Acetylenflasche fängt in Bad Oeynhausener Maschinenbauunternehmen Feuer
Brandeinsatz mit Explosionsgefahr

Bad Oeynhausen (WB). Brand mit Explosionsgefahr: Diese Einsatzmeldung hat am Mittag etwa 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr Bad Oeynhausen gefordert. In einem Maschinenbauunternehmen fing eine Acetylenflasche aus bislang ungeklärter Ursache bei Richtarbeiten Feuer. Verletzt wurde niemand.

Donnerstag, 26.03.2020, 14:19 Uhr aktualisiert: 26.03.2020, 14:48 Uhr
Auch Einsatzkräfte der Polizei sind vor Ort. Foto: Louis Ruthe
Auch Einsatzkräfte der Polizei sind vor Ort. Foto: Louis Ruthe

Brand mit Explosionsgefahr in Bad Oeynhausen

1/10
  • Foto: Louis Ruthe
  • Foto: Louis Ruthe
  • Foto: Louis Ruthe
  • Foto: Louis Ruthe
  • Foto: Louis Ruthe
  • Foto: Louis Ruthe
  • Foto: Louis Ruthe
  • Foto: Louis Ruthe
  • Foto: Louis Ruthe
  • Foto: Louis Ruthe

Gegen 12.15 Uhr erreichte die Einsatzkräfte der Hauptamtlichen Wachen die Meldung. „Auf der Anfahrt ist der Brand der Acetylenflasche von der Leitstelle erneut bestätigt worden“, sagt Andre Tegeler, Brandamtmann der Hauptamtlichen Wache und Einsatzleiter vor Ort. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stellte sich heraus, dass bereits alle Mitarbeiter die Halle verlassen hatte. Auch Personen einer angrenzenden Lagerhalle mussten vorsorglich das Gebäude verlassen.

„Die Sicht in der Halle war sehr schlecht“, schildert Andre Tegeler den Einsatz. Sofort sei die Kühlung der Flasche angeordnet worden. „Nach ersten Erkenntnissen hat ein Ventil an der Flasche Feuer gefangen“, sagt Andre Tegeler. Um die Sicht für den Angriffstrupp zu verbessern, sind zwei Kameraden auf das Dach der Halle geschickt worden, um zwei Oberlichter einzuschlagen. „So konnten wir unseren Männern in der Halle eine bessere Sicht verschaffen“, sagt Andre Tegeler.

„Eine Explosion der Flasche kann jederzeit passieren, ohne Vorzeichen“

Nachdem die Flasche ausgebrannt war, wurde die Gasflasche einem Wasserbad zugeführt. „Die Flasche muss nun 24 Stunden in dem Wasserbad kühlen“, sagt Andre Tegeler. Für die Feuerwehrkräfte sei der Einsatz glimpflich verlaufen. „Acetylen ist hochexplosiv. Eine Explosion der Flasche kann jederzeit passieren, ohne Vorzeichen“, sagt Andre Tegeler. Deswegen sei bei dem Einsatz vor allem der Schutz der Kameraden von großer Bedeutung gewesen.

Zu dem Brand sei es nach Schilderung eines Mitarbeiters während Richtarbeiten gekommen. „Acetylen wird hauptsächlich in Verbindung mit Sauerstoff zum Schweißen oder Richten von Metallen verwendet“, sagt Andre Tegeler. Sechs Atemschutztrupps waren im Einsatz. Neben der Hauptamtlichen Wache, die Löschgruppe Bad Oeynhausen, die Löschgruppe Rehme sowie die Werste. „Insgesamt waren wir etwa 50 Einsatzkräfte“, sagt Andre Tegeler. Auch Feuerwehrchef Stefan Meier rückte aus. „Bei solch brenzligen Einsätzen ist immer jemand der Führungsebene vor Ort“, sagt Stefan Meier. Einen Einsatz mit Explosionsgefahr hätten die Männer und Frauen der Feuerwehr nicht oft.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7344475?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516044%2F
Stegner spekuliert über Haftstrafe für Unternehmer Tönnies
Schlachtbetrieb von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück und weitere Subunternehmer hatten Ende vergangener Woche Anträge auf Erstattung von Lohnkosten durch das Land Nordrhein-Westfalen gestellt.
Nachrichten-Ticker