Newcomers proben für ihre erste Aufführung im Werster Paul-Gerhardt-Haus
Liebe kann auch Umwege nehmen

Bad Oeynhausen (WB). Um die Liebe im reifen Alter geht es im neuen Stück der Theatergruppe Newcomers. Würze verleihen der Rahmenhandlung ein auf dem Sterbebett gegebenes Versprechen und lustige Charaktere. Die Besucher dürfen sich auf gewohnt komische Verwirrungen freuen. Premiere der Komödie „Wenn Liebe einen Umweg macht“ ist am Samstag, 18. April, um 20 Uhr im Paul-Gerhardt-Haus in Werste.

Freitag, 14.02.2020, 14:08 Uhr aktualisiert: 14.02.2020, 14:30 Uhr
Die Newcomers sind gespannt auf ihre ersten Vorführungen in der neuen Spielstätte, dem Paul-Gerhardt-Haus in Werste. Die Mitwirkenden (von links) Claudia Gamon, Florian Möller, Catharina Kempe, Hella Witscher, Stefanie Sieker, Jonathan Gladbach, Franziska Sieker und Dorian Kownatzki proben derzeit für das neue Stück „Wenn Liebe einen Umweg macht". Foto: Lydia Böhne
Die Newcomers sind gespannt auf ihre ersten Vorführungen in der neuen Spielstätte, dem Paul-Gerhardt-Haus in Werste. Die Mitwirkenden (von links) Claudia Gamon, Florian Möller, Catharina Kempe, Hella Witscher, Stefanie Sieker, Jonathan Gladbach, Franziska Sieker und Dorian Kownatzki proben derzeit für das neue Stück „Wenn Liebe einen Umweg macht". Foto: Lydia Böhne

Nachdem das Gemeindehaus Wulferdingsen verkauft worden ist, haben die Newcomers ebenso wie die Laienspielgruppe des CVJM Bergkirchen im Gemeindehaus Werste eine neue Bleibe gefunden. Der Ortswechsel bringt für die Newcomers etliche Vorteile, aber auch Umstellungen mit sich. „Es ist größer und neuer. Vielleicht können wir mehr Besucher erreichen, weil wir näher am Stadtkern dran sind“, sagt Franziska Sieker.

Szene aus der Probenarbeit.

Szene aus der Probenarbeit. Foto: Lydia Böhne

Der große Saal hat ein Fassungsvermögen von etwa 180 Plätzen. In Wulferdingsen waren es nur 120 Plätze für die Zuschauer. Die Laienschauspieler sind gespannt, wie es sich mit der Akustik verhalten wird. „Noch hallt es sehr, aber die Stühle stehen auch noch nicht“, überlegt Claudia Gamon. „Wir werden schon laut sein“, ergänzt Franziska Sieker mit einem Augenzwinkern.

„Wir wussten lange nicht wie, wo und ob überhaupt weitergeht“

Tickets und Termine

Die Premiere ist am Samstag, 18. April, um 20 Uhr, im Gemeindehaus Werste (Paul-Gerhardt-Haus), Steinfeldstraße 27. Weitere Aufführungstermine sind: Sonntag, 19. April, 17 Uhr, Samstag, 25. April, 20 Uhr, und Sonntag, 26. April, 17 Uhr. Einlass ist eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Sonntags gibt es von 15 Uhr an im Gemeindehaus Kaffee und Kuchen. Der Vorverkauf der Karten zum Preis von neun, ermäßigt fünf Euro, läuft. Karten gibt es in Wulferdingsen bei der Gärtnerei Kemminer, bei Elektro Sieker, Bergkirchener Straße, sowie per Mail an: newcomers.theater@gmail.com.

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Die Aufführungen sind erst einmal auf vier Termine begrenzt. Das liegt an der Ungewissheit der vergangenen Monate: „Wir wussten lange nicht wie, wo und ob überhaupt weitergeht, weil es auch intern einige personelle Veränderungen gab“, sagt Hella Witscher. Entscheidungen habe man daher erst spät treffen können. Das führte dazu, dass die Gruppe an einem Punkt, wo sonst schon Rollen verteilt wurden, noch ohne alles dastand.

Ein Jahr auszusetzen, kam für die Mitglieder aber nicht in Frage. Auch wenn die Proben so noch am Anfang stehen, erst mal nur Texte eingelesen werden und sich jeder in seine Rolle findet, kommt den acht Mitwirkenden eine Sache zugute: Alle haben Bühnenerfahrung. Hella Witscher und Franziska Sieker sind sogar seit der Gründung vor 16 Jahren dabei. Sie sind sich sicher: Das neue Stück soll das beste werden, das sie je gespielt haben.

In der Komödie geht es um den 54-jährigen, sensiblen und kränklichen Kai-Uwe und seine Schwester Gerlinde. Der Mutter hat sie auf dem Sterbebett versprochen, sich um den hypochondrischen Junggesellen zu kümmern, bis dieser eine Frau gefunden hat.

„Außerdem ist Kai-Uwe einfach zum Schreien komisch“

Als Gerlinde sich verliebt, muss dringend eine Frau für den kleinen Bruder her – per Zeitungsannonce. Plötzlich taucht auch noch eine Ex-Freundin auf, die abrechnen will. Für Turbulenzen sorgen außerdem die unangekündigten Hausbesuche des Arztes sowie eine überraschende Wendung – genug Spaßpotenzial.

„Außerdem ist Kai-Uwe einfach zum Schreien komisch“, sagt Hella Witscher. Die Besetzung sei schnell gefunden gewesen: Jonathan Gladbach verkörpert die Hauptrolle. „Wir haben auf jeden Fall Spaß, das Stück noch zu entwickeln und ihm unseren eigenen Stempel aufzudrücken“, ergänzt Claudia Gamon. Die Proben sind nach Angaben der Laienschauspielerin immer ein Prozess.

Wie das Stück müssen auch noch Kostüme und Bühnenbild entwickelt werden. Eine Idee dafür gibt es aber schon: „Wir werden uns im Wohnbereich der Geschwister befinden. Von dort wird es Abgänge zu den Schlafzimmern geben“, verrät Stefanie Sieker.

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