Nach der Kollision: 25-jähriger Pole wehrt sich bei der Aufnahme der Personalien
Unfallflucht auf der A2 endet in Polizeigewahrsam

Bad Oeynhausen (WB). Nach einem Auffahrunfall am Donnerstag hat ein mutmaßlich beteiligter Autofahrer nicht an der Unfallstelle auf der A2 bei Bad Oeynhausen angehalten. Der polnische Fahrer kam mit dem schwer beschädigten Pkw nur einige hundert Meter weit.

Freitag, 26.06.2020, 16:01 Uhr aktualisiert: 26.06.2020, 20:20 Uhr
Der Unfallverursacher ist mit dem schwer beschädigten Pkw nur einige hundert Meter weit gekommen. Foto: Jörn Hannemann/Symbolbild
Der Unfallverursacher ist mit dem schwer beschädigten Pkw nur einige hundert Meter weit gekommen. Foto: Jörn Hannemann/Symbolbild

Gegen 0.40 Uhr war laut Polizei eine 43-jährige Mindenerin mit ihrem Toyota Yaris auf der A2 in Richtung Hannover unterwegs. Kurz vor dem Autobahnkreuz Bad Oeynhausen stieß ein folgender VW Passat gegen das Heck ihres Autos. Während der schwer beschädigte Toyota auf dem mittleren Fahrstreifen zum Stillstand kam, schleuderte der VW ersten Ermittlungen der Polizei zufolge nach rechts und stieß gegen die Schutzplanken.

Im Anschluss entfernte sich der VW-Fahrer und ließ die Unfallstelle – mit der verunglückten Mindenerin und fünf beschädigten Leitplankenelementen – hinter sich. Bei der Unfallaufnahme entdeckten Autobahnpolizisten den VW Passat nur wenige hundert Meter vom Unfallort entfernt. Das Auto war aufgrund der Unfallschäden, wie der Toyota, nicht mehr fahrbereit.

Polizeihund im Einsatz

An dem VW gab sich ein 25-jähriger polnischer Staatsbürger, angeblich als Beifahrer, zu erkennen. Trotz Schwierigkeiten bei der Verständigung beschuldigte er einen anderen Mann, zum Unfallzeitpunkt am Steuer gesessen zu haben. Dieser sei zu Fuß davon gelaufen, und ihm sei nur der Vorname bekannt. Vor Ort wurde ein Polizeidiensthund eingesetzt, um auszuschließen, dass eine Person aus dem VW verschwunden war.

Tatsächlich brach der Polizeihund jede weitere Suche nach wenigen Metern ab, so dass kein zweiter Mann entdeckt werden konnte. Die Autobahnpolizisten hatten den Verdacht, die Aussage des angetrunkenen 25-Jährigen sei eine Schutzbehauptung. In einem Herforder Krankenhaus entnahm ihm anschließend ein Arzt eine Blutprobe. Die Beamten stellten den VW Passat und seinen Führerschein sicher.

Bei der Sicherstellung seiner Bekleidung wurde der 25-Jährige laut Polizei zunehmend aggressiver gegenüber den Beamten. Als der betrunkene Mann zudem auf der Autobahnpolizeiwache um sich spuckte, wurde er für die restliche Nacht in Polizeigewahrsam genommen. Er kam zur Herforder Polizeiwache.

Die Mindenerin musste vorsorglich ins Krankenhaus. Der 25-Jährige zahlte 900 Euro als Sicherheitsleistung. Den Sachschaden schätzen die Autobahnpolizisten auf 16.500 Euro.

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