Mo., 10.02.2020

Einsatzkräfte der Feuerwehr rücken 17 Mal aus – Polizei wird zu 60 Gefahrenstellen im Kreisgebiet gerufen – mit Video „Sabine“ stürmt durch die Kurstadt

An der Straße Hinter’m Gradierwerk ist nach seinen Angaben am Sonntag gegen 13.30 Uhr ein Baum auf mehrere Autos gestürzt. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich in den geparkten Fahrzeugen keine Personen auf.

An der Straße Hinter’m Gradierwerk ist nach seinen Angaben am Sonntag gegen 13.30 Uhr ein Baum auf mehrere Autos gestürzt. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich in den geparkten Fahrzeugen keine Personen auf. Foto: Feuerwehr Bad Oeynhausen

Von Claus Brand

Bad Oeynhausen (WB). Das Wichtigste sei, dass niemand in der Sturmnacht zu Schaden gekommen ist, sowohl bei den Bürgern der Stadt als auch bei den Einsatzkräften. Dies hat Stefan Meier, Leiter der Bad Oeynhausener Feuerwehr, am Montagmorgen erklärt. Zwischen Sonntagnachmittag, 13.30 Uhr, und Montagmorgen, verzeichnete die Feuerwehr 17 Einsätze im Stadtgebiet.

Stefan Meier: „Die Sturmnacht war weniger schlimm, als zuvor angenommen.“ In erster Linie sei es bei den Feuerwehr-Einsätzen um umgestürzte Bäume gegangen, die auch auf Autos fielen, sowie Strommasten für die Straßenbeleuchtung, die der Kraft des Windes nicht standhielten und umknickten.

An der Straße Hinter’m Gradierwerk ist nach seinen Angaben am Sonntag gegen 13.30 Uhr ein Baum auf mehrere Autos gestürzt. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich in den geparkten Fahrzeugen keine Personen auf. Die Autos standen auf einem Parkplatz, in der Nähe eines dortigen Kfz-Betriebes. Um diesen Einsatz kümmerten sich Mitglieder der Löschgruppe Werste der Freiwilligen Feuerwehr. Nach Angaben der Polizei war dies in Bad Oeynhausen wohl der schwerwiegendste Einsatz, weil an zwei Fahrzeugen Totalschaden entstanden sei.

Mehrere Autos durch umgestürzte Bäume beschädigt

Wenige später haben sich die Feuerwehrleute aus Werste am Sonntag um einen Baum gekümmert, der auf die Werrestraße gestürzt war. Gegen 15 Uhr folgte ein Einsatz, nachdem der Wind an der Hofstraße in Wulferdingsen einen Strommast abgeknickt hatte. Auf dem Parkplatz am Kaiserpalais/GOP-Varieté kümmerten sich Feuerwehrleute schließlich gegen 17.10 Uhr um einen Baum, der dem Wind ebenso nicht Stand gehalten hatte und auf Autos gestürzt war.

Am Bad Oeynhausener Rathaus stürzte eine Birke um. Foto: Claus Brand

„Die Hauptamtliche Wache stellt den Grundschutz sicher“, erklärte Stefan Meier am Sonntagabend in Erwartung der Sturmnacht. Um im Bad Oeynhausener Süden Sturmschäden beheben zu können, hätten sich Mitglieder der Löschgruppe Rehme dort im Gerätehaus versammelt.

Für den Bereich Mitte seien die Löschgruppen Eidinghausen-Wöhren und Werste im Einsatz gewesen. Für den Nordbereich der Stadt hätten bei Bedarf ähnliche Schritte für die Löschgruppen Volmerdingsen und Wulferdingsen veranlasst werden können.

Präsenz in den Gerätehäusern der Feuerwehr frühzeitig ausgelöst

Rück­blickend ergänzte Stefan Meier am Montagmorgen: „Gegen 21 Uhr haben wir die Bereitschaft für die Löschgruppen Rehme, Werste sowie Eidinghausen Wöhren mit Präsenz in den Gerätehäusern aufheben können.“

Die Einsatzleitung der Feuerwehr, die sich am Sonntagnachmittag gegen 15 Uhr in der Feuer- und Rettungswache an der Königstraße versammelt hatte, entschied aufgrund der weiteren Voraussagen des Deutschen Wetterdienstes in der Nacht, diesen 15 Personen umfassenden „Krisenstab“ um 1 Uhr früh aufzulösen.

Stefan Meier: „Selbstverständlich waren im Anschluss die Kräfte der hauptamtlichen Wache einsatzbereit.“ Umgestürzte Strommasten der Straßenbeleuchtung habe die Feuerwehr beispielsweise an der Wulferdingsener Straße und der Hedingsener Straße beiseite geräumt.

Bilanz der Polizei fürs Kreisgebiet

Eine kreisweite Bilanz der Sturmnacht hat am Montagmorgen auch die Kreispolizeibehörde in Minden gezogen. Das Sturmtief „Sabine“ halte die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr seit den Mittagsstunden des Sonntags in Atem gehalten. Auf der Leitstelle der Polizei in Minden seien bis zum Montag, 8.30 Uhr, etwa 100 wetterbedingte Notrufe eingegangen. Rund ein Drittel davon hätten kein polizeiliches Einschreiten erfordert. Zu rund 60 Gefahrenstellen rückte die Polizei im Kreisgebiet aus.

Vielfach blockierten herabgestürzte Äste oder umgestürzte Bäume die Fahrbahnen. Gleiches galt für diverse umgewehte Verkehrszeichen oder Bauzäune beziehungsweise Baustellenabsperrungen. Die Mindener Kreisbahnen sperrten aufgrund von umgestürzten Bäumen die Strecke zwischen Minden und Hille. Aufgrund der Wettergefahren wurden die Straße Lutter, Schnathorster Straße und Kahle-Wart-Straße gesperrt. Meldungen über Verletzte gingen nicht ein.

Zudem seien in Bad Oeynhausen ein umgestürztes Dixie-WC-Häuschen und ein Bauzaun gemeldet worden, der auf einer Länge von 80 Metern umgekippt war.

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