Neues Feuerwehrgerätehaus kostet schon mehr Geld – Politik wünscht sich trotzdem zusätzliche Leistungen
Feuerwehrgerätehaus Süd: Dieser Bau wird kein leichter sein

Bad Oeynhausen (WB). Das Gelände für das neue Feuerwehrgerätehaus an der Detmolder Straße ist kein einfach zu bebauendes. Einige Meter Unterschied müssen in dem Hang ausgeglichen werden. Deshalb kostet der Neubau nun auch schon etwa 500.000 Euro mehr als ursprünglich veranschlagt. Die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung (ASE) haben dennoch einige Wünsche geäußert, die beim Neubau beachtet werden sollen und zusätzliche Kosten verursachen würden.

Freitag, 19.06.2020, 06:39 Uhr
Mit zwei verschiedenen Gebäudehöhen soll das Feuerwehrgerätehaus gebaut werden. Das liegt auch an der schwierigen Topografie des Baugrundes an der Detmolder Straße. Foto: Flörke + Krys
Mit zwei verschiedenen Gebäudehöhen soll das Feuerwehrgerätehaus gebaut werden. Das liegt auch an der schwierigen Topografie des Baugrundes an der Detmolder Straße. Foto: Flörke + Krys

Katja Flörke vom Architekturbüro Flörke und Krys aus Bünde hat in der jüngsten Sitzung des ASE erste Pläne präsentiert, wie ein Gebäude „in der besonderen Topografie“ an der Detmolder Straße aussehen kann. Neben einer großen Fahrzeughalle für drei Fahrzeuge mit 5,25 Metern Deckenhöhe sollen in einem etwa drei Meter hohen Nebentrakt getrennte Umkleiden für bis zu 80 Personen sowie separat nutzbare Aufenthaltsräume entstehen.

Auch ein Dekontaminationsraum sowie Trockenräume für die Kleidung der freiwilligen Einsatzkräfte sind vorgesehen. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage geplant. Derzeit befindet sich das Vorhaben in der Bauvoranfrage.

Dachbegrünung und Aufstockung sollen geprüft werden

Grundsätzlich haben die Mitglieder des ASE bei einer Enthaltung den Plänen der Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Flörke und Krys zugestimmt. Um die dargestellten Mehrkosten von 470.000 Euro, die aber in diesem Jahr nicht ausgabewirksam würden, haushaltsmäßig „aufzufangen“, habe es einer überplanmäßigen Verpflichtungsermächtigung bedurft.

Die Mehrkosten ergeben sich aus den Veränderungen der Außenanlagenplanung wegen mangelnder Versickerungsfähigkeit wie dem Einbau einer Regenwasserpumpstation (60.000 Euro), einer deutlich aufwändigeren Gründung (75.000 Euro), dem KFW-55-Standard (70.000 Euro) und baukonjunkturellen Preissteigerungen (220.000 Euro).

Dennoch sind der Stadtverwaltung von den Ausschussmitglieder weitere Bauleistungen mitgegeben worden, die nun geprüft werden sollen. Andreas Edler (Bündnis 90/Die Grünen) bittet um die Prüfung einer Begrünung des Daches. Zudem soll die Stadtverwaltung in Kooperation mit dem Architekturbüro prüfen, inwieweit die Decke des Nebentraktes zusätzlich stabilisiert werden muss, wenn in den kommenden Jahren ein zweites Geschoss entstehen müsste. Beide Varianten sollen dem Rat am Mittwoch, 24. Juni, 17 Uhr im Schulzentrum Süd, vorgestellt werden.

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