Denios spendet Brandschutzlager an Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen
Ein sicherer Ort für das Ethanol

Bad Oeynhausen  (WB). Das Herz- und Diabeteszentrum (HDZ) NRW kann sich über eine besondere Spende freuen: Die Denios AG hat dem Universitätsklinikum am Dienstag ein Brandschutzlager für die sichere Lagerung von Desinfektionsmitteln übergeben.

Mittwoch, 29.04.2020, 06:30 Uhr
Anke Möller, Leiterin der Zentralapotheke des HDZ NRW, Dr. Karin Overlack, Geschäftsführerin des HDZ NRW, und Marc Lohmeier, Technischer Leiter des HDZ NRW, sind dankbar, dass die Denios AG der Uni-Klinik ein Brandschutzlager für die sichere Lagerung von Desinfektionsmitteln als Spende zur Verfügung gestellt hat. Foto: Malte Samtenschnieder
Anke Möller, Leiterin der Zentralapotheke des HDZ NRW, Dr. Karin Overlack, Geschäftsführerin des HDZ NRW, und Marc Lohmeier, Technischer Leiter des HDZ NRW, sind dankbar, dass die Denios AG der Uni-Klinik ein Brandschutzlager für die sichere Lagerung von Desinfektionsmitteln als Spende zur Verfügung gestellt hat. Foto: Malte Samtenschnieder

Aufgrund von Lieferengpässen bei Desinfektionsmitteln in der derzeitigen Corona-Krise hatte sich das HDZ NRW entschlossen, diese selbst herzustellen. Das Problem: Ethanolhaltige Desinfektionsmittel zählen zu den entzündbaren Flüssigkeiten, die unter brandschutztechnischen Auflagen gelagert werden müssen. „Als Anforderung muss eine Feuerwiderstandsfähigkeit von 90 Minuten sichergestellt sein“, sagte Marc Lohmeier, Technischer Leiter des HDZ NRW, bei der Spendenübergabe im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT.

Bei der Suche nach zusätzlichen vorschriftsmäßigen Lagerkapazitäten wurde das Herz- und Diabeteszentrum NRW bei der Denios AG fündig. Das heimische Unternehmen ist auf betrieblichen Umwelt- und Arbeitsschutz spezialisiert. „Für die sofortige Zusage zu dieser großzügigen Spende eines zertifizierten Brandschutzsystems sind wir überaus dankbar“, sagte Dr. Karin Overlack, Geschäftsführerin des HDZ NRW.

Spende hilft, wo sie am meisten benötigt wird

„Ich freue mich, dass wir in dieser besondere Zeit mit dieser Spende genau dort Hilfe leisten, wo sie gerade am meisten benötigt wird“, betonte Rainer Lange-Hitzbleck, Director Marketing der Denios AG. Als Familienunternehmen aus Bad Oeynhausen sei es Denios zudem besonders wichtig, medizinische Einrichtungen in der Region zu unterstützen.

Großzügig zeigten sich auch die beiden Transportdienstleister. Die Grass Spedition GmbH & Co. KG aus Petershagen sowie die Franz Bracht Autokranvermietung GmbH aus Herford übernahmen am Dienstagmorgen unentgeltlich die Anlieferung und den Aufbau des Desinfektionsmittellagers.

„Mit Hilfe des neuen Brandschutzlagers wird es insbesondere einfacher für uns, die behördlichen Auflagen in puncto Brandschutz und Sicherheitsbetrieb zu erfüllen“, sagte Anke Möller, Leiterin der Zentralapotheke im HDZ NRW. Sechs Fässer Ethanol sollen gleichzeitig in dem neuen Brandschutzlager aufbewahrt werden. „Mit diesen etwa 1000 Litern Ethanol können wir etwa 1200 Liter Handdesinfektionsmittel herstellen“, sagte Anke Möller. Der wöchentliche Verbrauch an Handdesinfektionsmittel im HDZ NRW liegt laut Geschäftsführerin Karin Overlack bei etwa 700 Litern.

Eigenproduktion ist aus der Not geboren

„Ob wir auf die Dauer unser eigenes Handdesinfektionsmittel produzieren werden, ist derzeit unklar“, sagte die Leiterin der Zentralapotheke. In normalen Zeiten sei es billiger, fertiges Handdesinfektionsmittel als die benötigten Zutaten einzeln einzukaufen. Die Idee, das Handdesinfektionsmittel selbst herzustellen, sei aus der Not geboren, „weil der Markt an Desinfektionsmitteln in der Corona-Krise leer gefegt ist“.

Überflüssig werde das neue Desinfektionsmittellager aller Voraussicht nach langfristig aber nicht. „Es können darin ja auch durchaus andere Gefahrstoffe außer Ethanol gelagert werden“, sagte Carsten Menge, Direktor International Operations und Corona-Beauftragter der Denios AG.

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