39 Wohneinheiten für Senioren, eine Tagespflege und ein öffentliches Bistro entstehen
Jahrelange Baulücke bald Geschichte

Bad Oeynhausen (WB). Fast fünf Jahre hat das Eckgründstück des ehemaligen „ Hotels zur Post“ an der Bahnhofstraße brach gelegen. Seit zwei Wochen gehen die Arbeiten vor Ort nun weiter. Bis Ende November sollen dort 39 Wohneinheiten des „Service Wohnen“, oder auch Betreutes Wohnen genannt, entstehen – auf einer Grundfläche von etwa 1200 Quadratmetern und auf vier Etagen. Bauherrin ist Carla Röcker, Geschäftsführerin der Alten- und Pflegeheim Pust GmbH.

Freitag, 08.05.2020, 05:45 Uhr aktualisiert: 08.05.2020, 13:48 Uhr
So soll das Gebäude mit 39 Wohneinheiten und Tagespflege aussehen, das bis Ende November entstehen soll. Foto: WBR Wollbeck
So soll das Gebäude mit 39 Wohneinheiten und Tagespflege aussehen, das bis Ende November entstehen soll. Foto: WBR Wollbeck

„Das ehemalige ‚Hotel zur Post‘ sowie die restlichen Gebäudeteile des angrenzenden Grundstücks Portastraße 6 konnten nun endgültig abgerissen werden, obwohl der Abriss aufgrund der Corona-Pandemie zunächst um etliche Wochen verschoben werden musste“, berichtetet Carla Röcker im Gespräch mit dieser Zeitung. Im Jahr 2015 ist der Abriss schon einmal unterbrochen worden, da es nur eine Außenwand zwischen dem ehemaligen Hotel und dem unter Denkmalschutz stehenden Nachbargebäude gibt.

47-Quadratmeter-Zimmer

„Wäre der Abriss weiter betrieben worden, wäre eventuell das Nachbargebäude eingestürzt“, sagt Carla Röcker. Nach nun fast fünf Jahren und „unzähligen bürokratischen Tücken“ sei die Bauherrin unendlich froh, dass die Arbeiten weiter gehen können.

Noch laufen die letzten Abrissarbeiten auf dem Grundstück Ecke Bahnhofstraße/Portastraße.

Noch laufen die letzten Abrissarbeiten auf dem Grundstück Ecke Bahnhofstraße/Portastraße. Foto: Louis Ruthe

„In den vergangenen Jahren musste ich mir ein dickes Fell zulegen, weil es mit den Arbeiten nicht voranging. Das hat aber nicht an uns gelegen“, berichtet Carla Röcker. Neben Auflagen des Denkmalschutzes hätte der Bauherrin vor allem das Brandschutzkonzept in den vergangenen Monaten noch einmal viel Zeit gekostet.

Bei der Planung des Grundstücks hat sich auch einiges verändert. „Statt eines Ersatzbaus, in den ein Altenheim sollte, wird jetzt ein barrierefreier Neubau mit 39 Wohneinheiten des ‚Service Wohnens‘ entstehen“, sagt Carla Röcker.

Die Wohneinheiten – etwa 47 Quadratmeter groß – sollen aus jeweils einem Schlafzimmer, einem Wohnzimmer mit Anschlüssen für eine offene Küche, einem Bad mit ebenerdiger Dusche, einem Balkon und einem Abstellraum bestehen.

Neubau nach „KfW-Standard 40 plus“

Im Erdgeschoss soll zudem eine Gewerbeeinheit errichtet werden, in der eine Tagespflege mit maximal 27 Plätzen, ein Büro für einen ambulanter Dienst sowie weitere Büros für Verwaltung, ein Bistro mit öffentlichem Zugang sowie eine Großküche, in der die Mahlzeiten für Tagespflege und Bistro täglich frisch gekocht werden, angesiedelt sind.

„Die 39 Wohneinheiten sind besonders für ältere Menschen geeignet, die weiterhin ein selbstbestimmtes Leben in ihren eigenen vier Wände führen möchten“, erklärt Carla Röcker. Den zukünftigen Mietern würden etliche Service-Angebote wie Mahlzeitenservice, Besorgungsdienste, Reparaturdienste oder hauswirtschaftliche Tätigkeiten angeboten, um den Alltag für sie zu erleichtern.

„Das Gebäude wird klimafreundlich im ‚KfW-Standard 40 plus‘ erstellt. Durch Solarmodule, Stromspeicher und Lüftung mit Wärmerückgewinnung werden die Heizungs- und Stromkosten auf Dauer sehr geringgehalten“, berichtet Carla Röcker. Über die Bausumme schweigt die Unternehmerin.

Die Wohnungen verwalten wird die neu gegründete Sabirowsky Wohnen und Gewerbe GmbH. „Der Name geht auf den Mädchennamen meiner Mutter zurück und dürfte dem ein oder anderen Bad Oeynhausener noch geläufig sein“, sagt Carla Röcker.

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