So., 24.05.2020

Tiernachwuchs in der Bad Oeynhausener Schweiz erfreut viele Besucher Baby-Alarm im Damwildgehege

Rainer Frilling, Vorsitzender des Vereins Damwildgehege Bad Oeynhausener Schweiz, füttert den dreijährigen weißen Hirsch, der kürzlich erst sein Geweih abgeworfen hat. „Faszinierend, wie es innerhalb weniger Monate wieder nachwächst“, staunt Rainer Frilling.

Rainer Frilling, Vorsitzender des Vereins Damwildgehege Bad Oeynhausener Schweiz, füttert den dreijährigen weißen Hirsch, der kürzlich erst sein Geweih abgeworfen hat. „Faszinierend, wie es innerhalb weniger Monate wieder nachwächst“, staunt Rainer Frilling. Foto: Lydia Böhne

Von Lydia Böhne

Bad Oeynhausen (WB). Noch etwas schüchtern tapst der Nachwuchs seiner Muffelwild-Herde hinterher: Anfang April sind die zwei Lämmchen, die den Bestand des Damwildgeheges in der Oeynhausener Schweiz erweitern, geboren worden. Schon in wenigen Wochen gibt es wieder Nachwuchs – fünf bis acht Damwildkälber werden erwartet. Das sorgt in Corona-Zeiten für einen Zustrom an Besuchern.

21 Damwildtiere zählt Rainer Frilling. „Vier Hirsche sowie 17 Schmal- und Alttiere“, ergänzt der Vorsitzende des Vereins Damwildgehege Bad Oeynhausener Schweiz. Darunter auch Tiere des seltenen, weißen Damwilds. In schätzungsweise vier Wochen sollen die Kälber zur Welt kommen. Zu den Bewohnern des etwa zwei Hektar großen Gatters gehört außerdem das Muffelwild, das derzeit zwei Widder, zwei Alttiere sowie zwei Lämmer umfasst.

Der niedliche Nachwuchs ist laut Rainer Frilling ein echter Besuchermagnet. Vor allem während Corona seien laut des Vorsitzenden viele Familien in die Oeynhausener Schweiz gekommen. Aber auch Kurgäste und Spaziergänger nutzen das kleine Wäldchen. „Die Schweiz ist eine schöne Verbindungsachse zum Spazierengehen. Von hier kann man weiter in den Kurpark oder in Richtung Siekertal gehen“, sagt Rainer Frilling.

Corona sorgt für mehr Besucher

Anfang April hat das Muffelwild Zuwachs bekommen: Zwei kleine Lämmchen können nun in der Oeynhausener Schweiz bestaunt werden. In wenigen Wochen sollen dann die Kälber des Damwilds geboren werden. Foto: Lydia Böhne

Seit fast 100 Jahren gibt es dort das Damwildgehege. „Damals gab es hier neben dem Damwild noch Rotwild. Das wurde aber wieder entnommen und stattdessen Muffelwild dazugenommen“, berichtet der Vereinsvorsitzende. Zwölf Ehrenamtliche kümmern sich um die Pflege. Insgesamt gehören 60 Mitglieder dem Verein an. „Das Lob von Besuchern und die Wertschätzung sind der größte Ansporn“, sagt Rainer Frilling. Immer wieder hatte der Verein in der Vergangenheit mit Sachbeschädigungen zu kämpfen.

Seit einigen Jahren gibt es den Lernort Natur in Kooperation mit der Jahrgangsstufe fünf der Realschule Süd. 20 bis 30 Kinder pro Jahr besuchen das Gehege und dürfen bei der Pflege helfen. „Wir versuchen damit ein Bewusstsein für die Tiere und unsere Arbeit zu schaffen. Oftmals zieht dies auch im Umfeld der Jugendlichen Kreise“, erläutert Rainer Frilling.

Der Vorsitzende freut sich besonders über das gute Verhältnis zu Stadt, Bürgermeister und Staatsbad. „Die Stadt hat uns für die Erneuerung des Zauns finanzielle Unterstützung zugesichert. Die Investitionsbereitschaft zeigt uns, dass sie hinter dem Damwildgehege steht“, lobt Rainer Frilling.

Neuer Zaun in Arbeit

Der teilweise bis zu 50 Jahre alte Zaun ist an einigen Stellen instabil und schon oft geflickt worden. Damit soll nun Schluss sein: Voraussichtlich vor den Sommerferien sollen das Futterhaus und die Streuobstwiese rund um die Kastanien neu umzäunt werden.

In Abstimmung mit der Stadt habe man sich für naturgewachsene Robinienpfähle entschieden. Die Dauer der Arbeiten schätzt Rainer Frilling auf etwa acht Wochen. „Durch den neuen Zaun ist eine sichere Haltung für die nächsten 20 Jahre gewährleistet“, fügt der Vorsitzende hinzu.

Im Frühjahr hat der Verein weitere 8000 Euro investiert. Unter anderem wurden 100 Kilogramm Gras- und Kleesamen gesät sowie 20 neue Obstbäume gepflanzt. „Durch das Fallobst kann zugefüttert werden“, erläutert Rainer Frilling.

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