatendrang blickt Stadtwerkevorstand Andreas Schwarze auf das Jahr 2020. Denn in den nächsten Wochen und Monaten kommt auf sein Unternehmen einiges zu. „Zwar hat unter allen geplanten Maßnahmen der Bau des neuen Kombibades im Siel Priorität“, sagt Andreas Schwarze. Es müsse aber beispielsweise auch darüber entschieden werden, was mit dem maroden Hallenbad in Rehme geschehen solle. Andreas Schwarze: „Darüber hinaus soll es mit der Umsetzung von Maßnahmen aus dem Parkraumbewirtschaftungskonzept vorangehen.“

Freitag, 07.02.2020, 06:30 Uhr
Nachdem die Rodungsarbeiten auf dem Gelände des künftigen Kombibades abgeschlossen sind, sollen in Kürze Kanalbauarbeiten auf dem benachbarten Parkplatz beginnen. Foto: Ruthe/Archiv
Nachdem die Rodungsarbeiten auf dem Gelände des künftigen Kombibades abgeschlossen sind, sollen in Kürze Kanalbauarbeiten auf dem benachbarten Parkplatz beginnen. Foto: Ruthe/Archiv

Hilfe für das Freibad Lohe

„Wir werden die Zusammenarbeit mit dem Förderverein Freibad Lohe in dieser Saison in gewohnter Weise fortsetzen“, sagt Andreas Schwarze. Derzeit geht er davon aus, dass die Badesaison auf der Lohe planmäßig beginnen könne. Seitens der Stadtwerke würden wie in den Vorjahren zwei Fachangestellte für Bäderbetriebe das Team der Ehrenamtlichen des Fördervereins unterstützen. An­dreas Schwarze: „Eventuell kann punktuell auch ein dritter Mitarbeiter bereitgestellt werden.“

Hallenbad-Zukunft offen

Wie es mit dem derzeit wegen gravierender Baumängel geschlossenen Hallenbad Rehme weitergehen soll, ist nach Angaben des Stadtwerkevorstands momentan noch offen. „Wir warten auf das Ergebnis einer Luftuntersuchung“, sagt Andreas Schwarze. Diese sei in Auftrag gegeben worden, nachdem über der abgehängten Hallenbaddecke Glaswolle entdeckt worden sei, von der auch Teile aus der maroden Ummantelung gefallen seien. Die Statik des Hallenbadgebäudes sei ebenfalls überprüft worden. „Es ging darum, die Ursachen für den massiven Wassereintritt im Keller zu ermitteln“, sagt Andreas Schwarze.

Wenn alle Untersuchungsergebnisse vorliegen, soll nach Angaben des Vorstandes bei einer Sondersitzung des Verwaltungsrates der Stadtwerke über das weitere Vorgehen entschieden werden. Dabei gehe es sowohl um den finanziellen als auch den zeitlichen Faktor. „Bereits zum Jahreswechsel hatte Bürgermeister Achim Wilmsmeier eine 100.000-Euro-Schwelle für mögliche Sanierungsmaßnahmen genannt, die auch ich für sinnvoll halte“, sagt Andreas Schwarze. Eine vorübergehende Instandsetzung mache aber nur Sinn, wenn sie sich zügig umsetzen lasse und nicht erst kurz vor der Eröffnung des neuen Kombibades fertig werde. Andreas Schwarze: „Wir gehen derzeit davon aus, dass der gesamte Sanitärbereich im Hallenbad neu gefliest werden müsste.“

Kanalarbeiten beginnen

Nach dem Ende der Rodungsarbeiten auf dem Gelände des Sielbades soll nach Angaben des Stadtwerkevorstandes in der nächsten Woche mit der Sanierung der Kanäle auf dem benachbarten Parkplatz begonnen werden. Auch der Filter für ein neues Retentionsbecken werde installiert. „Ich hoffe, dass wir diese Arbeiten bis Ostern abschließen können, sofern das Wetter mitspielt“, sagt Andreas Schwarze.

Parallel zu den Arbeiten am Kanalnetz solle die Zufahrt zum künftigen Kombibad so ertüchtigt werden, dass sie von schweren Baumaschinen befahren werden kann, wie sie auch zum Abriss der nicht mehr benötigten vorhandenen Gebäude eingesetzt werden.

