Di., 18.02.2020

Etwa 100 Bäume sollen in Dehme abgeholzt werden – Gefahr für Menschen gering eingestuft Rußrindenkrankheit: großflächiger Befall

An der Ecke Dehmer Straße/Alte Reichstraße sind mehr als 100 Bäume von der Rußrindenkrankheit befallen.

An der Ecke Dehmer Straße/Alte Reichstraße sind mehr als 100 Bäume von der Rußrindenkrankheit befallen. Foto: Louis Ruthe

Von Louis Ruthe

Bad Oeynhausen (WB). Bei der Überprüfung der städtischen Waldflächen ist bei etwa 100 Bäumen, wovon die meisten Bergahornbäume sind, ein starker Befall mit der Rußrindenkrankheit festgestellt worden.

Die Bäume auf der etwa 1,6 Hektar großen Fläche im Stadtteil Dehme zwischen Alter Reichstraße und Werre zeigen eindeutige Symptome der Krankheit. Im kommenden Umweltausschuss der Stadt wird am Dienstag, 25. Februar, um 18 Uhr über die Fällung der 100 Ahornbäume entschieden.

„Ein intensiver Austausch mit dem Forstamt, den Nachbarkommunen und den Forstbetrieben findet derzeit statt, um möglichst zeitnah eine Entnahme der Bäume und die fachgerechte Entsorgung vorzunehmen“, teilt Josef Brinker, zuständig für das Öffentliche Grün und den Landschaftsbau bei der Stadt Bad Oeynhausen, in der Vorlage zum Umweltausschuss mit.

Abholzung bereits für März/April geplant

Die Entsorgung des Materials bereite derzeit die größten Probleme. Bei der Menge der zum Teil schon „recht stattlichen Bäume“ könne nicht alles vor Ort auf dem Boden verteilt werden, um dann dort möglichst schnell zu verrotten. Bei wenigen Bäumen wird nach Aussagen des Försters heute so verfahren. Für Fällung, Verteilung und Entsorgung der Baumstämme werden derzeit die Kosten ermittelt. Eine Entnahme der befallenen Bäume durch ein Fachunternehmen ist für März/April 2020 vorgesehen.

„Private Waldbesitzer sind nicht verpflichtet, sofern die Verkehrssicherheit gegeben ist, weitere Maßnahmen einzuleiten“, berichtet Josef Brinker. Für einen sonst gesunden Waldspaziergänger oder Pilzsammler bestehe keine Gesundheitsgefährdung. Generell könne das Einatmen von Sporen bei gesunden Menschen zu Niesreiz und bei überempfindlichen Menschen zu allergischen Reaktionen führen.

Verschiedene Baumarten sollen als Ersatz gepflanzt werden

Bei der derzeitigen kühlen und feuchten Witterung stuft der städtische Experte die Gefahr als relativ gering ein. Um einer hohen Pilzsporenbelastung für Spaziergänger vorzubeugen, soll ein Teil der befallenen Bäume abgefahren und einer geeigneten Entsorgung zugeführt werden.

Angedacht ist, dass die Stadt zudem Schilder aufstellen könnte, die auf die Situation vor Ort hinweisen würden. Geplant ist, dass die Fläche – nach Zustimmung der Ausschussmitglieder – im kommenden Herbst oder Frühjahr 2021 mit Stieleichen, Hainbuchen und Kirschen neu aufgeforstet werden soll.

Unbekannte haben zusätzlich vier große, gesunde Bäume auf der Fläche geringelt – das heißt, dass die Rinde der Bäume mutwillig angeritzt wurde. Nach Auskunft der Stadt sind diese Bäume bereits gefällt worden. Die Stadtverwaltung hat bei der Polizei bereits Strafanzeige erstattet.

Probleme mit der Rußrindenkrankheit hatte es im Vorjahr auch in Löhne , Herford und Espelkamp gegeben.

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