Fr., 14.02.2020

Gutachten liegen vor: Stadtwerke-Verwaltungsrat soll nächste Woche Entscheidung zum Hallenbad treffen Hallenbad Rehme: Geschlossen lassen oder erneut sanieren?

Immer wieder drang über Tage Wasser in den Keller des Rehmer Hallenbades ein.

Immer wieder drang über Tage Wasser in den Keller des Rehmer Hallenbades ein. Foto: Louis Ruthe/Archiv

Von Claus Brand

Bad Oeynhausen (WB). Alle Zeichen deuten darauf hin: In der nächsten Woche wird eine Entscheidung zur Zukunft des Rehmer Hallenbades fallen. Am 20. November des Vorjahres hatte es Andreas Schwarze, Vorstand der Stadtwerke Bad Oeynhausen (SBO), von einem Tag auf den anderen geschlossen. Der Badleiter hatte ihn unter anderem auf in den Technikkeller laufendes Wasser hingewiesen. Viel zu gefährliche für den Betrieb des Bades.

Im Verwaltungsrat der SBO erfolgt nun am Donnerstag, 20. Februar, die Beratung und Entscheidung zur Zukunft des Bades. Entweder bleibt es weiter geschlossen, bis zu einem Abriss eine Tages, oder das Bad wird noch einmal saniert, um eine Möglichkeit für das Schwimmen zu schaffen, bis der Neubau des Hallenbades im Siel eröffnet werden kann. „Dies ist weiterhin für das Frühjahr 2022 geplant“, wie Andreas Schwarze am Donnerstag auf Anfrage bestätigte.

Wärmeversorgung für das Bürgerhaus betroffen

Er kündigte an, dem Verwaltungsrat in der anstehenden Sitzung eine klare Empfehlung zum weiteren Vorgehen an die Hand zu geben. Wesentliche Grundlage dafür seien mehrere Gutachten, die nach der Schließung im November zum Zustand des gesamten Gebäudekomplexes in Auftrag gegeben worden seien.

Nicht außer Acht lassen dürfe man, so viel sagte Schwarze, dass die Wärmeversorgung des sich angrenzend im Gebäudekomplex befindenden Bürgerhauses über das Blockheizkraftwerk im Kellerbereich des Hallenbades erfolge.

Schwarze will im Verwaltungsrat aufzeigen, welche Möglichkeiten es zum weiteren Vorgehen gibt und welche Kosten damit jeweils verbunden sind. Bürgermeister Achim Wilmsmeier hatte in einem Gespräch mit dieser Zeitung im Dezember erklärt: „Sollte es sich um eine sechsstellige Summe handeln, wäre sicherlich irgendwann eine Schmerzgrenze erreicht.“

Betrag für eine mögliche Sanierung soll bei etwa 110.000 Euro liegen

Auch für den Fall, dass das Hallenbad geschlossen bleibt, muss in die Überlegung zur Entscheidung einbezogen werden, dass auch dann Kosten für dennoch laufende Unterhaltungsarbeiten berücksichtigt werden müssen.

Nach Informationen dieser Zeitung soll der Betrag für eine mögliche Sanierung des Hallenbades in Rehme, inklusive anfallender begleitender Unterhaltungskosten, bei etwa 110.000 Euro liegen.

Zuletzt wurde das Hallenbad in Rehme vor der Schließung besonders auch für das Schulschwimmen, Schwimmkurse für Kinder sowie den Vereinssport genutzt. Das letzte und entscheidende Wort zur Frage „Sanierung des Rehmer Hallenbades für eine Überbrückungszeit, Ja oder Nein“ haben die Mitglieder des Verwaltungsrates.

Die Sitzung dieses Gremiums der Stadtwerke am 20. Februar ist öffentlich. Jeder Bürger kann sie besuchen. Beginn ist um 16 Uhr im Konferenzraum der Stadtwerke, Weserstraße 23.

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