„In diesem Kontext werden auch die Voraussetzungen für die geplante Busspur geschaffen“, sagt Andreas Schwarze. Nach aktuellen Planungen geht er davon aus, dass die Abrissarbeiten im April oder Mai beginnen können.

Enthärtung vorerst auf Eis

Die Pläne für die umstrittene zentrale Trinkwasserenthärtung liegen laut Andreas Schwarze zunächst einmal so lange auf Eis, bis der Stadtrat beschließt, ob es in dieser Frage einen zweiten Ratsbürgerentscheid geben soll oder nicht. „Fest steht für mich nach wie vor, dass ich nichts Unmögliches umsetzen werde. Die permanente Sicherstellung der Trinkwasserversorgung hat für mich oberste Priorität“, sagt Andreas Schwarze. Um dieses Ziel zu erreichen, sei der bevorstehende erste Spatenstich für den neuen Hochbehälter in Bergkirchen ein wichtiger Schritt. Durch einen zusätzlichen Wasservorrat soll diese Anlage Spitzenverbräuche, wie sie in sommerlichen Hitzeperioden auftreten können, abfedern.

„Wir suchen auch nach weiteren Möglichkeiten, selbst Trinkwasser zu fördern“, sagt Andreas Schwarze. Erste Probebohrungen jenseits der Weser auf dem Gebiet der Stadt Porta Westfalica seien in Vorbereitung. Entsprechende geologische Untersuchungen liefen. Es würden aber auch andere Standorte im Stadtgebiet geprüft.

Änderungen beim Parken

Auch die Umsetzung des Park­raumbewirtschaftunskonzeptes will der Stadtwerkevorstand 2020 vorantreiben. „Wir wollen die Sauberkeit und Sicherheit in den Parkhäusern weiter verbessern“, sagt Andreas Schwarze. Eine Zugangsregelung per Parkticket für das Parkhaus am ZOB habe sich bereits positiv ausgewirkt. Über eine Ausweitung auf andere Standorte werde nachgedacht.

In einem nächsten Schritt sollen Wegweiser an den Parkhäusern zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt installiert werden. „Dazu wird es Gespräche mit dem Staatsbad und dem Stadtmarketing geben“, sagt der Stadtwerkevorstand. Als Basis könnten die im Sommer 2019 installierten blau-weißen Hinweisschilder dienen. Andreas Schwarze: „Ich würde die Angaben aber gerne um die Entfernungen der Ziele ergänzen.“

Leitsystem im Planung

Wie ein Parkleitsystem aussehen könnte, soll laut Andreas Schwarze möglichst bis zum Jahresende in den zuständigen Gremien abgestimmt werden. Auch solle mit günstigen Monatstarifen für die Parkhäuser ein Anlauf gestartet werden, Mitarbeiter aus dem innerstädtischen Einzelhandel dazu zu bringen, ihre Autos nicht an den Straßen, sondern in den Parkeinrichtungen der Stadtwerke abzustellen. Andreas Schwarze: „Das würde sich positiv auf das Stadtbild auswirken.“

Auch weitere Ladestationen für Elektroautos sollen entstehen. „Als ein weiterer Standort ist der Nordbahnhof vorgesehen, wenn die Bauarbeiten dort beendet sind. Ein zweiter Standort ist noch offen“, sagt Andreas Schwarze.

Streusalzlager gut gefüllt

Wenig Arbeit hat den Stadtwerken nach Angaben des Vorstandes in der Saison 2019/2020 bislang der Winterdienst bereitet. „Wir haben bislang erst ein Viertel der sonst üblichen Jahresmenge an Streusalz gebraucht“, sagt Andreas Schwarze. Diese liege in einem normalen Winter bei 200 bis 250 Tonnen. Noch sei es aber zu früh, Bilanz zu ziehen. Bis Ende März könne sich der Winter von seiner unangenehmen Seite zeigen.

Erste Gespräche positiv

Als sehr positiv bezeichnet Stadtwerkevorstand Andreas Schwarze erste Gespräche mit der neuen Staatsbad-Geschäftsführerin Beate Krämer . Es spreche nichts dagegen, die gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit fortzusetzen – möglicherweise hier und da mit einigen neuen Akzenten.

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